Christoph Hebbeker

„Klar, der Aufstieg ist möglich“

Christoph Hebbeker, zurück beim FC Lennestadt (rechts).

Foto: Michael Meckel

Christoph Hebbeker, zurück beim FC Lennestadt (rechts). Foto: Michael Meckel

Lennestadt.   5. Juni 2016 in Ense: Nach dem Aufstiegsspiel FC Lennestadt gegen SC Verl II liegen sich die Spieler, Fans und Offizielle des FCL in den Armen.

Der Westfalenliga-Aufstieg des FCL ist perfekt. Für einen FCL-Spieler bedeutet dieses Spiel den - vorübergehenden – Abschied. Christoph Hebbeker zog studienbedingt nach Trier. Doch nach 20 Monaten kehrt der Innenverteidiger zurück.

Herr Hebbeker; wie sehr schmerzte es, dass Sie den FC Lennestadt nach dem Triumph Westfalenliga-Aufstieg verlassen mussten?

Ich war schon sehr traurig, den Verein zu verlassen. Aber das war unabhängig vom Aufstieg. Der Aufstieg hat mir den Abschied eigentlich leichter gemacht, da ich so mit einem tollen Erfolg „Tschüss“ sagen konnte. Außerdem wusste ich damals ja schon, dass ich irgendwann wieder zurückkomme.

Das „Abenteuer Westfalenliga“ dauerte für den FC Lennestadt nur ein Jahr. Wie haben Sie die Entwicklung ihrer Ex-Mannschaft verfolgt?

Zur fußballerischen Entwicklung kann ich nichts sagen, da ich nur selten bei den Spielen vor Ort war. Ab und zu habe ich mich bei meinen alten Mannschaftskollegen über die Situation informiert oder bin zum Training gegangen, wenn ich mal in der Heimat war. Somit ist der Kontakt zum FCL nie ganz abgerissen. Bemerkenswert finde ich, wie die Mannschaft trotz des Abstiegs zusammengehalten hat.

Etwas provozierend gefragt: Wäre es mit dem Innenverteidiger Christoph Hebbeker vielleicht anders gekommen?

Nein, das glaube ich nicht.

Wie sehr ärgern Sie sich, dass Sie das Derby gegen Ihren Bruder Steffen, der ja bei der SpVg Olpe spielt, verpasst haben?

Ein bisschen ärgert es mich schon. Ich habe noch nie gegen meinen Bruder gespielt. Nur früher auf dem Bolzplatz und im Training.

Wird das Wiedersehen mit Ihrem Bruder auf dem Spielfeld mal „nachgeholt“?

Ehrlich gesagt würde ich lieber wieder mit ihm spielen als gegen ihn.

Bei welchem Verein bzw. Vereinen haben Sie in den letzten 20 Monaten gespielt?

Für die DJK St. Matthias Trier und für den FSV Trier-Tarforst.Erst in der Bezirksliga und dann in der Rheinlandliga


Auf welcher Position?
Als Innen- und Außenverteidiger.

Was sind die größten Unterschiede zwischen dem Fußball im Kreis Olpe und in Rheinland-Pfalz?

Die Zuschauer. Im Kreis Olpe dreht sich alles um den Fußball, das merkt man auch sonntags auf dem Platz. In Trier sind die Zuschauermagneten da eher der Basketball, Handball oder der höherklassige Fußball mit Eintracht Trier. Klar, dass da der Amateurfußball etwas vernachlässigt wird.

Zur Gegenwart: Warum kehren Sie nach 20 Monaten zum FC Lennestadt zurück?

Ich ziehe wieder nach Kickenbach, weil ich mein Studium mit einer Masterarbeit bei der VIA Consult in Olpe abschließe. Da ist es für mich selbstverständlich, auch wieder beim FC Lennestadt zu spielen.

Vor drei Jahren haben Sie in einem Interview erklärt, dass im Kreis Olpe kein anderer Verein als der FC Lennestadt für Sie infrage kommen würde. Bleibt es dabei?

Ja.

Gab es denn Angebote anderer Vereine, vielleicht interessante Anfragen aus anderen Kreisen?

Nein.

Beim FC Lennestadt freut man sich sehr über Ihre Rückkehr. Trainer Jürgen Winkel bezeichnete Sie nach dem Aufstieg 2016 als einen der besten Innenverteidiger der Landesliga. Wie gehen Sie mit solch einem Kompliment um?

Ich habe mich natürlich über das Kompliment gefreut.

Nach dem Abstieg hat sich der FC Lennestadt wieder schnell gefangen. Er steht in der Landesliga auf dem zweiten Platz. Haben Sie damit gerechnet?

Nach den durchwachsenden Testspielen im Sommer haben damit wohl nur wenige gerechnet. Außerdem ist es nach einem Abstieg immer schwer, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Das haben die Jungs sehr gut gemacht.

Ist der sofortige Wiederaufstieg möglich?

Klar ist der möglich, mit nur einem Tor Rückstand auf den Tabellenführer. Das Ziel bleibt aber immer noch, unter die ersten fünf zu kommen. Viel wichtiger ist der Klassenerhalt der zweiten Mannschaft.

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