Bezirksliga 5

SC Drolshagen muss ein dickes Brett bohren

Der SV Ottfingen muss möglichst beide ausstehenden Spiele gewinnen, um noch im Rennen um die Bezirksliga-Meisterschaft zu bleiben. Am Sonntag kommt der TuS Plettenberg zum Siepen.

Der SV Ottfingen muss möglichst beide ausstehenden Spiele gewinnen, um noch im Rennen um die Bezirksliga-Meisterschaft zu bleiben. Am Sonntag kommt der TuS Plettenberg zum Siepen.

Foto: Meinolf Wagner

Ottfingen/Drolshagen.   Mit unverminderter Schärfe hält die Spannung an in der Fußball-Bezirksliga an.

Vor Spitzenreiter SC Drolshagen und dem Rangzweiten SV Ottfingen liegen jetzt die Wochen der Wahrheit zur Titelfrage. Genau gesagt: Zwei Wochen. Zwei Spiele.

Der SC Drolshagen ist hinreichend gewarnt. Mit dem SuS Niederschelden gibt am Sonntag um 15 Uhr die Mannschaft der Stunde ihre Visitenkarte am Buscheid ab. „Am Ende setzt sich der durch, der den längsten Atem besitzt“, gab der Drolshagener Trainer Holger Burgmann zu verstehen. Er und seine Mannschaft hegen „den Anspruch, Meister zu werden,“ Zunächst gelte es, „den SV Ottfingen weiter unter Druck zu setzen“.

Der A-Schein-Inhaber lobt seine Spieler ausdrücklich, vor allem für die Art und Weise, wie sie die aktuelle Verletzungsmisere meistert: „Egal, mit welcher Mannschaft wir aufgelaufen sind, das Team hat immer geliefert. Der Grund ist, dass die Truppe von ihrem Zusammenhalt lebt“. Das hat der Tabellenführer beim 2:1-Auswärtssieg vom vergangenen Wochenende bei Fortuna Freudenberg unter Beweis gestellt.

Großer Respekt vor Niederschelden

Stammkeeper Jannis Rothstein fehlt schon seit Wochen und Tom Gummersbach kassierte im A-Juniorenspiel die Karte und so musste mit Dennis Jaques die Nummer drei in der Hierarchie ran. Aber es passte. „Es ist ein hartes Brett, was wir vor uns haben gegen eine unfassbar gute Scheldener Mannschaft“, erklärt Tobias Stahlhacke, der sportliche Leiter des SC Drolshagen. „ich denke, hier ist sicher die Tagesform entscheidend. Es zählt nur das nackte Ergebnis. Wir müssen im Gegensatz zu den letzten beiden Spielen gegen Kierspe und Freudenberg) wieder einmal in Führung gehen. Dies würde vieles erleichtern“. Ob Torhüter Tom Gummersbach gegen den SuS Niederschelden zur Verfügung steht, hängt von der Sperre ab, die Gerhard Massing, Staffelleiter A-Junioren, ausspricht.

Der SuS Niederschelden, trainiert vom früheren Hünsborner Trainer Andreas Wiczorek, hat in der Rückrunde nur eine Begegnung verloren und zwar beim SV Ottfingen mit 2:3. Lange befanden sich die Siegerländer im Abstiegskampf, doch mit der Rückholaktion von Dennis Noll wurde die gesamte Mannschaft deutlich stabiler. „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit meines Kollegen Andreas Wiczoreck, der Niederschelden mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in sichere Gefilde der Liga geführt hat“.

Dran bleiben heißt es für den SV Ottfingen im Rennen um den Titel gegen den TuS Plettenberg am Sonntag um 15 Uhr. Vorteil für die Mannschaft vom Siepen: Sie hat das bessere Torverhältnis (69:28) gegenüber dem SC Drolshagen (59:28). Die Schützlinge von SVO-Trainer Benjamin Simon sind gewarnt, denn beim Heimspiel gegen den Kiersper SC gab es mit 2:4 eine böse Überraschung.

Keine Alternative zu einem Dreier

Beim Gastspiel im Johannland gegen Germania Salchendorf kann man der Mannschaft den Kampf-und die Laufbreitschaft nicht absprechen. Doch vieles wirkte verkrampft und keiner traute sich zu, in einer knackigen Eins gegen Eins- Situation, um Zeichen zu setzen. „Wir müssen die beiden Spiele gewinnen und hoffen, dass Drolshagen noch Punkte lässt“, bewertet Karl-Heinz Linke der sportliche Leiter die aktuelle Situation am Siepen, „die Mannschaft hat sich durch unnötige Punktverluste in diese Drucksituation gebracht“.

Aller Voraussicht wird es zu einer Relegation mit den anderen elf Tabellenzweiten der Bezirksligen kommen, „wenn es so sein sollte, nehmen wir diese Aufgaben an“, sagt Karl-Heinz Linke. Für Sonntag sind bis auf Patrick Stock alle Mann an Bord. In der vergangenen Spielzeit gewannen die Schwarz-Gelben vom Siepen beide Spiele (4:2 in Ottfingen und 5:0 in Plettenberg).

Der TuS Plettenberg, der nach vollbrachtem Klassenerhalt befreit aufspielen kann, wird vom früheren Olper Konstantinos Michailidis trainiert und befindet sich im Aufwind. Sie haben mit Vincent Schlottmann (18 Tore), Fadi Mrida (9 Tore) und Volkan Karadag geballte Offensivkraft in ihren Reihen. Dennoch bringt es der Ottfinger Trainer Benjamin Simon auf den Punkt: „Es gibt keine Alternative zu einem Dreier. Wir müssen von Beginn an Präsenz in den Zweikämpfen zeigen und dazu eine bessere Chancenauswertung.“

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