Westfalenpokal

Fußball-Feste beim SC Drolshagen, Teil 1

Eike Pfeiffer (Mitte) ist fraglich am Sonntag beim SC Drolshagen im Spiel gegen Concordia Wiemelhausen.

Eike Pfeiffer (Mitte) ist fraglich am Sonntag beim SC Drolshagen im Spiel gegen Concordia Wiemelhausen.

Foto: Lothar Linke

Drolshagen.  Mit zwei echten Fußball-Festtagen läutet der Landesligist SC Drolshagen die Saison ein.

Teil 1 ist das Gastspiel des Westfalenligisten Concordia Wiemelhausen im Westfalenpokal am Sonntag um 15 Uhr am Buscheid, ehe am Freitag drauf der VSV Wenden zum ersten Landesligaspiel in der Vereinsgeschichte des SCD aufkreuzt.

Wiemelhausen verdient durchaus das Prädikat „Glückslos“. Oder etwa nicht? Wäre dann doch ein leichterer Gegner genehmer gewesen? „Wenn man Westfalenpokal spielen kann, dann nimmt man das gerne mit, keine Frage,“ antwortet Holger Burgmann, Trainer des SC Drolshagen, stellt aber auch klar: „Wiemelhausen verfügt über eine Top-Mannschaft. Da wird ein großer Stein auf uns zukommen, wir sind absoluter Underdog, absoluter Außenseiter.“

Gegen Olpe hat es mal geklappt

Aber man habe ein Heimspiel. „Und wir werden mit Sicherheit nichts herschenken,“ stellt Burgmann klar, „deshalb muss auch Wiemelhausen erstmal bei uns Gas geben.“

Wie man einen Westfalenligisten im Pokal aufs Kreuz legt, haben die Drolshagener ja schon in jüngerer Vergangenheit gezeigt: Vor zwei Jahren warfen sie im Kreiswettbewerb die Spielvereinigung Olpe aus dem Rennen. Holger Burgmann: „Alles ist möglich.“

Innerhalb der Mannschaft sei bisher gar nicht mal so viel über diese Partie gesprochen worden, „wir hatten ja auch unsere anderen Testspiele und Trainingsschwerpunkte, die wir abgearbeitet haben,“ berichtet Holger Burgmann. Für die meisten Drolshagener Spieler dürfte der Sonntag eine neue Erfahrung mit sich bringen, kaum einer aus dem aktuellen SCD-Kader hat schon einmal gegen einen Westfalenligisten ein Pflichtspiel bestritten.

Die Vorfreude ist da, auch dürfte noch eine Euphorie vom Landesliga-Aufstieg nachhallen. Burgmann: „Wir gehen das Spiel sehr offen und frei an. Im Prinzip haben wir am Sonntag ja nichts zu verlieren.“

Unabhängig davon werde sich in diesem Spiel „zeigen, in welchem Trainingszustand wir sind,“ ist Holger Burgmann überzeugt. Am Mittwoch hatte der SC Drolshagen ein kurzfristig abgeschlossenes Testspiel bei der SpVg Iseringhausen absolviert, gewissermaßen als Ersatz für den abgesagten Stadtpokal. Beim 2:0-Sieg habe sich schon herausgestellt, dass da noch an einigen Stellschrauben zu drehen sei, sagt Burgmann, will das aber keinesfalls dramatisieren: „Wir sind jetzt in einer Phase, in der die Spieler vielleicht auch mal schwere Beine haben.“

Akribisch informiert

Schon zu Anfang des Gesprächs ist herauszuhören: Holger Burgmann hat sich akribisch über den Gegner informiert, weiß um die Charakteristika der einzelnen Concordia-Akteure, weiß, wer schnell unterwegs ist, wer kopfballstark ist, wer welche Fußball-Vita hat.

Top-Torjäger ist Xhino Kadiu. Der wurde in der abgelaufenen Saison mit imposanten 28 Treffern Torschützenkönig der Westfalenliga. Dazu verfügen die Bochumer mit Fabrizio Leone und Kenneth Neumann über sehr schnelle Außenverteidiger.

„Man hat seine Infos, hat recherchiert, vielleicht sieht’s im Endeffekt auch etwas anders aus,“ weiß Holger Burgmann, „aber man darf sich andererseits auch nicht erschrecken. Wir haben ebenfalls unsere Qualitäten, und die werden wir in die Waagschale werfen.“

Trainer der Bochumer ist Jürgen Heipertz, ein äußerst erfahrener Mann, im Kreis Olpe noch bekannt aus seiner Verbandsligazeit beim VSV Wenden. „Auch für Jürgen Heipertz ist das der letzte Test, mal sehen, was er sich am Sonntag einfallen lässt,“ sagt Holger Burgmann. Für seine Mannschaft gelte in erster Linie: Die Räume im Mittelfeld eng machen, schnell verschieben.

Marius Schröder fehlt wochenlang

Allerdings muss der SC Drolshagen diesen Härtest mit personellen Ausfällen angehen. So hat sich der linke Außenverteidiger Marius Schröder das Kahnbein gebrochen und wird zwölf Wochen ausfallen. „Das ist keine schöne Nachricht,“ kommentiert es der Drolshagener Trainer. Mirko Mester hat sich den Zeh stark gestaucht, hinter ihm steht ein Fragezeichen. Und Ahmet Suna hatte sich im Test gegen den VfL Schwerte vor drei Wochen das Knie verdreht. Burgmann: „Nichts Schlimmeres, aber er hat seitdem nicht mehr trainiert.“

Eike Pfeiffer laboriert noch an einer Patellasehen-Geschichte, ist laut Trainer „noch nicht bei 100 Prozent.“ Zurück aus dem Urlaub ist Jan Gummersbach.

Info

Sollten der SC Drolshagen und die SG Finnentrop/Bamenohl die 2. Runde im Fußball-Westfalenpokal erreichen,dann steht schon fest, aus welcher Paarung ihr nächster Gegner hervorgeht.

So haben die Finnentrop/Bamenohler laut SG-Homepage ein Heimspiel gegen den Oberliga-Aufsteiger RSV Meinerzhagen oder den Regionalligisten SC Verl. Beides sehr attraktiv.

Drolshagen würde in Runde 2 entweder auf Landesligist TuS Bövinghausen oder Westfalenligist DSC Wanne-Eickel treffen. Nach Bövinghausen müsste der SCD reisen, Wanne hätte er zuhause.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben