Fußball-Landesliga

Rot-Weiß Hünsborn bestreitet Spitzenspiel gegen Dröschede

Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt kann im Spitzenspiel gegen Dröschede wieder auf Jan Prothman (links im Zweikampf mit Wendens Alexander Horst) zurückgreifen. Der Ex-Olper ist aus dem Urlaub zurück.

Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt kann im Spitzenspiel gegen Dröschede wieder auf Jan Prothman (links im Zweikampf mit Wendens Alexander Horst) zurückgreifen. Der Ex-Olper ist aus dem Urlaub zurück.

Foto: Michael Meckel

Hünsborn.  Das Landesliga-Spitzenspiel bestreiten der Tabellendritte RW Hünsborn und der Zweite Borussia Dröschede am Löffelberg.

Mit einem Sieg kann RW Hünsborn dem Gegner bis auf einen und dem seit drei Spielen punktlosen Tabellenführer SpVg Hagen 11 bis auf drei Punkte auf die Pelle rücken. Anstoß ist am Sonntag, 15 Uhr am Löffelberg.

Ganz ehrlich: Wer hätte das vor rund zwei Monaten gedacht? Da warnte RWH-Trainer Andreas Waffenschmidt nach dem 1:2 gegen die SpVg Hagen 11 und den schweren Kreuzbandverletzungen seiner starken Stürmer Marius Uebach und Luca Künchen noch, dass seine Mannschaft gegen den Abstieg spiele.

Hagen 11 schwächelt

Doch dann folgte eine Erfolgsserie von RW Hünsborn mit zuletzt drei Siegen in Folge. Und gleichzeitig begann der bis dahin so souveräne Spitzenreiter SpVg Hagen 11 zu straucheln. Zuletzt gab es für ihn drei Niederlagen in Folge. Und so rückte oben alles eng zusammen. Auf den Abstiegsrelegationsplatz, auf dem der VSV Wenden steht, hat Hünsborn inzwischen ein sattes Polster von zwölf Punkten. Und so kann sich auch Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt ein Lächeln nicht verkneifen: „Die Phrase vom Klassenerhalt will natürlich niemand mehr hören und die werde ich auch nicht mehr bemühen.“

Dennoch hält Andreas Waffenschmidt vor dem Topspiel bewusst den Ball flach: „Ob Ihr es glaubt oder nicht: Der Tabellenplatz ist mir eigentlich egal. Daran sollen sich die Spieler und Fans erfreuen. Wichtig ist für mich die Entwicklung meiner Mannschaft. Und die macht mich froh und sehr glücklich. Von einer Spitzenmannschaft sind wir noch weit entfernt. Dass wir jetzt die Chance haben, ganz vorne heranzukommen, hat eigentlich mehr mit der aktuellen Schwäche von Hagen 11 zu tun. Das konnten wir kaum beeinflussen.“

Bereit, den schwierigen Weg zu gehen

Und was hat sich in den vergangenen Wochen am Löffelberg so positiv entwickelt? Andreas Waffenschmidt? „Das Spiel war am Anfang schon auf Marius Uebach und Luca Künchen angelegt. Als klar war, dass sie lange ausfallen würden, mussten wir was ändern. Dabei haben alle hervorragend mitgezogen. Sie waren bereit, einen schwierigen Weg mitzugehen. Mit dem Erfolg kam das Selbstvertrauen und in einigen Spielen auch das nötige Quäntchen Glück dazu“, antwortet der Hünsborner Trainer. Er fügt hinzu: „Auch ich habe mich in den letzten Wochen etwas verändert. Ich bin eigentlich noch ein Trainer der alten Schule. Ich habe aber erkannt, dass die Welt anders läuft als vor 15 Jahren, als ich als Trainer angefangen habe.“

Für das Topspiel schiebt der Hünsborner Trainer den Gästen aus Dröschede klar die Favoritenrolle zu: „Dröschede spielt schon seit Jahren ganz vorne mit. Irgendwie haben sie am Schluss den entscheiden Schritt nach ganz vorne nicht geschafft. Aber in dieser Saison befinden sie sich in einer sehr aussichtsreichen Position. Die haben eine sehr spielstarke Mannschaft.“ Vor allem im Sturm sind sie mit Top-Torjäger Kingsley Kanayo Nweke (12 Tore), Denis Rödel (6) sehr stark aufgestellt. Mit einem Punkt wäre Andreas Waffenschmidt sehr zufrieden. Alles andere sei dann ein Zubrot.

Kippt Hagen 11 von der Spitze?

Für Dröschede steht am Löffelberg nicht mehr und nicht weniger als die Tabellenführung auf dem Spiel. Mit einem Sieg in Hünsborn würde es erstmals seit dem zweiten Spieltag einen anderen Spitzenreiter als die SpVg Hagen 11 geben, denn die hat spielfrei.

Trotz des Sieges gegen den SC Drolshagen zuletzt war Borussen-Trainer Dragan Petkovic nicht zufrieden. Sie habe einen zu hohen Aufwand betrieben und nur ein Tor aus dem Spiel heraus erzielt. Petkovic hofft, dass die Verletzten Okan Gözütok und Abdelaziz Slimi wieder ins Team zurückkehren. Bei RW Hünsborn sieht es personell sehr gut aus. Waffenschmidt freut sich sehr, dass Jan Prothmann aus dem Südafrika-Urlaub zurückgekehrt ist und am Sonntag zur Verfügung steht.

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