SG Finnentrop/Bamenohl

Mike Schrage und Moritz Kümhof: So geht’s den beiden

Alarm im Finnentrop/Bamenohler Strafraum. Christopher Hennes (Nummer 8) klärt vor Wiemelhausens Christopher Schmidt.

Alarm im Finnentrop/Bamenohler Strafraum. Christopher Hennes (Nummer 8) klärt vor Wiemelhausens Christopher Schmidt.

Foto: Lothar Linke

Finnentrop/Bamenohl.  Der Schock saß auch nach dem Spiel gegen Concordia Wiemelhausen noch tief bei der SG Finnentrop/Bamenohl.

Doch am Montag kehrte dann doch eine gewisse Erleichterung ein, was die Kopfverletzungen der beiden Westfalenliga-Fußballer Mike Schrage und Moritz Kümhof anging. „Mike Schrage wurde noch am Sonntag an der Nase operiert,“ berichtete André Ruhrmann, Sportlicher Leiter der SG, „bei ihm ist es ein Nasenbeinbruch. Zum Glück ist es nicht mehr als das. Am Jochbein ist nichts.“ Ende der Woche könne er das Krankenhaus wieder verlassen.

Angesichts der stark blutenden Wunde, gerade bei Mike Schrage, wusste jeder Augenzeuge sofort, dass da Schlimmes passiert war. Einige Spieler handelten blitzschnell, als sie sahen, was passiert war, sprinteten sofort Richtung Klubhaus und besorgten Tücher.

„Fußball wird zur Nebensache“

Mitte der zweiten Halbzeit waren Mike Schrage und Moritz Kümhof ohne Beteiligung des Gegners im Mittelkreis mit den Köpfen zusammengeprallt. Beide blieben lange liegen, beide wurden in Krankenhäuser transportiert. Schrage nach Lüdenscheid, Kümhof nach Altenhundem. „Ich glaube, beide tragen es mit einer Prise Humor,“ sagte André Ruhrmann in Anspielung auf Fotos, die die beiden Patienten schicken.

Moritz Kümhof trug eine Gehirnerschütterung davon. Auch er hatte geblutet und bekam einen „Turban“ verpasst. „Er hat einen Riesen-Cut an der Stirn,“ berichtete André Ruhrmann, „es war ja zunächst nicht sicher, ob er eine Gehirnerschütterung hat oder nicht. Deshalb galt: Safety first.“

Dankbar war man bei der SG Finnentrop/Bamenohl für die Unterstützung des Gastes aus Wiemelhausen bei der Erstversorgung, dafür gab es nachher im Klubhaus auch reichlich Applaus. Der Gästespieler Fabrizio Leone kümmerte sich besonders. Bei ihm waren Kümhof und Schrage in guten Händen, wie sich herausstellte: „Er ist im Hauptberuf Physiotherapeut,“ verriet Concordia-Trainer Jürgen Heipertz.

Beide Spieler werden dem Westfalenligisten vorerst fehlen. „Beide sind Leistungsträger, beide von besonderer Wichtigkeit,“ sagt Ruhrmann. Aber so wie er sie einschätzt, habe er „keine Sorge, dass sie nicht alles dafür tun, dass sie so schnell wie möglich wieder dabei sind.“

So bitter dies ist: „Drehen wir die Uhr mal ungefähr 24 Stunden zurück - was wir da für Gedanken hatten,“ verweist André Ruhrmann auf den Sonntag, an dem es passierte, und fügt hinzu: „In so einem Moment wie gestern wird Fußball zur Nebensache...“

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