Fußball-Westfalenliga

Gerlingen: Diskussionen um Elfer beim 1:3 gegen Wiemelhausen

Der Gerlinger Louis Häner (links) versucht, Wiemelhausens Leeroy-Djamal Mbenda zu stoppen.

Der Gerlinger Louis Häner (links) versucht, Wiemelhausens Leeroy-Djamal Mbenda zu stoppen.

Foto: Lothar Linke

Gerlingen.  1:1 stand es zwischen dem FSV Geringen und Concordia Wiemelhausen, dann kam die 68. Minute, die für Gesprächsstoff sorgen sollte.

In dieser Anfangsformation wird man den Fußball-Westfalenligisten FSV Gerlingen sicher nie wieder sehen. Neun Spieler fehlten ihm aus Verletzungs- und privaten Gründen beim Spiel gegen Concordia Wiemelhausen, das dann auch mit 1:3 (1:1) verloren ging.

Dennoch wäre etwas drin gewesen für die Gerlinger. Denn die kamen stark aus der Halbzeitpause, da schien sich das Armdrücken gegen den favorisierten Gast aus Bochum zu ihren Gunsten zu neigen.

Umstrittener Pfiff

Die 68. Minute: Wiemelhausens Dennis Stahmer war in einem Gerangel mit dem Gerlinger Dennis Busenius im Strafraum zu Boden gesunken, Schiedsrichter Dominic Tillmann zeigte umgehend auf den Elfmeterpunkt, Xino Kadiu verwandelte zum 1:2 aus FSV-Sicht.

Es war ein höchst umstrittener Pfiff. „Ich muss mich auch erstmal, sammeln,“ war FSV-Cheftrainer Stefan Breuer der Ärger über die Entscheidung noch bei der Pressekonferenz anzumerken. Als er sich beim Schiedsrichter erkundigte, fasste dieser dies offenbar als Provokation auf, lief zu Breuers Bank hin und verwies den Coach des Platzes.

Nur: Was war da los? „Es hatte wohl, so ausgesehen, als ob ich ihn umgerissen hätte,“ sagte Busenius nachher, „aber das war nicht so.“

Selbst Concordia-Trainer Jürgen Heipertz räumte in Richtung Stefan Breuer ein: „Ich kann die Verärgerung meines Trainerkollegen durchaus verstehen. Den Elfmeter pfeift nicht jeder, das muss man ganz klar sagen. Man hätten durchaus auch laufen lassen können.“ Um dann eine Prise Ironie drauf zu streuen: „Unser Spieler hat sich nicht fallen lassen. Zu dem Zeitpunkt war eine unheimliche Windböe da.“

Danach nahm das Gerlinger Verhängnis seinen Lauf. Die Gastgeber drängten aus den Ausgleich, die Räume nutzte Wiemelhausen zu gefährlichen Kontern. Einen davon schloss wiederum Xhino Kadiu ab, diesmal mit einer tollen Einzelleistung über die rechte Seite. Beim 1:3 (75.) war die Geschichte durch.

Heipertz bescheinigte den Gerlingern eine gute Leistung, sah sie gefährlich bei Standardsituationen. „Bei dem Wind, wenn der Ball da durch den Fünfmeterraum rauschte, hätte immer etwas passieren können. Das war manche Mal ein Vabanque-Spiel.“ So wie in der 61. Minute, als einer seiner Abwehrspieler einen Eckball von Philipp Bredebach an die eigene Torlatte köpfte. Letztlich war Heipertz froh über die drei Punkte nach dem 1:6 gegen Wanne-Eickel am Mittwoch, „da durften wir heute nicht nochmal verlieren.“.

Wiemelhausen kam gut ins Spiel, „wir hätten auch 0:2 hinten liegen können, oder wenn’s dumm läuft, sogar 0:3 ,“ sagte FSV-Trainer Stefan Breuer fair, „ich weiß nicht, warum wir so nervös waren.“

Erst ab der 20. Minute kam Gerlingen besser zurecht, daran änderte auch der Rückstand durch Kenneth Neumann nach nur sechs Minuten nichts. Breuer: „Wir waren von Minute zu Minute besser im Spiel.“ Was sich auch in Zählbarem niederschlug, als Philipp Bredebach in der 40. Minute ausglich.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben