Fußball-Kreisliga A

Sander betritt beim TuS Lenhausen sportliches Neuland

TuS-Vorsitzender Stefan Bischopink (Mitte) mit dem Manuel Sander (rechts) und Co-Trainer Eddie Fatnassi.

Foto: privat

TuS-Vorsitzender Stefan Bischopink (Mitte) mit dem Manuel Sander (rechts) und Co-Trainer Eddie Fatnassi. Foto: privat

Lenhausen.   Am Ende ging beim TuS Lenhausen alles ganz schnell.

Noch vor zwei Wochen hatte Stefan Bischopink gegenüber dieser Zeitung betont, dass der A-Kreisligist mit dem Trainer-Duo Manuel Bock und Stefano Cavati in die Rückrunde geht. Wenige Tage später stellte der 1. Vorsitzende des TuS schon die Nachfolger vor: Spielertrainer Manuel Sander und Co-Trainer Eddie Fatnassi.

Bock und Cavati stehen aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Das hatte sich vor zwei Wochen - siehe oben – noch ganz anders angehört.

„Eigentlich hatte ich für die nächste Saison zugesagt“, berichtet Manuel Sander, den sie bei seinem Heimatverein FSV Werdohl nur „Manni“ nennen. Beim Verein aus dem Märkischen Kreis war der 33-Jährige als Spieler und zuletzt Trainer eine Institution. Nach der Vize-Meisterschaft im letzten Jahr hinter der SG Finnentrop/Bamenohl mischt Werdohl auch in dieser Saison wieder an der Tabellenspitze mit und ist mit nur einem Punkt Rückstand auf das Top-Duo RSV Meinerzhagen und FC Lennestadt in die Winterpause gegangen.

Erstes Training am Dienstag

Das neue Sportjahr 2018 war erst wenige Tage alt, da sorgte der Klub vom Riesei für einen Paukenschlag und trennte sich von seinem erfolgreichen Trainer. Dabei wollte Sander seinen bis zum Sommer geltenden Vertrag erfüllen. „Ich bin denen wohl auf die Nerven gegangen“, glaubt der 33-Jährige zu wissen. Jedenfalls wirft der ehemalige FSV-Kapitän den Werdohler Verantwortlichen „Planlosigkeit“ vor und vermisst ein sportliches Konzept. „Ich hatte keine Lust auf so ein Rumgeeiere und wollte den Karren nicht gegen die Wand fahren“, redet Sander Klartext.

Nach dem Rausschmiss bei seinem Heimatverein öffnete sich plötzlich eine andere Tür, mit der „Manni“ Sander gar nicht gerechnet hatte. „Der TuS Lenhausen ist auf mich zugekommen.“ Erst sagte der Werdohler dem Olper A-Ligisten für die neue Saison zu. Dann ging nach der Trennung von Manuel Bock und Stefano Cavati alles ganz schnell. Am vergangenen Dienstag leitete Sander sein erstes Training in Lenhausen und brachte auch gleich seinen Co-Trainer Eddie Fatnassi vom Riesei mit.

Gleich ein Tor im ersten Spiel

Manuel Sander weiß, dass er sich auf sportliches Neuland eingelassen hat. Denn mit Kreisligafußball im Nachbarkreis hat der Ex-Stürmer mit Westfalenligaerfahrung noch keine Erfahrung. „Das ist eine gute Herausforderung. Ich kann das noch schlecht einschätzen, habe aber von vielen gehört, dass die Olper Kreisliga A stärker sein soll als im Kreis Lüdenscheid“, betont der neue TuS-Trainer.

Das erste Testspiel beendete Manuel Sander mit einem 4:1-Sieg gegen den A-Ligisten TuS Herscheid. Nach einer ersten Halbzeit als Innenverteidiger rückte der 33-Jährige in den zweiten 45 Minuten in den Angriff vor. Mit seiner Leistung war Sander ganz zufrieden. „Ich habe ein Tor geschossen und einen Elfmeter rausgeholt.“ Den fälligen Strafstoß verwandelte Routinier Heino Wohlfahrt, den der Nachbarklub TV Rönkhausen wie Manuel Bock schon als Sommer-Neuzugang gemeldet hat. „Manni“ Sander hofft, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Von Wohlfahrt hält der neue Coach jedenfalls eine Menge. „Er kann eine Führungsrolle übernehmen.“

Eine Hintertür hält sich Manuel Sander in eigener Sache offen. „Ich muss erst einmal sehen, ob alles passt und das mein Ding ist.“ Denn seine Ansprüche haben sich auch in Lenhausen nicht verändert. „Ich will jeden einzelnen Spieler verbessern und das Maximum herausholen“, bekräftigt der neue TuS-Trainer. Zunächst will der 33-Jährige aber seine neue Mannschaft kennenlernen, dann in der Rückrunde „so schnell wie möglich Punkte zu sammeln“, um nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten.

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