Westfalenliga 2

FSV Gerlingen holt gegen YEG Hassel zum Befreiungsschlag aus

Die FSV jubelt nach dem ersten Saisonsieg.

Die FSV jubelt nach dem ersten Saisonsieg.

Foto: Tim Cordes

Gerlingen.  Vier Niederlagen haben die Kicker des FSV Gerlingen kassiert, doch gegen YEG Hassel gelingt die Wende.

Es geht doch: Der FSV Gerlingen feiert nach vier Niederlagen in Serie den ersten Saisonsieg in der Fußball-Westfalenliga. Gegen YEG Hassel setzt sich die Mannschaft von Dirk Hennecke mit 3:0 (2:0) durch.

Die Szene nach neun Minuten sollte Symbolcharakter bekommen. Vor einem Abstoß nahm sich Hassels Torhüter Polat Keser den Spielball und donnerte ihn wütend ins Seitenaus. „Da ist keine Luft drin“, monierte der Schlussmann und ließ die Kugel austauschen. Ähnlich wie beim verschmähten Spielgerät, war auch bei den Gästen an diesem Nachmittag die Luft raus. Was vor allem am Auftritt der Heimmannschaft lag.

Vor 150 Zuschauern begannen die Gerlinger mutig und offensiv, sorgten vor allem über die linke Seite für eine Menge Druck nach vorne, wo sich Lukas Rademacher in Spiellaune präsentierte. „Wir haben den Kopf immer oben gehabt und die Brust rausgestreckt. Das war in unserer Situation genau das richtige, statt ängstlich ins Spiel hinein zu gehen“, lobte Gerlingens Trainer Dirk Hennecke seine Mannschaft.

Von Beginn an Druck aufgebaut

Die Mannschaft drückte von der ersten Minute an auf den schnellen Führungstreffer. Nach zwölf Minuten hatte Lukas Rademacher den Treffer auf dem Fuß, doch Keser konnte noch einmal parieren. Doch der Druck nahm immer weiter zu.

Bis in der 25. Minute erstmals der Jubel am Bieberg ausbrach. Eine Ecke segelte auf den langen Pfosten, die Hasseler Abwehr klärte die Kugel nicht, sodass Christoph Brüser den entscheidenden Stups über die Linie gab.

„Wir haben das Tor erzwungen und das war auch gut so heute. Da hat man den Jungs angemerkt, dass sie diesen Treffer unbedingt machen wollten“, freute sich Hennecke.

Rademacher mit dem Schlusspunkt

Der Treffer ließ das Selbstvertrauen der Gerlinger weiter anwachsen und sie das Spiel weiter dominieren. Angriff um Angriff rollte nach vorne, Die Hausherren präsentierten sich in absoluter Spiellaune. Tor Nummer zwei fiel entsprechend noch vor der Pause. Wieder war es Lukas Rademacher, der über die linke Seite in den Strafraum zog, den klugen Rückpass auf Marcel Laube spielte, dessen Schuss links unten im Kasten der Gäste einschlug. „Das war ein super Treffer von Marcel“, schnalzte Hennecke nach dem Spiel noch mit der Zunge beim Gedanken an das Tor.

In der zweiten Halbzeit startete Hassel zunächst druckvoll, wollte den Anschlusstreffer erzielen, doch die FSV bremste die Hoffnung nach sieben Minuten schnell aus. Ein klasse Angriff über die rechte Seite brachte den Ball zu Pascale Stahl, dessen maßgenaue Flanke in der Mitte bei Lukas Rademacher landete, der sich mit dem 3:0 für eine starke Leistung belohnte. Danach war das Spiel entschieden. Von den Gästen kam kein Aufbäumen mehr.

„Wir hatten noch Chancen, um mehr Tore zu erzielen, aber ich bin heute sehr zufrieden mit dem Spiel. Ich glaube, da gibt es keine zwei Meinungen, das war heute von der ersten bis zur letzten Minute verdient für meine Mannschaft“, resümierte Dirk Hennecke, der wusste, wie wichtig diese drei Punkte waren: „Wir standen ja nach vier verlorenen Spielen schon unter Druck und mussten das Spiel gewinnen. Aber die Mannschaft ist damit sehr gut umgegangen“, betonte Hennecke abschließend.

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