Westfalenliga

Finnentrop/Bamenohl nimmt Hürde Hassel souverän

Gerade einmal 30 Sekunden sind in Gelsenkirchen gespielt, da hat Phillip Hennes (Mitte) die erste Chance für die SG Finnentrop/Bamenohl, YEG Hassels Torwart Polat Keser kann den Schuss gerade noch abwehren.

Gerade einmal 30 Sekunden sind in Gelsenkirchen gespielt, da hat Phillip Hennes (Mitte) die erste Chance für die SG Finnentrop/Bamenohl, YEG Hassels Torwart Polat Keser kann den Schuss gerade noch abwehren.

Foto: Lothar Linke

Gelsenkirchen.  Mike Schrage und Phillip Hennes treffen gegen YEG Hassel für die SG Finnentrop/Bamenohl, die nun zwölf Punkte aus vier Spielen verbucht.

Die erste Überraschung brachte schon die Aufstellung hervor: Mike Schrage stand in der Anfangsformation des Fußball-Westfalenligisten SG Finnentrop/Bamenohl beim 2:0 (0:0)-Auswärtssieg bei YEG Hassel. Überraschend, weil er sich erst vor vier Wochen eine schwere Gesichtsverletzung zugezogen hatte und man eigentlich eine längere Pause befürchtet hatte. Auch Moritz Kümhof, der ebenfalls kopfverletzt ausgesetzt hatte, wirkte wieder mit.

„Wir wussten, dass das Risiko ein bisschen mitspielt,“ erklärte SG-Trainer Ralf Behle in Bezug auf Mike Schrage, „ich habe es in seine Hände gelegt, ob er dieses Risiko eingeht, oder nicht. Das hat er dann für sich entschieden. Hätte er nicht gespielt, dann wäre es auch okay gewesen. Die Gesundheit geht vor.“

Erstes Signal nach 30 Sekunden

Mike Schrage spielte mit Gesichtsmaske. Die aber hinderte ihn nicht daran, sich auf eine Art zurück zu melden, die seine ganze Klasse zeigt. Ein Tor erzielte er selbst beim 2:0 (0:0)-Sieg der SG Finnentrop/Bamenohl, das 2:0 von Phillip Hennes bereitete er vor. Seine erstes Signal „ich bin wieder da“ sendete er schon nach 30 Sekunden aus, als er Phillip Hennes mustergültig in Szene setzte. YEG-Torwart Polat Keser machte sich ganz lang, sonst hätte es da schon 0:1 gestanden.

„Die Jungs haben eine Riesenleistung abgeliefert, nicht nur, was den Fußball angeht, sondern auch von der taktischen Disziplin,“ war SG-Trainer Ralf Behle voll des Lobes. Zumal er seine Mannschaft auf einigen Positionen umstellen musste. Außer Hasan Dogrusöz, Tobias Kleppel und Tim Schrage fielen kurzfristig auch noch Heiko Entrup wegen Grippe und Robin Entrup mit Oberschenkelproblemen aus. „Ich habe es probiert, aber es ging nicht,“ sagte Robin Entrup, der die 120-Kilometer-Reise nach Gelsenkirchen trotzdem mitgemacht hatte.

Derweil zeigte sich Trainer Behle begeistert von denen, die einsprangen: „Da hat es keinen Leistungsabfall gegeben. Wenn du den Jungs das Vertrauen schenkst, und sie stark machst, dann kriegst du auch eine Menge wieder. Da kannst du einfach nur stolz drauf sein als Trainer.“

Trotz ihrer Ausfälle versteckten sich die Gäste zu keiner Zeit, offenbarten einen prima Rhythmus, spielten mutig nach vorn und waren in der Abwehr top organisiert. Das belegt die Tatsache, dass Torwart Ingmar Klose nur einmal eingreifen musste, als Faruk Gülgün in der 34. Minute einen gefährlichen Kopfball aufs Gästetor setzte.

SG lässt kaum etwas zu

Viel hatte Ralf Behle nicht zu korrigieren in der Halbzeitpause, „außer, dass der letzte Pass im letzten Drittel besser kommt,“ berichtete er.

Der kam vor dem 1:0 - und war eine Energieleistung von Philip Fischer. Der war in der 56. Minute an der Strafraumgrenze gefoult worden, schaffte es aber noch, die Kugel quer zu schieben. Schiedsrichter Selim Erk erkannte den Vorteil, Mike Schrage schoss flach zur SG-Fühung ein. Ralf Behle:, „Das war der Dosenöffner.“ Ab da standen die Zeichen auf Sieg und auf zwölf Punkte nach vier Spielen. Erst recht, als Phillip Hennes in der 64. Minute nach Vorlage von Mike Schrage auf 2:0 erhöhte - und zehn Minuten später mit einem schönen Flugkopfball fast das 3:0 machte, den Ball aber haarscharf am Tor vorbei zielte.

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