Landesliga

RW Hünsborn kommt zur Heimpremiere des VSV Wenden

Aufeinadertreffen beim Gemeindepokal vor drei Wochen: Der Wendener  Redouane El Alami (rechts) versucht, den Hünsborner Christian Salzmann zu stoppen. 

Aufeinadertreffen beim Gemeindepokal vor drei Wochen: Der Wendener Redouane El Alami (rechts) versucht, den Hünsborner Christian Salzmann zu stoppen. 

Foto: meinolf Wagner

Schönau/Hünsborn.  Bereits am Donnerstag treffen sich der VSV Wenden und Rot-Weiß Hünsborn zum Derby der Fußball-Landesliga in Schönau.

Den spielfreien Sonntag hat Manuel Fernholz genutzt, um sich das Landesligaspiel zwischen der SpVg Olpe und dem SC Obersprockhövel anzuschauen. Auf die beiden Mannschaften trifft der neue Trainer des VSV Wenden mit seinem Team in den nächsten Wochen.

Eigentlich wollte Fernholz den Nachbarn RW Hünsborn, Derbygegner am Donnerstag um 19.30 Uhr in Schönau, unter die Lupe nehmen. Doch weil die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück wie erwartet vom Spielbetrieb zurückgezogen wurde, fiel die Hünsborner Saisonpremiere aus. Deshalb tauschte Wendens Übungsleiter den Löffelberg mit dem Kreuzberg.

Zum Thema Rückzug von Erndtebrück 2 hat Andreas Waffenschmidt eine klare Meinung, Hünsborns Coach will sich aber zurückhalten. „Ich lasse es besser, mich dazu zu äußern. Das verändert die Sache ja nicht“, sagt Waffenschmidt, der sich wie viele andere „innerlich darauf eingestellt hatte“. Eines kann der Gästetrainer aber nicht verstehen und kritisiert dabei auch den Verband: „Erndtebrück meldet eine dritte Mannschaft an und die Reserve ab.“

Hoffen auf eine tolle Kulisse

Das Tierschaufest in Drolshagen kennt Manuel Fernholz, der insgesamt fünf Jahre am Buscheid aktiv war. Die Wendener Kirmes dagegen bislang nur vom Hörensagen. Als der Kiersper in der Saison 2005/06 für den VSV verteidigte, war das größte Volksfest Südwestfalen schon vorbei. Die Bedeutung der „Kärmetze“ für die Fußballvereine der Gemeinde kann sich der 38-jährige aber vorstellen. Deshalb wünscht er sich für die Platzherren den Dreiklang „ein schönes Derby, ein gutes Ergebnis und eine tolle Kulisse“.

Nach dem „glücklichen Punkt“ zum Auftakt beim Aufsteiger SC Drolshagen sieht Manuel Fernholz sein Team in der Pflicht. „Wir müssen es am Donnerstag besser machen.“ Allerdings ist die personelle Situation bei den Gastgebern nicht so rosig. So fällt Neuzugang Florian Bublitz aus, dem in Drolshagen die Kniescheibe rausgesprungen ist. Auch der regionalliga-erfahrene Andre Schilamow ist fraglich. Nachwuchsspieler Julius Arens fehlt urlaubsbedingt.

Schon zwei Begegnungen auf Turnieren

Auch ohne eine Spielbeobachtung am Löffelberg glaubt sich Wendens neuer Trainer über den Derbygegner gut informiert. Beide Mannschaften standen sich beim Gemeindepokal und beim Germanen-Cup gegenüber. „Hünsborn hat zwei starke Innenverteidiger. Dazu kommen Daniel Jung auf der Sechserposition sowie mit Luca Künchen und Marius Uebach zwei überragende Stürmer. Das ist eine stabile und gewachsene Mannschaft“, spricht Manuel Fernholz mit Hochachtung von den Gästen vom Löffelberg. Apropos Uebach: Hünsborns Torjäger fällt am Donnerstag weiter aus. Andreas Waffenschmidt ist es im Übrigen leid, Wasserstandsmeldungen über den Fitnesszustand seines immer wieder verletzten Stürmers abzugeben. Erst wenn der Offensivspieler zwei, drei Monate am Stück gespielt hat, ist das für Waffenschmidt ein Thema.

Den Nachbarn aus Schönau hat Andreas Waffenschmidt beim 3:3 in Drolshagen beobachten lassen. „Ich selbst hatte Training“, betont der Übungsleiter der Rot-Weißen. Aber auch ohne den Saisonstart des Gegners selbst gesehen zu haben, ist Wenden für den Freudenberger „mit den Verstärkungen eine andere Mannschaft“ als in der vergangenen Saison. Die steht, so der Hünsborner Trainer, „gegen uns etwas unter Zugzwang“.

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