Landesliga

Olpes Coach Thomas Hütte will Ex-Klub Wenden nichts schenken

Jan Germann (vorne rechts) wird im Heimspiel gegen Obersprockhövel unsanft gestoppt. Auch diese Szene beobachtete Wendens Trainer Manuel Fernholz damals im Kreuzbergstadion.

Jan Germann (vorne rechts) wird im Heimspiel gegen Obersprockhövel unsanft gestoppt. Auch diese Szene beobachtete Wendens Trainer Manuel Fernholz damals im Kreuzbergstadion.

Foto: martin droste / Martin Droste

Olpe.  In der Fußball-Landesliga empfängt die noch sieglose SpVg Olpe den VSV Wenden zum wichtigen Derby

Von Oktober 2010 bis zu seinem Rücktritt im April 2013 war Thomas Hütte Trainer des damaligen Bezirksligisten VSV Wenden.

„Das ist so weit weg“, sagt der Übungsleiter der SpVg Olpe vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein beim Landesligaderby im Kreuzbergstadion, bei dem er auf viele Bekannte wie Jens Solbach, Marco Bäumer, Michel Alfes oder Sebastian Henne trifft. „Als Trainer freue ich mich sehr auf dieses Derby“, betont Hütte und überschüttet den VSV Wenden fast mit Lob. „Das ist ein toller Verein, der Vorstand macht sehr gute Arbeit.“

Aber Geschenke will der Olper Trainer im Nachbarschaftsduell nicht verteilen. Davon hat es nach seiner Meinung in der letzten Saison und auch in den ersten drei Spielen der aktuellen Serie schon genug gegeben. Nach dem vierten Spieltag haben die zuletzt spielfreien Kreisstädter erst einen Zähler auf dem Konto. Geholt haben die Hütte-Schützlinge diesen Punkt ausgerechnet in der Partie, in der sie am wenigsten konkurrenzfähig waren: beim glücklichen 1:1 zu Hause gegen den umgruppierten SC Obersprockhövel. Torschütze war Jannik Buchen. Bei den anschließenden Niederlagen gegen Dröschede und Brilon hat Thomas Hütte sein Team „auf Augenhöhe“ gesehen. „Geholt haben wir aber nichts“, ärgert sich der Olper Coach. Dabei habe seine Mannschaft genügend Qualität im Kader. „Die müssen wir aber auch abrufen, um Punkte in der Hand zu halten“, nimmt Hütte das Team in die Pflicht. In seinem großen Kader fehlen am Sonntag Torhüter Niklas Obermann (Knieprobleme) und Leo Poletan (Urlaub). Weil für den Trainer der Spielvereinigung der „Leistungsgedanke“ klar im Vordergrund steht, wird auch schon mal Kapitän Thomas Rath zur Halbzeitpause ausgewechselt.

Fernholz nach 4:2-Sieg zuversichtlich

Dies und noch viel mehr konnte Manuel Fernholz am ersten Spieltag im weiten Rund des Kreuzberg-Stadions beobachten. Der Kiersper war zwei Tage zuvor bei seinem Einstand als Trainer des VSV Wenden beim 3:3 in Drolshagen mit einem blauen Auge davongekommen.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen Menden geht Fernholz selbstbewusst und zuversichtlich in das Derby in Olpe. „Wir wollen auf dem 4:2 aufbauen und einen Sieg mitnehmen.“ Wendens Trainer hofft, dass der Heimsieg gegen Menden der ersehnte Befreiungsschlag gewesen ist.

Aber fast hätte sich sein Team wieder nicht für den großen Aufwand belohnt. „Wenn das 3:3 gefallen wäre, hätten wir und alle dumm angeguckt“, weiß Manuel Fernholz. In der Nachspielzeit erzielte der für den angeschlagenen Andre Schilamow eingewechselte Michel Alfes mit seinem zweiten Treffer das erlösende 4:2. Gegen seinen Ex-Verein ist Alfes, der in Darmstadt studiert, noch fraglich. Neuzugang Schilamow trainiert weiter nur mit angezogener Handbremse. „Er kämpft sich so da durch“, sagt Manuel Fernholz, will und kann auf seinen Hochkaräter aber nicht verzichten. Der Ex-Werdohler Redouane El Alami ist im Urlaub, Florian Bublitz (Knieprobleme) fällt weiter aus.

„Wir wollen auf dem Naturrasen etwas mitnehmen“, freut sich Manuel Fernholz wie sein Kollege Thomas Hütte auf das Derby und den gepflegten Untergrund am Kreuzberg.

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