Kreisliga C Olpe

SC Bleche/Germinghausens Aufstieg mit acht Jahren Anlauf

Auf dem Weg in die Kreisliga B: Die Spieler des SC Bleche/Germinghausen.

Auf dem Weg in die Kreisliga B: Die Spieler des SC Bleche/Germinghausen.

Foto: Fabian Schmidt

Bleche/Germinghausen.   2008 steigt der SC Bleche/Germinghausen in die Kreisliga A auf, 2011 in die Kreisliga C ab. Nun hat die Leidenszeit ein Ende.

Die Leidenszeit dauerte acht Jahre. 2011 stieg der SC Bleche/Germinghausen aus der Kreisliga B ab und verschwand in der Kreisliga C. Bis jetzt. Am Sonntag feierte der Traditionsklub seine Rückkehr.

Unverhofft kommt oft. „Wir waren eigentlich gar nicht darauf eingestellt, dass wir bereits am Sonntag den Aufstieg perfekt gemacht haben“, schmunzelte Fabian Schmidt, Sportlicher Leiter des SCB. Dass der größte Verfolger, die zweite Mannschaft der SpVg Olpe, ausgerechnet beim Derby in Rüblinghausen patzen würde- damit war nicht zu rechnen. „Ich war fest davon überzeugt, dass die Olper das gewinnen. Man kann das Rüblinghausen gar nicht hoch genug anrechnen. Für die ging es um nichts mehr und die haben sich trotzdem so reingehangen.“, lobt Schmidt die Einstellung des VfR.

Nachricht von VfR-Sieg verleiht Flügel

Die Nachricht von der Olper Niederlage erreichte in der Halbzeitpause die SC-Spieler, die ihre Partie beim FC Attendorn/Schwalbenohl bestreiten mussten. „Bis dahin haben wir uns dort schwer getan, aber die Nachricht gab noch einmal einen richtigen Motivationsschub“, weiß Schmidt. Andreas Tieste, Philipp Clemens und Patrick Neu trafen in der zweiten Hälfte, sorgten für den 3:0-Erfolg und feierten damit den ersten Aufstieg seit 2008.

Damals stieg der Klub noch in die zweigleisige Kreisliga A auf. Einer der damaligen Aufstiegshelden war der heutige Sportliche Leiter. „Danach haben wir die Qualifikation für die eingleisige Kreisliga A verpasst, wurden in die Kreisliga B eingruppiert“, erinnert sich Schmidt. 2011 folgte der Abstieg in die Kreisliga C.

Seitdem gab es Höhen und Tiefen. „Das ist in dieser Liga nicht leicht gewesen. Als erste Mannschaft hast du es da besonders schwer, weil du dich im Titelrennen meistens mit Reservemannschaften messen musst. Und wenn die aufsteigen wollen und sich von oben verstärken, dann hast du keine Chance“, weiß Schmidt.

Zusammenhalt ist die größte Stärke

Seit drei Jahren sind die Drolshagener immer wieder am Aufstieg gescheitert. Das Problem: „Wir haben immer gegen die vermeintlich leichten Gegner die entscheidenden Punkte hergeschenkt. Dass hat sich dieses Jahr verbessert, die Jungs haben Zusammenhalt und Kampfgeist bewiesen und endlich das Ziel erreicht“, betont Schmidt.

Zusammenhalt ist wohl auch das wichtigste Attribut, das man benötigt, um Mannschaft und Verein zu beschreiben. „Die Jungs sind wie eine große Clique. Der Großteil der Mannschaft besteht ja aus heimatnahen Spielern, die alle aus Bleche und Germinghausen kommen. Wir sind froh, dass wir viele junge Leute und ein paar alte Hasen in der Mannschaft haben. Das gilt auch für das Zusammenspiel zwischen erster und zweiter Mannschaft“, sagt der Sportliche Leiter.

Hinzu kommt Trainer Ralf Decher. „Ralf ist ein sehr wichtiger Faktor bei diesem Aufstieg. Er ist seit Jahren hier und wir freuen uns, so einen guten Trainer zu haben“, weiß Schmidt um die Qualitäten des ehemaligen Wendener und Altenhofer Trainers, der seit 2016 in der Lumicke das Sagen hat.

Gefeiert wurde die Meisterschaft spontan im Vereinslokal Bauernschänke. „Da brachen alle Dämme“, versichert Schmidt abschließend.

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