Bezirksliga 5

LWL trifft plötzlich nach Belieben

LWL-Kapitän Sebastian Arens (rechts) und seine Mannschaftskollegen haben in den letzten Wochen das Tore schießen wieder entdeckt.

LWL-Kapitän Sebastian Arens (rechts) und seine Mannschaftskollegen haben in den letzten Wochen das Tore schießen wieder entdeckt.

Foto: Martin Droste

Neu-Listernohl.   Fußball-Bezirksligist ist in erstaunlich guter Form. In den letzten vier Spielen gab es drei Siege.

6:3 gegen den TSV Weißtal, 6:0 gegen den SV Setzen, zuletzt 7:3 beim Kiersper SC, dazwischen eine 2:4-Niederlage beim FC Eiserfeld. 21 Tore in vier Meisterschaftsspielen – die Offensivbilanz kann sich sehen lassen.

Auf einmal treffen sie wieder: die jungen Wilden vom Sportclub LWL 05. „Wir machen endlich die Dinger rein“, freut sich LWL-Trainer Dawid Jaworski. Dabei war das Tore schießen vor ein paar Wochen noch das große Problem beim Verein aus Neu-Listernohl, Windhausen und Lichtringhausen. Gleich reihenweise vergaben Dennis Busenius, Sebastian Arens und Co. allerbeste Torchancen.

Und weil sich auch die individuellen Fehler im Spielaufbau und in der Defensive häuften, ging der Schuss nach hinten los. Der Sportclub rutschte immer weiter Richtung Tabellenkeller. „Damit hatte keiner gerechnet, dass wir so weit unten stehen“, sagt Jaworski nicht zum ersten Mal.

Weniger individuelle Aussetzer

Trotz der Torflut der letzten Wochen ist LWL noch nicht aus dem Schneider. Bis zum ersten Abstiegsplatz (SV Setzen) sind es nur drei bzw. vier Punkte, wenn man das Torverhältnis von 60:58 dazu zählt. Damit stellt das Jaworski-Team die drittbeste Offensive der Fußball-Bezirksliga 5: hinter Spitzenreiter Ottfingen und dem Dritten Weißtal.

Warum klappt es beim Sportclub auf einmal mit dem Tore schießen? „Wir haben nichts umgestellt“, sagt Trainer Dawid Jaworski und betont: „Vorher haben wir ja auch nicht schlecht gespielt.“

Was sich geändert hat, ist die Chancenverwertung. Zudem sind individuelle Aussetzer weniger geworden. „Die Mannschaft, die auf dem Platz steht, ist eingespielt“, versucht Jaworski eine Erklärung für die kleine Erfolgsserie der letzten Wochen. Das gilt vor allem für die „Vier vorne“: Kapitän Sebastian Arens, Dennis Busenius, Michel Aspelmeyer und Marlon Klein.

Hinzu kommt das Quäntchen Glück in entscheidenden Szenen. „Beim 2:0 in Kierspe geht der Ball vom Innenpfosten ins Tor. Vor ein paar Wochen wäre er wieder rausgesprungen“, berichtet der LWL-Trainer. Noch gibt es für den 34-jährigen Übungsleiter aber keinen Grund zur Entwarnung. „Die Siege der letzten Wochen waren wichtig, denn unten punktet immer einer“, weiß Dawid Jaworski, dass der Tabellenplatz neun trügerisch ist. „Wir müssen nachlegen.“

Vor dem Heimspiel gegen Fortuna Freudenberg ist Jaworski sehr optimistisch. Calvin Klein stößt wieder zum Kader, fraglich ist nur Julius Hesmer. Einen Abstieg aus der Bezirksliga mag sich niemand beim Sportclub vorstellen. Das wäre für die Verantwortlichen eine sportliche Horrorvorstellung, vor allem für Dawid Jaworski.

Rolle mit A-Jugend getauscht

Der Attendorner will seinem Nachfolger Frank Keseberg auch aus Eigeninteresse ein Bezirksligateam übergeben. Denn Jaworski übernimmt im Sommer die A-Jugend von LWL.

Während die Senioren zuletzt drei Siege in vier Spielen geholt und dabei 21 Tore geschossen haben, zeigte die Formkurve der ebenfalls in der Bezirksliga spielenden A-Junioren in die andere Richtung. „Wir haben die Rollen getauscht“, blickt der künftige A-Jugendcoach auf die drei Niederlagen in Folge, die dem Team die Tabellenführung gekostet haben.

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