Landesliga 2

FSV Gerlingen vor Derby gegen SpVg Olpe um Ruhe bedacht

Thomas Hütte sieht die Streitigkeiten als beendet an.

Thomas Hütte sieht die Streitigkeiten als beendet an.

Foto: Michael Meckel

Gerlingen/Olpe.   Im Sommer wechselten drei Spieler der SpVg Olpe zum FSV Gerlingen. Darauf folgte ein emotionales Hinspiel. Sonntag folgt das Rückspiel.

Beim SV Hohenlimburg 1910 machen sich die Verantwortlichen schon Gedanken über eine mögliche Aufstiegsrelegation zur Westfalenliga und beschäftigen sich mit entsprechenden Rechenspielen.

„Wenn es nach 30 Spieltagen nicht möglich ist, Meister zu werden, dann geben wir uns auch mit der Relegation zufrieden“, wird Cheftrainer Michael Erzen auf der Homepage des Landesliga-Zweiten zitiert. Beim Spitzenreiter FSV Gerlingen hält man an der bewährten Linie fest und den Ball weiter flach. Erst recht vor dem Derby gegen die SpVg Olpe.

Wechsel sind kein Thema mehr

Rückblick: Im letzten Jahr sorgte Gerlingen für einen Paukenschlag, als der Landesligist den Wechsel von Christoph Sauermann, David Ohm und Philipp Bredebach vom Kreuzberg an den Bieberg verkündete. Das Trio gehörte zu insgesamt 14 Abgängen, die der Traditionsverein aus der Kreisstadt nach seinem Abstieg aus der Westfalenliga verkraften musste. „Das muss man erst einmal auffangen“, sagt Björn Schneider immer noch.

Vor dem Hinspiel am 23. September 2018 (Ergebnis 0:0) waren die Personalien Sauermann, Bredebach und Ohm noch das große Thema. „In der Hinrunde wurde darüber diskutiert. Inzwischen interessiert das keinen mehr“, ist SpVg-Trainer Thomas Hütte längst zur Tagesordnung übergegangen. Auch für seinen Gerlinger Kollegen Dirk Hennecke sind die Wechsel „kein großes Thema mehr und abgehakt“.

Hennecke selbst hat eine Olper Vergangenheit und zusammen mit Thomas Hütte und dem Sportlichen Leiter Björn Schneider für Olpe in der Landesliga gespielt. Aber das ist eine gefühlte Ewigkeit her, immerhin 18 Jahre.

Hütte sieht den Druck in Gerlingen

Nach außen hin gibt sich Thomas Hütte vor dem Derby in Gerlingen völlig entspannt. „Wir sind nicht unter Zugzwang“, betont der Gästetrainer und verweist auf den Punkteabstand „zum direkten Abstiegs- und möglichen Relegationsplatz“. Hütte dreht den Spieß um: „Der Druck liegt beim Tabellenführer.“ Und der heißt immer noch FSV Gerlingen.

Dirk Hennecke kann damit leben und spricht lieber von „angenehmem Druck“. „Diesen Druck machen wir uns ja selber“, betont der 38-jährige FSV-Coach. Aber für mögliche Aufstiegsszenarien ist es für Hennecke und Co. noch viel zu früh. Der Start ins Fußballjahr 2019 mit drei Siegen in drei Spielen hat für Gerlingens Übungsleiter zwei Seiten. „Punktemäßig sieht das sehr gut aus. Aber es gibt ordentlich Luft nach oben.“

Bei der Spielvereinigung ärgert man sich immer noch über die unnötigen 1:2-Niederlage beim SV Brilon durch zwei Gegentore in den letzten Minuten. „Wir haben schon einige Punkte verschenkt“, weiß Thomas Hütte. Vor dem Nachbarschaftsduell am Bieberg gibt es im Olper Lager einige Baustellen. So sind Torhüter Gottfried Vogel (Aufbautraining), Denis Huckestein (muskuläre Probleme), Sergen Gülbeyaz (Schlag auf den Knöchel), Marcel Kühr (Oberschenkelprobleme) und der ebenfalls angeschlagene Henning Dörr noch fraglich.

Zwei Ex-Olper fehlen beim FSV

Beim Gastgeber Gerlingen ist die Liste möglicher Ausfälle ebenfalls lang. Definitiv fehlen wird Marcel Laube (Urlaub). Dazu könnten sich die beiden Ex-Olper Christoph Sauermann und Philipp Bredebach (umgeknickt) gesellen. Bei den unter der Woche grippekranken Christoph Brüser, Hendrik Boßert und Matthias Beckmann besteht Hoffnung, dass sie rechtzeitig wieder fit sind.

„Wir müssen keine Angst haben“, erinnert Thomas Hütte an das torlose Unentschieden im Hinspiel. „Da waren wir nah dran zu gewinnen“. Sein Gerlinger Trainerkollege Dirk Hennecke glaubt nicht, dass am Sonntag eine Vorentscheidung im Titelrennen fällt. „Wir wollen unsere Serie ausbauen. Ich habe schon vor ein paar Wochen gesagt, dass wir auch mal wieder verlieren.“

Aber bitte schön nicht am Sonntag gegen den Nachbarn aus der Kreisstadt.

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