Finnentrop/Bamenohl

Ralf Behle: „Die Tabellensituation ausblenden“

Burhan Tuncdemir versucht, den Olper Oliver Ziegler per Klammergriff zu stoppen.

Foto: Lothar Linke

Burhan Tuncdemir versucht, den Olper Oliver Ziegler per Klammergriff zu stoppen. Foto: Lothar Linke

Finnentrop/Bamenohl.  Zwar ist Borussia Dröschede aktuell nicht der ärgste Konkurrent der SG Finnentrop/Bamenohl. Diese Rolle hat Werdohl mittlerweile übernommen.

Dennoch sieht SG-Trainer Ralf Behle das anstehende Heimspiel gegen Dröschede selbstverständlich als echtes Spitzenspiel und spürt eine große Vorfreude im Umfeld.

„Werdohl ist zurzeit die Nummer eins. Das muss man ganz ehrlich sagen“, sagt Behle mit Blick auf den gewaltigen FSV-Lauf. Alle 24 Punkte holte die Elf vom Riesei aus den letzten acht Spielen.

Doch darf Dröschede zumindest für sich verbuchen, über die Saison gesehen der ausdauerndste Verfolger der SG Finnentrop/Bamenohl gewesen zu sein. Heißt: Dröschede stand deutlich häufiger auf Platz zwei als Werdohl (siehe Kasten). Doch jetzt ist die Borussia Dritter. Und in Bamenohl hat sie bei nun acht Punkten Rückstand die wohl letzte Chance, im Landesliga-Titelrennen noch etwas zu reißen.

Qualität haben die Iserlohner Gäste nach wie vor. Daran ändert auch die faustdicke Überraschung vom vorigen Spieltag nichts. Am Sonntag vor Ostern unterlag die Borussia dem Schlusslicht SSV Meschede zuhause mit 1:3.

Danach herrschte eine gewisse Ratlosigkeit im Dröscheder Lager, zumal die Formkurve schon vor jenem Tiefschlag durchhing. Nach dem 1:3 gegen Meschede aber gab Andreas Friedberg, der mit Dragan Petkovic das Trainerduo bildet, dann doch zu, eine schlafarme Nacht verbracht zu haben. Oder wie er es ausdrückte: „Zu viele Gedanken für zu wenig Nacht.“

Überraschende 1:3-Niederlage

Gedanken dieser Art muss sich Ralf Behle nicht machen. Im Gegenteil, er sieht auch in der nun anbrechenden, heißen Saisonphase die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund. Rechenspiele will er so weit wie möglich hinten anstellen. Schon allein aus Erfahrung: „Immer wenn es uns gelungen ist, die Tabellensituation auszublenden, haben wir die Ergebnisse geholt, die wir haben wollen,“ weiß der SG-Trainer, „die Jungs sind intelligent genug, das auch am Sonntag so zu machen.“

Dazu passt, dass Behle und Co. nicht nach Gerlingen schielen. Dort spielt ja zeitgleich der große Konkurrent Werdohl. Ralf Behle: „Nein, wir haben am Sonntag niemanden in Gerlingen und werden uns während des Spiels auch nicht damit beschäftigen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und werden alles raushauen.“

So wie am Karsamstag in Olpe? Da ließ die SG mit einem 8:2-Testspielsieg aufhorchen. Ralf Behle winkt ab: „Sonntag wird ein ganz anderes Spiel,“ sagt er, will die Partie am Kreuzberg aber auch nicht allzu klein reden: „Acht Tore gegen einen Westfalenligisten musst Du erstmal schießen. Ein paar Körner und Selbstvertrauen wird das schon gebracht haben. Ich war jedenfalls mit vielem einverstanden, was ich da gesehen habe.“

Peter Bauerdick ist zurück im Training, Kevin Kloske steht vor der Rückkehr; fehlen werden der langzeitverletzte Andre Ruhrmann und der letztmalig rot-gesperrte Tim Schrage.

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