Kickboxen

Kickboxen: Daniel Zubicks sehnt den Kampf in Gießen herbei

Daniel Zubicks aus Ottfingen, hier bei dem letzten Kampf vor Corona in Hünsborn.

Daniel Zubicks aus Ottfingen, hier bei dem letzten Kampf vor Corona in Hünsborn.

Foto: volkher pullmann

Ottfingen.  Daniel Zubicks aus Ottfingen, Deutscher Meister im Thaiboxen in der Klasse bis 65 Kilogramm, tritt in Gießen seinen ersten Nach-Corona-Auftritt.

Rund 2200 Seelen wohnen in der zu Wenden gehörenden Ortschaft Ottfingen. Dass dort auch herausragende sportliche Talente zuhause sind, ist schon seit Jahren bekannt. Beach-Volleyballerin Isabel Schneider, die es schon zu höchsten Ehren gebracht hat, ist wohl das beste Beispiel.

Doch mit dem 21-jährigen Daniel Zubicks beherbergt der wendsche Ort einen relativ unbekannten Deutschen Meister – im Thaiboxen. Er ist amtierender nationaler Titelträger in der Klasse „bis 65 Kilogramm“.

Harte Sportart

Seinen letzten Auftritt hatte der „Kämpfer aus Ottfingen“ im Februar bei der EnergyFightNight in der Dorfgemeinschaftshalle Hünsborn. Es war die letzte Veranstaltung vor der Corona-Pandemie. Jetzt hoffen der Athlet wie auch sein Trainer Wadim Blagoweschtschenskij vom Energy Gym Wenden auf den Neustart am 8. August. „An diesem Tag wird Daniel in Gießen gegen den holländischen Profi Tsega Kraaijenzang vom Team ,Beast of the East’ aus Eindhoven in den Ring steigen“, freut sich Wadim Blagoweschtschenskij auf den ersten Nach-Corona-Auftritt seines Schützlings. „Daniel trainiert fünf Tage in der Woche je zweimal zwei Stunden, vormittags und abends.“

Die Härte dieser Sportart kann man nur erahnen, wenn man die Informationen des Trainers zur Kenntnis nimmt. „Thaiboxen gilt als einer der härtesten Sportarten der Welt überhaupt. Neben Techniken mit den Fäusten und Beinen setzen wir auch Knie und Ellenbogen ein. Im Wettkampfmodus werden die Techniken mit vollem Kontakt ausgeführt.“

EM-Kampf im Visier

Dass Prellungen, Platzwunden und blaue Flecken mögliche Begleiterscheinungen bei den Wettkämpfen sind, schrecken die Sportler nicht ab. „Im Gegenteil, sie motivieren ihn nur, noch härter zu trainieren, um die Verletzungen zu minimieren. Der Wunsch, der Stärkste zu sein, treibt ihn noch mehr an.“

Und so ist auch das mittelfristige Ziel, einen Kampf um die Europameisterschaft zu bekommen, schon fest im Visier des Vorzeigeathleten aus Ottfingen. „Wenn alles nach Plan läuft, wird dies am 27. Februar 2021 stattfinden. Und das im heimischen Wenden“, kommt beim Trainer schon so etwas wie Vorfreude auf, und er hofft natürlich, dass sein Schützling vor ausverkauftem Haus seine Fähigkeiten unter Beweis stellen kann.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben