Westfalenliga

Keine weiteren Infizierten bei SG Finnentrop/Bamenohl

André Ruhrmann (links) und Vorsitzender Franz-Josef Cwiklinski.

André Ruhrmann (links) und Vorsitzender Franz-Josef Cwiklinski.

Foto: Michael Meckel

Bamenohl.  Gute Nachrichten für die SG Finnentrop/Bamenohl: Nach dem Coronafall gibt es keine weiteren Kranken im Kader.

Der Stillstand im überkreislichen Fußball trifft die Kicker des Westfalenligisten SG Finnentrop/Bamenohl besonders hart. Als Tabellenführer harren sie weiterhin aus und warten auf Neuigkeiten aus Kaiserau, wie es weitergeht. Mit einer Fortsetzung der Saison rechnen die Verantwortlichen unterdessen nicht.

Als Anfang der Woche die Nachricht publik wurde, dass sich ein Spieler der SG mit dem Corona-Virus infiziert habe, war die Aufregung am Bamenohler Schloss groß. „Daraufhin sind die Spieler, die mit dem Betroffenen viel Kontakt hatten, vom Gesundheitsamt untersucht und vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt worden“, erklärt André Ruhrmann, Sportlicher Leiter der SG Finnentrop/Bamenohl. Die Testergebnisse lieferten aber dann beruhigende Nachrichten: Alle getesteten Spieler waren negativ und somit gesund.

Noch ist völlig unklar, wo sich der betroffene Bamenohler Spieler infiziert hat. Vermutungen liegen nahe, dass es im Skiurlaub passiert sei. Aber zu 100 Prozent sicher sind die Verantwortlichen nicht. „Das kann niemand genau sagen, es kann auch woanders passiert sein“, gibt Ruhrmann zu Bedenken.

Auch die Sorge des FC Iserlohn, dem bislang letzten Gegner in der Meisterschaft der SG Finnentrop/Bamenohl, dass ihre Spieler infiziert worden wären, hat sich nicht bestätigt. „Wir haben ja auch ein große Interesse daran, dass keiner mehr infiziert wird“, betont Ruhrmann.

Hoffen auf Vernunft der Funktionäre

Für den Verein ist die Situation, wie für alle anderen Sportvereine im Kreis Olpe auch, eine schwierige voller Ungewissheit. Aktuell ruht der Trainingsbetrieb. „Wir halten uns an die vorgegebene Faktenlage und die besagt, dass wir bis zum 19. April kein Training und kein Spiel absolvieren dürfen. In unserer Wunschvorstellung stehen wir natürlich am 20. April wieder auf dem Platz und trainieren, das wäre der Best Case. Aber darüber zu spekulieren, ist derzeit nur rein hypothetisch. Wir können ja noch gar nicht abschätzen, wie sich die Lage noch entwickeln wird“, weiß der Bamenohler.

Sollten die Prognosen der Experten eintreffen, wird in diesem Jahr nicht mehr an Sport zu denken sein. Die offene Frage lautet, wie die Funktionäre beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) mit der abgebrochenen Saison umgehen werden.

„In erster Linie vertrauen wir da auf das Gespür der Entscheider und hoffen auf den nötigen Sportsgeist, um die bisherigen Leistungen der Mannschaft anzuerkennen. Fakt ist aber auch, dass die Verantwortlichen es nicht allen recht machen werden. Aber noch ist es müßig sich darüber Gedanken zu machen, es ist ja noch keine Entscheidung gefallen“, weiß Ruhrmann.

Wirtschaftlich werden die Ausfälle durchaus Spuren hinterlassen. „Sollten wirklich alle Spiele ausfallen, werden wir uns schon strecken müssen, um die Kosten nicht weiter zu steigern. Aber das geht ja letztlich allen Vereinen so“, erklärt der Bamenohler.

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