RW Hünsborn

„Immer schön bescheiden bleiben“

Der Einsatz von Peter Stein (links im Duell mit Marvin Gouranis) ist fraglich. Der zweitbeste Hünsborner Torjäger (7 Tore) konnte berufsbedingt nicht trainieren.

Foto: Michael Meckel

Der Einsatz von Peter Stein (links im Duell mit Marvin Gouranis) ist fraglich. Der zweitbeste Hünsborner Torjäger (7 Tore) konnte berufsbedingt nicht trainieren. Foto: Michael Meckel

Hünsborn.  Andreas Waffenschmidt drückte auf die Euphoriebremse: „Ja, es hat alles gepasst. Aber jetzt muss es auch gut sein. Wir sollten immer schön bescheiden bleiben.“

„Mit Hohenlimburg haben wir nämlich jetzt den nächsten schweren Gegner vor der Brust,“ sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten RW Hünsborn nach dem 4:1-Sieg beim FC Lennestadt und mit Blick auf das Gastspiel des Tabellenfünften SV Hohenlimburg 10 am Sonntag (Anstoß erst um 15 Uhr).

Er freue sich aber natürlich, wie seine Mannschaft in Lennestadt aufgetreten sei. „Nachdem wir erfahren haben, dass Moritz Thöne nicht spielen würde, haben wir noch einmal taktisch umgestellt. Wir wussten, dass der FC Lennestadt gerade nach dem Ausfall von Thöne verstärkt mit langen Bällen auf Christian Schmidt operieren würde und darauf haben wir uns eingestellt. Das war sicher ein Schlüssel des Erfolgs.“

Beste Torjäger der Liga unter sich

Mit einem Sieg gegen Hohenlimburg kann RW Hünsborn am morgigen Sonntag auf den zweiten Platz klettern. Wer hätte das nach dem etwas holprigen Start – drei Niederlagen in den vier Auftaktspielen – gedacht? Andreas Waffenschmidt wiegelt ab: „Das mit dem zweiten Platz interessiert mich gar nicht. Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt nicht abheben, sondern den Boden unter den Füßen behalten. Gegen Hohenlimburg wäre ich erstmal mit einem Punkt zufrieden. Damit würden wie den Drei-Punkte-Abstand auf den fünften Platz verteidigen.“

Tore sind am Sonntag eigentlich programmiert. Denn mit Vincenzo Porello und Marius Uebach, der seine ganze Klasse mit seinen beiden Toren gegen den FC Lennestadt unterstrich, stehen sich die besten Torjäger der Landesliga gegenüber. Beide haben zwölf Mal getroffen.

Beim SV Hohenlimburg folgten starken Leistungen oft unerwartete Heimniederlagen, zum Beispiel gegen den FC Altenhof (2:3) und den FSV Gerlingen (0:1). Ein Spiel mit Symbolcharakter war das Spiel vor drei Wochen beim FC Lennestadt. Da kassierte Hohenlimburg trotz guter Leistung in den ersten 50 Minuten eine 0:4-Klatsche.

Und auch in dieser Woche setzte sich die „Achterbahnfahrt der Emotionen“ bei den Hohenlimburgern fort. Dem glanzvollen 5:2-Derbysieg am Sonntag gegen den SSV Hagen folgte am Donnerstag das Aus im Kreispokal durch eine 0:1-Niederlage gegen den Bezirksligisten FSV Gevelsberg.

Doch davon lässt sich Andreas Waffenschmidt nicht beirren: „Hohenlimburg gehört wie in den letzten Jahren wieder zu den besten Mannschaften der Liga.“

Die Heim-/Auswärtsstatistik spricht klar für RW Hünsborn: Die Bilanz der Hohenlimburger in der Fremde ist ausgeglichen: Je drei Siege, Unentschieden und Niederlagen. Hünsborn hat von fünf Heimspielen vier gewonnen und eins verloren (0:1 gegen Werdohl am 4. Spieltag).

Personell sieht es bei Hünsborn diesmal nicht ganz so rosig aus. Christian Salzmann und Peter Stein konnte vergangene Woche beruflich bedingt nicht trainieren. „Normalerweise spielen die dann nicht. Aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diesmal nicht von der Linie abrücken werde, um die erfolgreiche Mannschaft nicht auseinander zu reißen. Da muss ich noch eine Lösung finden“, so Andreas Waffenschmidt.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik