Benefizspiel

Handball-Knaller in Lennestadt

Vorstellung des Handballschlagers TuS Ferndorf gegen VfL Gummersbach in Lennestadt.

Vorstellung des Handballschlagers TuS Ferndorf gegen VfL Gummersbach in Lennestadt.

Foto: Lothar Linke

Lennestadt.   Kann ein Sportjahr im Kreis Olpe größer beginnen als das kommende? Wohl kaum.

Zwar haben sowohl der VfL Gummersbach als auch der TuS Ferndorf schon Testspiele in unserem Kreis bestritten. Aber dass beide Handballriesen hier direkt aufeinandertreffen, das gab’s noch nicht.

In Lennestadt, genau gesagt, in der Sporthalle Aufm Ohl, wird dieses regionale „Handballmärchen“ am 24. Januar um 19.30 Uhr Wirklichkeit. Für einen wohltägigen Zweck wurden sich die beiden Vereine schnell einig, ihre Kräfte zu messen. Zugute kommen soll der Erlös zu je einem Drittel der AG Miteinander aus Elspe, dem Tag des Sports und einem Projekt des VfL Gummersbach.

Das Spiel, ist der Höhepunkt des „Tag des Sports“, den der Stadtsportverband Lennestadt jährlich ausrichtet. Zum 50. Stadtjubiläum ist ihm ein wahrhaft großer Coup gelungen mit den beiden großen Handball-Teams.

Es soll nicht nur ein Handballspiel, sondern ein Fest werden, mit Moderation, Musik und Show. Groß, aber gleichwohl familiär. So sollen die Spieler nachher noch für Autogramme bereit stehen, wie Julius Lindskog Andersson. Der Neuzugang vom Zweitbundesligisten HG Saarlois, war gestern gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter des TuS, Sportlicher Leiter Mirza Sijaric am Donnerstag mitgekommen zur Pressekonferenz und stand freundlich Rede und Antwort.

Auch Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt zeigte sich erfreut über das, was da im Januar bevorsteht: „Danke an beide Vereine, dass sie bereit sind, eine solch tolles Sportereignis hier auszutragen.“ Und dann noch „in der schönsten Halle des Kreises Olpe“, wie Hundt hinzufügte und dies auch begründete: „Bei uns sitzen die Zuschauer nicht drei Meter höher, sondern mittendrin.“ Stimmt. Wer die Verbandsligazeiten der TSG Lennestadt miterlebt hat, weiß, was in dieser Hütte los sein kann.

Man muss kein Hellseher sein, um sicher vorauszusagen, dass die Halle proppenvoll wird. Zumal damit zu rechnen ist, dass beide Mannschaften in Top-Besetzung antreten, da die 1. und 2. Bundesliga wegen der Handball-Weltmeisterschaft eine Spielpause einlegt.

Beide Teams haben ihre Fans im Kreis. „Als VfL Gummersbach sind wir darauf bedacht, die Handballvereine in der Region zu unterstützen,“ so Christoph Schindler vom VfL Gummersbach, „gleichzeitig ist es für uns in der WM-Pause eine gute Gelegenheit, gegen eine sehr gute Mannschaft aus Ferndorf Spielpraxis zu sammeln.“

Lothar Schenk hat Organisation inne

Und Dirk Stenger, Geschäftsführer der TuS Ferndorf Handball GmbH, kündigte an: „Wir werden mit dem kompletten Kader dabei sein. Für uns ist das eine tolle Gelegenheit, uns hier in der Region zu präsentieren.“ verhieß Dirk Stenger,, Stenger weiß nur zu genau, welche Anziehungskraft der TuS Ferndorf auch auf den Kreis Olpe hat. „Wir freuen uns sehr, dass wir so viele OE-Kennzeichen bei uns sehen,“ sagte er gestern bei der Präsentation des Handballschlagers im Rathaus Lennestadt.

Das dürfte in dieser Saison noch zugenommen haben, denn der TuS Ferndorf reitet auf einer Erfolgswelle sondersgleichen. Er belegt - als Aufsteiger - Platz drei in der 2. Bundesliga. „Ich kenne den Etat der anderen und den des TuS Ferndorf,“ meinte Klaus Kraß, Vorsitzender des Handballkreises Lenne-Sieg, „deshalb ist nicht hoch genug einzuschätzen, was in Ferndorf geleistet wird. Wo gibt es hier eine Sportveranstaltung, wo ständig über 1000 Zuschauer sind?“

Obwohl jeder Vergleich hinkt, sei dieser mal erlaubt: Es ist so, als wäre Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit seinem kleinen Etat im Vergleich zur Konkurrenz, Tabellendritter der Fußball-Bundesliga.

Klaus Kraß hat, obwohl er es nicht aussprach, an diesem Event mitgestrickt und bedankte sich bei Dirk Stenger: „Ohne Dirk wäre sowas nicht möglich.“

Die organsatorische Federführung hat Lothar Schenk inne. „Er koordiniert das alles, hat die meiste Arbeit und die Kontakte geknüpft,“ hob Franz Rotter, 1. Vorsitzender des Stadtsportverbandes Lennestadt, hervor. „Wenn man kein gutes Team hat, dann funktioniert sowas nicht,“ gab Lothar Schenk das Lob weiter, „beim letzten Lennestadt-Pokalturnier wurde erstmals darüber gesprochen.Dass es jetzt wahr wird, ist eine tolle Sache.“ Und eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen wolle. Sie haben sie beim Schopfe gepackt.

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