Landesliga

Hoffmann und Fernholz setzen auf Michel Schöler

Michel Schöler (rechts) wechselt zum VSV Wenden.

Michel Schöler (rechts) wechselt zum VSV Wenden.

Foto: Michael Meckel

Wenden.  Kurz vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim SV Hüsten meldet der VSV Wenden das Kommen des Ex-Gerlingers und Ottfingers Michel Schöler.

Achim Hoffmann weiß, dass der Fußballer Michel Schöler mit seiner Vorgeschichte polarisiert. Aber dass der überraschende Wechsel des Mittelfeldspielers so hohe Wellen schlägt, hätte der Sportliche Leiter des VSV Wenden nicht gedacht. Dabei wollten die VSV-Verantwortlichen die Schöler-Verpflichtung vor dem schweren Auswärtsspiel beim SV Hüsten 09 in Ruhe über die Bühne bringen. Das war mit dem Spieler auch so vereinbart.

Achim Hoffmann und Trainer Manuel Fernholz sind überzeugt, dass ihnen Michel Schöler weiterhelfen kann und wird. „Unser Landesligakader ist in der Qualität und Breite zu klein“, betont Hoffmann. Und deshalb hat sich der VSV Wenden nach Neuzugängen umgesehen. Weil Michel Schöler, bis zum Sommer spielender Co-Trainer beim Westfalenliga-Aufsteiger FSV Gerlingen, auf dem Markt war, fanden vor einigen Wochen die ersten Gespräche zwischen dem Blondschopf und Trainer Fernholz statt. Den in Kierspe wohnenden Übungsleiter interessieren die Negativschlagzeilen nicht, für die Schöler vor Monaten gesorgt hat. Aus „privaten Gründen“ ließ der Ex-Ottfinger den Wechsel zum Bezirksligisten SuS Niederschelden platzen, was am Rosengarten nicht nur Trainer Andreas Wieczorek erzürnte. Auch am Siepen hatte Michel Schöler schon verlängert, ehe das Angebot als Co-Trainer in Gerlingen kam.

Hüsten ist sehr treffsicher

Geschichten, die für Manuel Fernholz kein Thema mehr sind. Wendens neuer Trainer ist froh, mit Schöler einen spielstarken und erfahrenen Mittelfeldakteur gefunden zu haben, der schon in Hüsten zum Kader gehört. Die Häme im Internet, die hätten Achim Hoffmann und Co. ihrem Neuzugang aber gerne erspart.

Nur ein Punkt aus den Auftaktderbys gegen den SC Drolshagen und RW Hünsborn. Beim VSV Wenden werden schon Erinnerungen an den Fehlstart in der vergangenen Saison unter Jörg Rokitte wach. Steht der VSV frühzeitig unter Druck? „Das wäre übertrieben“, sagt Manuel Fernholz Der 38-Jährige weiß aber, dass die 0:2-Heimschlappe gegen Hünsborn zur Kirmes-Zeit weh tat.

Was Wenden noch nicht geschafft hat, ist dem SV Hüsten 09 beim Saisonstart gelungen: ein Dreier. Beim 5:4 gegen Brilon hat der SV Hüsten dort angeknüpft, wo er letzte Saison aufgehört haben: mit dem Tore schießen. 85 Mal hat Hüsten in der Serie 2018/19 getroffen, aber auch 71 Gegentore kassiert. „Die haben drei bis vier Spieler im Team, die wissen, wo das Tor steht“, erwartet Manuel Fernholz am Sonntag im Stadion Große Wiese (Anstoß 15 Uhr) geballte Offensivkraft. Aufpassen muss Wenden vor allem auf Steffen Kern, 2018/19 mit 25 Treffern bester Torschütze von Hüsten. Beim 5:4 nach 0:3-Rückstand gegen Brilon kam Kern von der Bank und traf zwei Mal. Andre Schilamow (Zerrung im Oberschenkel) und Florian Bublitz (Knieprobleme) sind stark fraglich, Kapitän Marco Bäumer und Alexander Horst im Urlaub.

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