Beachvolleyball

Nach Beach-Beben: Bieneck/Schneider starten mit Sieg

So jubelten Victoria Bieneck (li.) und die Sauerländerin Isabel Schneider nach ihrem Sieg im Finale der Deutschen Meisterschaft.

So jubelten Victoria Bieneck (li.) und die Sauerländerin Isabel Schneider nach ihrem Sieg im Finale der Deutschen Meisterschaft.

Foto: Frank Molter/dpa

Ottfingen/Sydney.   Für die Beachvolleyballerinnen Isabel Schneider und Victoria Bieneck beginnt eine besondere Saison – aus mehrfacher Hinsicht. Der Start gelang.

Beachvolleyball-Beben – so wurde das ab und an genannt, was sich bei den deutschen Frauen seit Anfang dieses Jahres ereignete. Nach dem Rücktritt von Olympiasiegerin Kira Walkenhorst trat ein Domino-Effekt ein, der für drei neue Teams sorgte. Laura Ludwig tat sich mit Margareta Kozuch zusammen, Julia Sude und Karla Borger fanden sich als neues Duo und ebenso erging es Chantal Laboureur und Sandra Ittlinger.

Nur ein Paar aus der nationalen Spitze blieb sich treu: Die aus Ottfingen stammende Isabel Schneider und ihre Partnerin Victoria Bieneck. Die amtierenden Deutschen Meisterinnen surften, wenn man es so ausdrücken möchte, unter dem Radar der Umwälzungen – und gefielen sich in dieser Rolle sehr gut.

Doch damit ist es vorbei. Auch für Bieneck/Schneider beginnt mit dem Drei-Sterne-Turnier der FIVB World Tour in Sydney am berühmten Strand „Manly Beach“ die Saison und damit die Qualifikationsphase für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio. Unter welchem Radar auch immer zu agieren – ist Vergangenheit.

Die Wechsel gelassen beobachtet

„Wir sind bereit“, teilten Bieneck/Schneider via Instagram mit. Sie berichteten von intensiven Trainingseinheiten am Stützpunkt in Hamburg sowie von diversen Trainingslagern zum Beispiel auf Teneriffa, „durch die wir uns wieder einen Schritt weiterentwickelt haben“.

Das Beachvolleyball-Beben? Sie verfolgten es gelassen. „Für uns war es wichtiger, den Fokus nur auf uns zu richten und so unser Spiel zu verbessern“, sagte Victoria Bieneck. Und: „Natürlich gab es viele Wechsel, aber wir konzentrieren uns auf uns – und den Rest wird die Zukunft zeigen.“

Ziel ist Olympia, aber nicht nur

Zwei Teams kann der Deutsche Volleyball-Verband nach Tokio schicken. Ein Platz wird über das so genannte Olympic Ranking, für das zwölf Turniere zählen, bestimmt, den anderen vergibt der Verband. Allerdings ist nicht nur Olympia im Blick der 27-jährigen Schneider und ihrer Partnerin, sondern auch der diesjährige Saisonhöhepunkt: Die Heim-WM vom 28. Juni bis 7. Juli in der Wahl-Heimat Hamburg. Und auch dafür beginnt die heiße Qualifikationsphase – in diesen Tagen im australischen Sand.

Direkt ins Achtelfinale?

Im ersten Spiel des Turniers gelang den an Position drei des Teilnehmerfeldes gesetzten Bieneck/Schneider ein 2:1-Pflichtsieg gegen die Kanadierinnen Julie Gordon/Shanice Marcelle. Im zweiten Gruppenspiel an diesem Donnerstag um 22.30 Uhr (deutscher Zeit) gegen Radarong/Hongpak (Thailand) haben sie die Chance, mit einem weiteren Sieg den direkten Einzug ins Achtelfinale klar zu machen.

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