Sportgericht

Rüblinghausen gegen Niederschelden wird wiederholt

Der VfR Rüblinghausen (Szene aus dem Spiel gegen Deuz) tritt nochmals gegen Niederschelden an.

Der VfR Rüblinghausen (Szene aus dem Spiel gegen Deuz) tritt nochmals gegen Niederschelden an.

Foto: M. Wagner

Rüblinghausen.   Das Bezirksliga-Fußballspiel zwischen dem VfR Rüblinghausen und dem SuS Niederschelden (2:3) wird neu angesetzt.

Damit gab das Bezirkssportgericht am Mittwoch Abend nach mündlicher Verhandlung in der „Bürgerstube“ in Olpe dem Einspruch des VfR Rüblinghausen statt, weil es nach Befragung mehrerer Zeugen beider Parteien zu der Überzeugung gekommen war, dass ein Regelverstoß vorgelegen habe am 7. Oktober. Nahezu übereinstimmend sagten die Zeugen aus, dass der Schiedsrichter dem Niederscheldener Akteur Luca Zips zwei Mal die Gelbe Karte gezeigt hatte: Erst in der 87. Minute wegen einer vermeintlichen Schwalbe und in der Nachspielzeit wegen Trikot-Ausziehens beim Torjubel. Der Unparteiische dagegen behauptete: „Ich habe Gelb-Rot gezeigt, und das in einem zügigen Zeitablauf.“

Ungewöhnlich: Beide Seiten einig

Doch das war für das Sportgericht unter dem Vorsitz von Friedhelm Nagel nicht einmal das Entscheidende. Vielmehr sah es den Regelverstoß des Schiedsrichters darin, dass der Spieler nach der zweiten Verwarnung weiter am Spiel teilgenommen hat, wenn auch nur für etwa eine Minute. Luca Zips selbst gab an, den Platz nicht verlassen zu haben, weil er nicht von einem Feldverweis gegen ihn ausgegangen war. „Kein Rot, kein ausdrücklicher Platzverweis“, so seine Argumentation. Auch SuS-Kapitän Steven Schäfer gab an: „Ich habe definitiv keine Rote Karte gesehen.“

In seinem Schlusswort war Joachim Schlüter, 1. Vorsitzender des VfR Rüblinghausen, fest davon überzeugt: „Hier hat ein Regelverstoß vorgelegen.“ Hinzu komme, so Schlüter die Frage, ob der Spielstand durch diesen Regelverstoß mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst hätte werden können, was er bejahte. „Wenn es 4:0 steht, dann haut man den Ball über den Zaun, und das war es dann,“ so Schlüter. So aber stand es erst 2:3 und sei ist im Fußball noch einiges möglich.

Letztlich war es eine ungewöhnliche Verhandlung. Ungewöhnlich deshalb, weil sich beide Vereine vollkommen einig waren in ihren Darstellungen. Vorsitzender Nagel: „Ich bedanke mich ausdrücklich, dass hier so offen und ehrlich mit der Sache umgegangen wurde.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben