Halbmarathon

Jörg Heiner ist Deutscher Meister

Der Deutsche Meister, Jörg Heiner (Mitte), mit dem Zweiten Markus Mey (TV Eifeler Turnkraft Konzen, links) und Tobias Sippli (LV Pliezhausen).                             

Der Deutsche Meister, Jörg Heiner (Mitte), mit dem Zweiten Markus Mey (TV Eifeler Turnkraft Konzen, links) und Tobias Sippli (LV Pliezhausen).                             

Foto: Privat

Freiburg.   Die großen Hoffnungen des Jörg Heiner von der SG Wenden haben sich erfüllt.

„Klar, eine Medaille habe ich schon im Visier“, gab Heiner vor der Abfahrt nach Freiburg Einblick in seine Wünsche bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon.

Doch die Sonne schien nur für Jörg Heiner, als er mit Gold dekoriert wurde. Die Witterungsbedingungen waren schlecht. Und doch blieben die Uhren für Jörg Heiner schon nach 1:11:44 Stunden stehen. „Es goss zeitweilig wie aus Kübeln“, berichtete der Deutsche Meister der M45-Klasse, „wir hielten uns so lange wie möglich in der Messehalle auf, mussten dann aber zum Einlaufen doch raus in den Regen, bei sechs, sieben Grad nicht gerade angenehm. Das drückte natürlich auf die Stimmung.“

Dem neuen Titelträger war die Strecke nicht unbekannt. „Bei den vielen verwinkelten Abschnitten, dem häufigen Abbremsen und dann wieder auf Touren kommen hatten Crossläufer durchaus gewisse Vorteile. Es war ein verdammt hartes Stück Arbeit, ich habe selten so gekämpft“, blickte Heiner zurück. Er hatte Probleme mit Rücken und Oberschenkel. „In den Tagen zuvor nahm ich an einer Kampfrichterschulung teil und habe viel gesessen.“

Zweiter Mey 38 Sekunden zurück

Ab fünf Kilometer habe er sich durchgequält, aber mit den äußeren Bedingungen mussten sich ja alle Teilnehmer auseinandersetzen. Der Zweitplatzierte Markus Mey aus der Eifel, 38 Sekunden hinter Heiner im Ziel, hatte die Hoffnung, noch ranzukommen. Gegen Heiner war in seiner Altersklasse kein Kraut gewachsen.

Mit Jörg Heiner hatten sich auch Mark Fekadu, Thomas Schönauer und Judith Hacker auf den Weg in den Breisgau begeben – und konnten mit guten Resultaten wieder nach Hause fahren. Im Gesamteinlauf der Frauen kam die einzige Teilnehmerin aus Wenden mit 1:22:40 Stunden nicht nur auf eine starke Zeit, sondern belegte Platz 21 unter 151 Athletinnen.

Thomas Schönauer verpasste mit 1:21:26 Stunden seine Bestzeit nur um zwei Sekunden und kam auf Rang 18 seiner AK M40. Mark Fekadu fiel dem tückischen Asphalt und den nassen Straßenbahnschienen zum Opfer. Ein schwerer Sturz sorgte für unübersehbare Blessuren, aber er biss sich durch und erreicht nach 1:27:29 Stunden das Ziel – immerhin noch Platz 22 der AK M45.

In der Mannschaftswertung der M40/45 kam die SG Wenden auf Platz 5. „Dennoch“, so Jörg Heiner , „waren wir insgesamt sehr zufrieden.“ Egon Bröcher, Trainer der SG Wenden, war nicht vor Ort – und das war auch nicht unbedingt notwendig: „Die Jungs haben genug Erfahrung.“ Und damit war allen voran Jörg Heiner gemeint. „Jörg hat seine tolle Form der letzten Monate mit dem Gewinn des Titels nur bestätigt. In Anbetracht der schwierigen Umstände ist seine Zeit hervorragend.“ Den fünften Platz der Männer-Mannschaft beurteilt Bröcher in dem sehr stark besetzten Feld als „sehr gut“, ließ aber auch ein wenig Bedauern durchklingen, dass Neuzugang Marco Schwab (zuvor GW Kassel) nicht zur Verfügung stand. „Marco ist leistungsmäßig etwa mit Jörg Heiner vergleichbar.“

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