Fußball-Oberliga

Finnentrop/Bamenohl: 0:1 trotz Top-Leistung in Wattenscheid

Kein Elfer! Auch wenn der Wattenscheider Luca Hausewerth unmittelbar nach der Landung zum Schiedsrichter blickt und sein Kamerad Mike Lewicki lautstark protestiert. Die Finnentrop/Bamenohler Alex Santana (links) und Gordon Meyer hatten sauber geklärt.

Kein Elfer! Auch wenn der Wattenscheider Luca Hausewerth unmittelbar nach der Landung zum Schiedsrichter blickt und sein Kamerad Mike Lewicki lautstark protestiert. Die Finnentrop/Bamenohler Alex Santana (links) und Gordon Meyer hatten sauber geklärt.

Foto: Lothar Linke

Wattenscheid.  Trotz einer Top-Leistung fuhr Fußball-Oberligist SG Finnentrop/Bamenohl mit leeren Händen nach Hause. 0:1 (0:0) hieß es bei der SG Wattenscheid.

Es war ein hoch-intensives Spiel in der Lohrheide vor einer lautstarken Kulisse. Trainer Ralf Behle war dann auch gar nicht einmal unzufrieden. Im Gegenteil, wenn man die Darbietung der Gäste nimmt: „Ja, ich glaub, es war das beste Spiel“, antwortete er auf die entsprechende Frage, zumal er die Mannschaft an einigen Positionen umgestellt hatte.

Voll dagegen gehalten

Was ihm gefiel: Die Robustheit seiner Truppe. Die zeigte, dass sie sich immer besser in der Oberliga akklimatisiert. Mit der Härte dort. Ralf Behle: „Da fällt keiner mehr um. Auch wenn du voll mit dem Körper reinhaust. Die anderen machen es ja nicht anders“. Das sei in den ersten zwei, drei Spielen noch nicht so gewesen, „da haben wir uns ein bisschen zu sehr beeindruckt gezeigt“, blickte Ralf Behle zurück, „jetzt merkst du: Jeder kann sich auf jeden verlasen. Ich bin total stolz auf die Truppe“.

Aber was eine wunderbare Atmosphäre. Oberliga-Fußball im altehrwürdigen Lohrheidestadion, und das an an einem milden Herbstabend - schon für solche Erlebnisse hat sich all’ die Arbeit, die die SG nicht erst in diesem Jahr geleistet hat, gelohnt. Für die Spieler und alle Mitgereisten dürfte es ein tolles Erlebnis gewesen sein..

Und die Finnentrop/Bamenohler hielten in der ersten Halbzeit hervorragend mit, obwohl der Gegner eine andere Vorgehensweise wählte als beispielsweise der erste Heimgegner Westfalia Herne. Während der es mit langen Bällen versucht hatte, sahen die Null-Neuner ihr Heil in flachen Pässen in die Box.

Phillip Hennes trifft Torlatte

Womit die Finnentrop/Bamenohler gestern gut zurecht kamen. Ihr Trainer Ralf Behle hatte umgestellt, Kapitän Phillip Hennes stand wieder in der Startformation, Florian Gräwe und Alex Santana waren von Beginn dabei.

Torchancen? Wenige. Schrecksekunden vor dem Kasten von Ingmar Klose? Keine Handvoll. Die SG ließ kaum etwas zu. Zusammen gezuckt dürften die Heimischen sein, als Moritz Thöne in der 13. Minute ins Netz traf, aber die Fahne von Assistentin Rebecca Delbeck war oben. Diese Entscheidung war ebenso klar, wie die, nicht auf den Elfmeterpunkt zu zeigen, als der Herner Luca Hauswerth im SG-Sechzehner zu Boden ging und protestierte.

Regulär wären die Tore gewesen, die aus zwei guten Chancen resultierten - und wenn sie denn gefallen wären: So als Gordon Meyer in der 23. Minute Raphael Camprobin in Szene setzte, der die Kugel aber aus guter Position in die Stehränge schoss. Auch auf der Gegenseite wurde es gefährlich. Phil Brischo hatte sich links durchgesetzt, mustergültig zurückgelegt, aber Mike Lewicki jagte den Ball haarscharf über die Latte.

Die Null stand. Bis zur 53. Minute, die das 670-köpfige Publikum gleich zwei Mal in Wallung brachte. Das 1:0 durch Felix Casalino, ein überlegter Heber ins lange Eck auf der einen Seite. Und im Gegenzug eine Flanke von Phillip Hennes, die derart gefährlich abgefälscht wurde, dass sie auf der Latte auftickte. Wattenscheids Keeper Maurice Horn wäre nie und nimmer an den Ball gekommen.

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