Westfalenliga

Finnentrop/Bamenohl vor Spiel auf Augenhöhe gegen Sinsen

SG-Offensivspieler Hasan Dogrusöz wird in dieser Szene von einem Gegenspieler unsanft von den Beinen geholt.

SG-Offensivspieler Hasan Dogrusöz wird in dieser Szene von einem Gegenspieler unsanft von den Beinen geholt.

Foto: martin droste / Martin Droste

Bamenohl.  Am dritten Westfalenliga-Spieltag empfängt Vizemeister SG Finnentrop/Bamenohl den punktgleichen Vorjahresdritten TuS 05 Sinsen.

Mit sechs Punkten aus den beiden Auftaktspielen sind die SG Finnentrop/Bamenohl und der TuS 05 Sinsen optimal aus den Startlöchern gekommen. Von einem Spitzenspiel will Ralf Behle aber nichts wissen. „Dafür ist es noch viel zu früh“, betont der SG-Trainer. Der Kirchhundemer spricht eher von einem „Spiel auf Augenhöhe“.Auf Augenhöhe lagen beide Mannschaften auch in der vergangenen Saison. Am Ende beendeten Finnentrop/Bamenohl und Sinsen die Meisterschaftsrunde punktgleich mit 62 Zählern auf den Plätzen 2 und 3 – vier Punkte hinter Oberliga-Aufsteiger RSV Meinerzhagen.

Dabei sah der TuS 05 Sinsen lange Zeit wie der sichere Meister aus. Aber dann kam der Knackpunkt für das Team aus dem Stadteil von Marl: der Rückzug des Stadtrivalen TSV Marl-Hüls. Die Punkte waren weg, Konkurrent Meinerzhagen zog davon. Bei der Vereinsphilosophie sieht Ralf Behle große Parallelen. „Die Entwicklung steht bei uns im Vordergrund“, sagt der SG-Trainer nicht zum ersten Mal.

Dieser Satz könnte auch von seinem Gegenüber Antonios Kotziampassis stammen. „Niemand sollte uns an der vergangenen Hinrunde messen. In der Rückserie waren wir dann Vierter. Das entspricht schon eher unseren Erwartungen. Die Jungs wollen, aber sie haben noch nicht die Erfahrung. Das hat die Rückrunde gezeigt. Wir haben zwar nicht die finanziellen Mittel der Spitzenvereine. Aber wir sind ein gut geführter, familiärer Verein“, beschreibt der 46-jährige Gästecoach sein Team und den Klub aus dem Ruhrgebiet.

Leistungsträger verlassen Sinsen

Der Kader des Vorjahresdritten ist bis auf Torhüter Sven Jürgens und dem routinierten Emre Köksal eher eine U23. Leistungsträger wie Marvin Piechottka, Johannes Engel (DSC Wanne) oder die Brüder Robin und Nico Köhler (FC Kray) haben Sinsen verlassen, Kapitän Timo Koscholleck hat seine Karriere verletzungsbedingt beendet.

Trotzdem setzte sich die junge Elf am Sonntag mit 3:2 gegen den Lüner SV durch, den TuS-Trainer Kotziampassis wie Finnentrop/Bamenohl zu den Titelfavoriten zählt. Mit Sinsen haben die Gastgeber noch eine sportliche Rechnung offen, eher sogar zwei. Denn in der Spielzeit 2018/19 gingen beide Westfalenligaspiele an die Mannschaft aus Marl.

Gräwe feiert Comeback im Pokalspiel

Beim 5:1-Kreispokalsieg in Rüblinghausen feierte Florian Gräwe nach überstandener Gehirnerschütterung sein Comeback und spielte in den letzten 25 Minuten.

Neuzugang Steve Lang, der beim 3:2-Erfolg in Neheim mit einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden musste, fehlte am Donnerstag noch im Kader. Mitte nächster Woche könnte Moritz Kümhof wieder ins Training einsteigen. „Die Gesundheit geht aber vor“, will Ralf Behle nach dem folgenreichen Zusammenprall von Kümhof und Mike Schrage gegen Wiemelhausen aber nichts überstürzen.

Der Ausfall des im Mittelfeld gesetzten Duos auch gegen Sinsen ist für den Trainer der Platzherren „keine Ausrede“. „Wir spielen zurzeit sicherlich nicht den schönsten Fußball“, weiß Behle, dass auch gegen den SC Neheim das eine oder andere „schief gegangen war“. Von seiner Mannschaft erwartet der Kirchhundemer auch am Sonntag: „Wir dürfen nicht aufhören zu laufen.“

Das Westfalenpokalspiel der 2. Runde gegen den RSV Meinerzhagen ist für den 12. September angesetzt – Anstoß in der H&R-Arena in Bamenohl um 19 Uhr.

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