NRW-Meisterschaften

Leichtathleten aus dem Kreis Olpe räumen ab

Gedränge auf dem Podium: Ganz oben das Quartett der StG Olpe/Fretter mit (von links) Alina Hoberg, Christin Schneider, Julia Hippler und Annica Deblitz.

Gedränge auf dem Podium: Ganz oben das Quartett der StG Olpe/Fretter mit (von links) Alina Hoberg, Christin Schneider, Julia Hippler und Annica Deblitz.

Foto: Privat

Duisburg.  Drei Gold- und zwei Silbermedaillen springen in Duisburg heraus.

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Die fünf Medaillen, die die Nachwuchsathleten/innen aus Duisburg in den K reis Olpe entführten, glänzten noch mehr als die ohnehin schon strahlende Sonne.

Dreimal Gold und zweimal Silber, dazu weitere sehr gute Platzierungen, sorgten für ein Superwochenende für die Leichtathleten aus Olpe und Wenden; ohne aber die ebenfalls außerordentlichen Leistungen der Sportlerinnen vom LC Attendorn und der LG Südsauerland zu vergessen. Medaillen sind ja nicht alles. Auch die Mädels aus Attendorn und Lennestadt waren mehr als nur dabei. „Es macht immer Freude, Wattenscheid eine Stufe tiefer auf dem Podium zu sehen“, konnte Karl-Heinz Besting (SC Olpe) seinen Stolz über die tollen Zeiten und Platzierungen seiner Sprintmädels nicht verhehlen.

Sowohl die Staffel der StG Olpe/Fretter wie auch Emma Rehse über 200 Meter standen ganz oben, und auch Annica Deblitz konnte bei ihrem famosen Finale über 100 Meter und Platz 2 die Wattenscheider Konkurrenz mit drei Hundertstel Sekunden hinter sich lassen. Nur Franziska Schuster vom TuS Xanten zeigte ihr die Fersen.

Trainer Egon Bröcher „altert um Jahre“

Titel Nummer drei ging über 400 Meter an U18-Sportler Alexander Lind von der SG Wenden. Aber er ließ bei seinem Erfolg seinen Trainer Egon Bröcher fast um Jahre altern. „Er ist im Schlafwagenmodus losgegangen, bevor er erst bei 200 Meter seinen Turbo zündete. Dabei hatte er eine optimale Bahn, vor ihm sein ärgster Konkurrent. Alexander hatte also eine gute Orientierung.“

Dass es dann doch noch reichte, verdankte er einem anderen Konkurrenten auf der Innenbahn. „Als der plötzlich kam, wachte Alexander auf und schob sich unmittelbar vor dem Ziel an dem Mitfavoriten Simon Streit von Germania Überruhr vorbei“, schilderte Bröcher die aufreibende Endphase. Mit 50,62 Sekunden schnappte sich Alexander noch die Goldmedaille.

Die Zeiten und Erfolge von Annica Deblitz über 100 Meter, Platz zwei in 12,11 Sekunden, und Emma Rehses Sieg über 200 Meter in 24,66 Sekunden sind schwer vergleichbar. Aber beide katapultierten sich in die Top-Ten der aktuellen U18-Rangliste des DLV. Annica Deblitz erreichte im Vorlauf mit 12,05 Sekunden bei regulärem Wind (+1,2 m/s) das Finale und holte dann Silber. Emma Rehses Goldlauf endete nach 24,66 Sekunden und führte sie auf Platz 5 in der aktuellen DLV-Bestenliste.

Sprint fest in Olper Hand

Emma Rehse raus, Christin Schneider rein. Der Wechsel auf der Startposition konnte das Quartett nicht am knappen Erfolg hindern. Mit 47,73 Sekunden blieben Christin Schneider, Annica Deblitz, Alina Hoberg und Julia Hippler sieben Hundertstel-Sekunden vor dem härtesten Gegner aus Wattenscheid. „Der NRW-Sprint war bei der U18 fest in Olper Hand“, registrierte Besting ganz nüchtern.

Für die fünfte Medaille, nämlich Silber, sorgte Liv Heite in der W15 über 300 Meter Hürden in 46,47 Sekunden. „Sie wollte wohl zu viel“, vermutete Trainer Dieter Rotter, „der Lauf war etwas unrund, aber eine 45 vor dem Komma ist möglich.“ Stolz und glücklich war Lina Reiche auch ohne Medaille. Nach Platz 4 in Westfalen nun dieselbe Platzierung auf NRW-Ebene – und das in toller Bestzeit von 48,47 Sekunden.

Im Hochsprung geht es eng zu

Platz vier sprang auch für Wiebke Rosemeyer in der U18 über 400 Meter Hürden heraus, doch sie verfehlte mit 66,87 Sekunden noch knapp die DM-Norm, die 66,50 Sekunden beträgt.

Mehr als nur zufrieden war Christine Cordes, Trainerin der LG Südsauerland. Ihre Athletin Paula Simon raste über 200 Meter auf Platz fünf. Der Lohn: 25,44 Sekunden und Unterbietung der DM-Norm. Paula Simon ist schon für die nationalen Meisterschaften in Ulm gerüstet. Über 100 Meter allerdings musste sie im Vorlauf mit 12,72 Sekunden passen 17/100 Sekunden fehlten für das Finale. Das zweite Sprinttalent der LGS, Helena Tröster (W15), fiel kurzfristig aus. Erkrankung.

Ganz eng ging es beim Hochsprung der U18 im Mittelfeld zu. Die Medaillen waren für Lea Wiethoff vom LC Attendorn zwar nicht erreichbar, aber gleich sechs Athletinnen kamen auf 1,53 Meter und platzierten sich auf den Positionen 6 bis 11. Mittendrin auf Platz 8 Lea, die dem jüngeren des Doppeljahrgangs angehört und vom Jahrgang 2003 sogar Drittbeste war – doch dafür gab es keine Medaille. „Die letzten Sprünge waren äußerst knapp“, so Trainer Christoph Quinke, der jetzt für seine Athletin die NRW-Mehrkampfmeisterschaften im Visier hat.

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