Landesliga 2

FSV Gerlingen zittert sich in die Aufstiegsrelegation

Das Nervenspiel in Hüsten ist zu Ende. Paul-Heinz Brüser (links) gratuliert seinem Nachfolger Dirk Hennecke zum Einzug in die Aufstiegsrelegation.

Das Nervenspiel in Hüsten ist zu Ende. Paul-Heinz Brüser (links) gratuliert seinem Nachfolger Dirk Hennecke zum Einzug in die Aufstiegsrelegation.

Foto: Martin Droste

Hüsten.  Bis kurz vor dem Abpfiff sieht es so aus, als würde der Traum des FSV Gerlingen zerplatzen, dann kommt Schützenhilfe.

Diese Niederlage kann noch einmal Gold wert sein. Trotz des 1:3 (1:2) beim SV Hüsten darf der FSV Gerlingen weiter vom Aufstieg in die Westfalenliga träumen.

„Ein bisschen was werden wir nach Bad Berleburg schicken“, wusste der Sportliche Leiter Stefan Büdenbender, bei wem er sich zu bedanken hatte. Dank des 2:1-Erfolgs der Wittgensteiner in Erlinghausen war das Ergebnis in Hüsten zweitrangig.

Bis zum glücklichen Ende musste Gerlingen durch ein Wechselbad der Gefühle gehen. In der Pause führte Erlinghausen 1:0 und lag auf Relegationsplatz 2.

Der FSV verspielte innerhalb von drei Minuten eine 1:0-Führung (13.) durch einen direkt verwandelten Eckball von David Ohm. Erst traf Lukas Gebhardt zum 1:1 (21.). Dann knallte Christopher Gierse das Leder rechts oben in den Winkel zum 2:1 (24.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte Philipp Bredebach nach Beckmann-Flanke das 2:2 machen müssen, scheiterte aber an Torhüter Stefan Schulz.

Top-Bedingungen in Hüsten

Das „Feuer“, das FSV-Trainer Dirk Hennecke gefordert hatte, verlor sich im weiten Grund des Stadions Große Wiese. „Am Rasen liegt es bestimmt nicht, wenn wir es nicht schaffen sollten“, war Gerlingens Coach vom grünen „Teppich“ begeistert. Um sich darauf vorzubereiten, hatte die Bieberg-Elf in Elben trainiert.

An der großen Nervosität änderte das nichts. „Alles andere als entspannt“, verfolgte auch Hennecke-Vorgänger Paul-Heinz Brüser das erfolglose Anrennen der Gerlinger Mannschaft mit seinen Söhnen Florian und Christoph. Kapitän Florian Brüser hatte bei einem Rettungsversuch Pech und verursachte per Eigentor das 1:3 (60.).

Anspannung löst sich langsam

In der letzten halben Stunde verzweifelte die Hennecke-Elf an Hüstens bärtigem Keeper, der normalerweise in der dritten Mannschaft spielen soll, und am Aluminium. So war allein der Schulz-Reflex nach Kopfball von Steffen Schuchert das Eintrittsgeld wert. Bei Pfosten- und Lattentreffern von Schuchert, Tim Weber oder Marcel Laube hatte der Torwart Glück.

„Wir hätten heute noch eine Stunde spielen können“, ahnte Dirk Hennecke. Aber das Tore schießen erledigte Bad Berleburg in der Schlussphase. Dann war die Partie in Hüsten zu Ende, aber im Hans-Watzke-Stadion wurde noch gespielt.

Nach Minuten bangen Wartens hatte Stefan Büdenbender das Endergebnis aus Erlinghausen. Nach und nach löste sich die Anspannung. Da war auch Kai Müller wieder am Spielfeldrand. Der Vorsitzende hatte sich zwischendurch in eine Ecke der riesigen Tribüne zurückgezogen. „Bei solchen Nervenspielen muss ich alleine sein.“

Donnerstag Aufstiegsrelegation gegen Kinderhaus

Christi Himmelfahrt wartet die Aufstiegsrelegation gegen SC Westfalia Kinderhaus, den Zweiten der Landesliga 4. „Noch ein Abschiedsspiel“, lachte Tim Weber, der in der nächsten Saison in der Reserve spielen wird.

Für Michel Schöler sieht es vielleicht nicht nach Abschied aus. „Ich weiß noch nicht, wo die Reise hin geht“, schloss der spielende Co-Trainer seinen Verbleib am Bieberg nicht aus.

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