Ehrung

Gemeinde Wenden ist mächtig stolz auf ihre Sportler

Verdiente Ehrenamtliche (von links) Frank Schneider, Sarah Backwinkel, Peter Hufnagel, Elmar Knott, Wolfgang Walther und Hubertus Ochel.

Verdiente Ehrenamtliche (von links) Frank Schneider, Sarah Backwinkel, Peter Hufnagel, Elmar Knott, Wolfgang Walther und Hubertus Ochel.

Foto: Lothar Linke

Wenden.  In einem feierlichen Rahmen zeichnete der Gemeindesportverband Wenden erfolgreiche Sportler/innen sowie herausragende Ehrenamtliche aus.

Im Weihnachtstrubel mal innehalten. Das Shoppen und was sonst dazugehört, vergessen. Das war zwar eine, aber natürlich nicht die Haupt-Intention der Sportlerehrung, zu der der Gemeindesportverband Wenden am Dienstag Abend ins schöne Rathaus eingeladen hatte.

Gemeindeverbands-Vorsitzender Lambert Stoll blickte vom Rednerpult aus auf eine imposante Ansammlung von hochkarätigen Sportlerinnen, Sportlern und Ehrenamtlichen im Ratssaal. Der Tisch zu seiner rechten war bedeckt mit Medaillen und Urkunden. Stoll: „Es ist richtig und wichtig, wenigstens einmal im Jahr diejenigen auszuzeichnen, die außerordentliche Leistungen erbracht haben und sich bei ihnen zu bedanken für große sportliche Momente, die sie uns bereitet haben.“

Große Vielfalt

Wenden ist eine sportbegeisterte Gemeinde, und das in aller Vielseitigkeit. Klar, der Fußball spielt immer noch eine große Rolle. Mit dem FSV Gerlingen wurde ein Westfalenliga-Aufsteiger zur Ehrung gebeten, was ebenso ungewöhnlich ist wie eine zweite Mannschaft als Bezirksliga-Neuling, wie sie Rot-Weiß Hünsborn in diesem Jahr hervorgebracht hat. Beide erschienen nicht nur in Mannschaftsstärke, sondern, wie beispielsweise auch die Golferinnen von Siegen-Olpe oder die Karate-Asse von Shotokan, in einheitlicher Kleidung. Sah toll aus.

Glanzlichter auf höherer Ebene zündeten im abgelaufenen Jahr erneut die Läuferinnen und Läufer der SG Wenden, allen voran der immer aufs Neue unglaubliche Jörg Heiner. Er wurde in Deutscher Meister der M45 im Halbmarathon. Das gelang auch Thomas Schönauer gemeinsam mit Mark Fekadu in der Mannschaft M40. Und auch das Läuferinnen-Team der SG, Christl Dörschel und Sandra Clemens, war einmal mehr erfolgreich. Gemeinsam mit Ina-Adrieu-Syrek wurden sie NRW-Meister im 10-Kilometer-Straßenlauf in der Hauptklasse.

Bürgermeister Clemens beeindruckt

Die Vielfalt machte es. Mal mussten die Gemeindesportverbands-Vorstände sich beim Umhängen der Medaillen bücken, mal strecken. Je nachdem, ob sie kleine Sportler oder große Athleten vor sich hatten. Ersteres traf auf die wackeren Sportlerinnen der Voltigierfreunde Südsauerland zu, die jede Menge Erfolge einheimsten. Oder auf den jungen Segler Max Gehrke, der unter anderem an den internationalen Deutschen Meisterschaften teilnahm.

Oder die Turner der SG Wenden unter ihrer Trainerin Miriam Wirtz. Anna Weber, Valeska Thiersch, Sara Fazlioglu und Lea Schneider waren die Besten und sicherten sich den 1. Platz im Turnbezirk Olpe, also gewissermaßen die Kreismeisterschaft und beim Turngau, bestehend aus den Kreisen OE, HSK, Siegen-Nord und Süd sowie Wittgenstein wurden sie Vizemeister.

Auch Bürgermeister Bernd Clemens zeigte sich beeindruckt und konnte den Stolz auf seine sportlich so tüchtige Gemeinde nicht verbergen. „Sie, liebe Sportler, nehmen vieles auf sich, und verzichten auf manches, was für andere in Ihrem Alter selbstverständlich ist.“ Clemens begrüßte die Kooperation zwischen Vereinen und Schulen und sah in ihr eine Grundlage, den „hervorragenden Ruf als Sportgemeinde“ zu bewahren. Er hob gleichwohl die Ehrenamtlichen hervor, von denen sechs für ihr außergewöhnliches Engagement geehrt wurden:

Frank Schneider, 1. Geschäftsführer vom FC Möllmicke. Ist seit der Jahrtausendwende im Vorstand aktiv. 2008 wurde er zweiter und seit 2015 erster Geschäftsführer. Sein Vorstand bezeichnet ihn zudem als „wichtigen Mann im Hintergrund des Vereins“ Er erledigt aber alle Aufgaben souverän und zur vollsten Zufriedenheit des Vorstandes.

Sarah Backwinkel (Voltigierfreunde Süd-Sauerland) ist seit 2001 dabei und damit Gründungsmitglied. Sie errang sie mit der Mannschaft zahlreiche Meisterschaften in der Spitze bis in die Gruppe M. Übertragen auf den Fußball wäre das die 3. Bundesliga. Nachdem sie als Aktivensprecherin fungierte wurde sie 2007 Jugendvertreterin im Vorstand. Auch bei der Organisation öffentlicher Veranstaltungen des Vereins beteiligt sie sich aktiv.

Wolfgang Walther von den Sportschützen Ottfingen ist seit fast 20 Jahren im Verein und aktiver Sportschütze mit dem Luftgewehr. Seit 2003 ist er zweiter Vorsitzender und vertritt in vorbildlicher Weise den ersten Vorsitzenden bei dessen Abwesenheit.

Peter Hufnagel vom SV Ottfingen war bis 2017 zehn Jahre lang 1. Vorsitzender. Unter seinem Vorsitz wurde das Clubhaus renoviert, das Getränkehaus in der Ottfinger Kurve errichtet. Ferner erfolgte der Neubau des Naturrasenplatzes und des Kunstrasenplatzes, es wurde die Breitensportabteilung incl. Tanzgruppe integriert. Peter Hufnagel initiierte zahlreiche Veranstaltungen mit zum Beispiel Kölsche Bands mit den Paveiern, Brings und Cat Ballou. Zitat des Vereins: Er ist eine Identifikationsfigur für den ganzen Verein.

Hubertus Ochel ist ein echtes Urgestein des VSV Wenden, Mitglied ist er seit 45 Jahren. Er hat alle Mannschaften durchlaufen von der Schüler bis zur ersten Mannschaft. Viele Jahre fungierte er als Spielführer. Zu dem war er äußerst erfolgreicher Trainer und führte die A-Jugend-Mannschaft in die Bezirksliga. Er hat das Amt des sportlichen Leiters bekleidet und ist seit nun fast 20 Jahren verantwortlich für die Altliga. Hubertus Ochel hat sich um den VSV Wenden als Spieler und ehrenamtlicher Mitarbeiter in über 40 Jahren besonders verdient gemacht. Ein großer Dank gilt auch seiner Frau Margarete.

Ein weiteres Urgestein ist Elmar Knott vom Tennisclub Hünsborn. 1980 war er einer der Gründungsmitglieder. Als aktiver Spieler im Meisterschafts- und Mannschaftsspielbetrieb war er von 1982 bis 2018 im Einsatz. Noch mehr als seine langjährige Spielerkarriere zeichnet ihn sein vielfältiges, jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken aus. Beim Anbau des Vereinsheimes im Jahre 1985 war er ebenso in vorderster Front aktiv, wie zwei Jahre später beim Bau des dritten Aschenplatzes. Er war 20 Jahre Jugendwart. Elmar Knott erhielt zudem den Ehrenamtspreis der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen in Höhe von 250 Euro.

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