Verletzungen

Hennecke: „Wir haben uns den Sieg teuer erkauft“

Florian Brüser

Florian Brüser

Foto: ichael Meckel

Kreis Olpe.   Kevin Schulte und Florian Brüser haben Glück im Unglück gehabt.

Der eine – Schulte – humpelte beim 4:1-Heimsieg seines FC Lennestadt gegen Kirchhörde zwar auf Krücken ins Henselstadion. Den befürchteten Kreuzbandriss hat sich der etatmäßige Schlussmann des Westfalenligisten aber nicht zugezogen.

Der andere - Brüser – musste mit einer stark blutenden Kopfwunde vom Gerlinger „Bieberg“ ins Krankenhaus gebracht und dort mit mehreren Stichen genäht werden. Mit einem „Brummschädel“, aber wohl ohne Gehirnerschütterung, tauchte der angeschlagene FSV-Kapitän später wieder im Kreise seiner Mannschaftskollegen auf.

Das Fußballjahr 2018 ist für Kevin Schulte vorzeitig „erledigt“. Darüber macht sich der Torhüter des FC Lennestadt keine Illusionen. Aber es hätte für die Nummer 1 des Westfalenligisten viel schlimmer kommen können. Vor zwei Wochen hatte sich Schulte im Heimspiel gegen Concordia Wiemelhausen (1:3) bei einer Rettungsaktion am rechten Knie verletzt. „Der Unterschenkel hat sich weggedreht“, erinnert sich der Schlussmann an die Szene. „Gott sei dank sind die Kreuzbänder heile geblieben“, berichtete Kevin Schulte vor der Partie gegen den Kirchhörder SC, die er als Zuschauer verfolgte.

Im nächsten Jahr will der FCL-Keeper wieder angreifen. Bis dahin vertritt ihn Steffen Dicke. Das gilt wohl auch für den Westfalenliga-Kracher im Kreispokal am Mittwoch bei der SG Finnentrop/Bamenohl. Das Gipfeltreffen der beiden klassenhöchsten Mannschaften aus dem Kreis Olpe muss der FC Lennestadt allerdings ohne Kapitän und Torjäger Florian Friedrichs bestreiten, der beim 4:1-Sieg gegen Kirchhörde in der 85. Minute nach einem Schubser die gelb-rote Karte sah und seine Sperre im Kreispokal absitzen kann. Im Lennestädter Lager wird es keiner offen sagen: Aber das dürfte den Verantwortlichen lieber sein, als am Sonntag beim FC Iserlohn auf den Goalgetter zu verzichten.

Zurück mit Cut und Brummschädel

Apropos verzichten: Das muss der FSV Gerlingen voraussichtlich im nächsten Spiel auf seinen Florian Brüser. Der Kapitän erlitt beim 2:1-Heimsieg gegen die FSV Werdohl nach knapp einer halben Stunde einen große Platzwunde am Kopf und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. „Florian hat stark geblutet“, berichtete Gerlingens Trainer Dirk Hennecke von einem „heftigen Cut“. Mit einem „Brummschädel“ kehrte Brüser abends auf den „Bieberg“ zurück. Für das nächste Spiel beim Tabellenführer Menden, der von starken Olpern im Kreuzberg-Stadion entzaubert wurde, dürfte es eng werden.

Was auch für den Einsatz von Hendrik Boßert gilt, der in der Schlussminute gegen Werdohl umgeknickt ist und sich vorsichtshalber im Krankenhaus untersuchen ließ. Dort wurde ein Kapsel- und Bänderriss festgestellt. „Wir haben uns den Sieg teuer erkauft“, verwies Trainer Dirk Hennecke auf den drohenden Ausfall beider Stammspieler. Trotz aller Verletzungssorgen vergaß der FSV-Coach aber nicht, den Hut vor der Leistung seines Ex-Vereins zu ziehen. „Olpe spielt eine sehr gute Saison“, sagte Hennecke mit einem Blick auf das 3:0 gegen Menden.

Aber auch dem eigenen Gegner FSV Werdohl bescheinigte Hennecke eine starke spielerische Leistung. Umso mehr freute sich Hennecke über die Leistung seiner Mannschaft. Die hatte trotz Rückstand und der frühen Auswechslung ihres Kapitäns Florian Brüser „eine super Moral gezeigt“.

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