Landesliga

Frühling am Winterhagen

Bild mit Symbolcharakter: Mit Sebastian Brüser geht es nach oben mit dem FC Altenhof.

Foto: Michael Meckel

Bild mit Symbolcharakter: Mit Sebastian Brüser geht es nach oben mit dem FC Altenhof. Foto: Michael Meckel

Lennestadt/Altenhof.   Spätestens seit dem 2:0-Sieg beim Tabellendritten FC Lennestadt ist jedem klar: Der FC Altenhof ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Landesliga.

Vom zweiten bis 15. Spieltag hing stand der FC Altenhof auf dem letzten Platz. Am 12. Spieltag, am 28. Oktober 2017, übernahm Sebastian Brüser, der die SG Kleusheim/Elben 2014 in die Kreisliga A und zwei Jahre später in die Bezirksliga führte, das Traineramt beim FC Altenhof. Als Co-Trainer brachte Brüser Michael Burghaus mit an den Winterhagen. Für viele Beobachter war es ein sinnloses Unterfangen, denn zu diesem Zeitpunkt hatte der FC Altenhof nur fünf Punkte und schon acht Zähler Rückstand auf den rettenden 13. Platz, auf dem der SV 04 Attendorn rangierte.

Einstand geht noch daneben

Dann ging die Aufholjagd los. Brüsers Einstand gegen Bad Berleburg ging mit 2:4 noch daneben. Aber dann folgten fünf Spiele in Folge ohne Niederlage. Die letzten vier Spiele wurden alle gewonnen. Wenn man die Tabelle der letzten fünf Spiele betrachtet, muss man sich schon die Augen reiben.

Auf Platz eins dieser Fünf-Spieltage-Tabelle rangiert der FC Altenhof mit 13 Punkten. In der „echten“ Tabelle ist er Zwölfter und hat drei Punkte Vorsprung vor dem Schlusslicht SV 04 Attendorn.

Wie sehr sich die Situation beim FCA seit dem Amtsantritt von Sebastian Brüser verändert hat, zeigen gerade die Spiele gegen den FC Lennestadt. In der Hinrunde gab es ein 1:8. Zehn Tage später gab es im Pokal eine 3:5-Klatsche obendrauf. Und jetzt? Das 2:0 beim Tabellendritten FCL war ein hochverdienter Sieg und hätte eigentlich höher hätte ausfallen müssen. Am Sonntag hat Kapitän Jan-Georg Wycisk Florian Friedrichs, der beim 5:3-Sieg im Pokalspiel im September noch alle fünf Tore für den FCL erzielt hatte, völlig ausgeschaltet. Wycisk brachte es auf den Punkt: „Der Sieg war hochverdient. Aber das 2:0 war eigentlich zu wenig.“

Ecki Stahl, langjähriger Fußballobmann des FC Altenhof, strahlte über das ganze Gesicht: „Das war eine überragende Leistung der Mannschaft.“ Auch Ecki Stahls Bruder, der FCA-Vorsitzende Frank Stahl, war begeistert: „Das war ein hochverdienter Sieg. Wir hätten nur ein oder zwei Tore mehr schießen und den Sack früher zumachen müssen. Die Mannschaft hat sich als tolle Einheit präsentiert. So stelle ich mir das vor.“

Die „Unterschieds-Spieler“

Die Frage steht: Wie kam es zum Umschwung am Winterhagen unter dem neuen Trainer Sebastian Brüser? „Wir haben unsere Schwächen analysiert und an ihnen gearbeitet. Hinten stehen wir jetzt sehr gut. Und über die gute Taktik kommen dann auch solche Ergebnisse zustande“, sagt Wycisk.

Sebastian Brüser gab das Kompliment an seine Spieler zurück: „Erstmal musste die Mannschaft wissen, wie wir als neues Trainergespann ticken. Diesen Hurra-Fußball-Stil, den Altenhof die ganzen Jahre vollbracht hat, konnte man in der damaligen Situation mit fünf Punkten nach zwölf Spielen nicht bringen. Und das haben meine Spieler prima verinnerlicht.“

Gegen den FC Lennestadt habe seine Mannschaft „wirklich gut gespielt“, freute sich Sebastian Brüser. „Das war von außen vielleicht nicht so gut anzusehen, weil wir nicht andauernd im Ballbesitz waren. Aber wie wir gestanden haben, das war schon gut. Das war eine taktische Meisterleistung“, sagte Sebastian Brüser stolz.

Dass es bei seiner Mannschaft momentan rund laufe, liege auch dran, dass sie derzeit weitgehend von Verletzungen verschont geblieben sei. „Bis auf Tobias Stevens waren alle Spieler dabei. Das ist auch schon etwas ganz Besonderes und bis auch nicht da gewesen“, freute sich der FCA-Coach.

Was seine Mannschaft darüber hinaus auszeichne, so fügt Sebastian Brüser mit einem Schmunzeln hinzu, sei die Tatsache, dass sie nicht nur 16 Landesliga-taugliche Spieler, sondern auch über so genannte „Unterschiedsspieler“ verfüge?

Was ist das denn? „Das sind Spieler, die den Unterschied ausmachen“, lacht Sebastian Brüser. Von diesen habe Spielern habe er auch den ein oder anderen in der Mannschaft. „Ich will jetzt eigentlich keinen einzelnen hervorheben. Wir haben sie nun mal. Manche Mannschaften haben sie nicht und mache haben davon auch nur einen oder zwei. Und wir haben von den Mannschaften, die unten stehen, noch relativ viel“, sagte Sebastian Brüser.

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