Westfalenpokal

SC Drolshagen verkauft sich prima

Der Durst spielt mit beim Westfalenpokalspiel zwischen Drolshagen und Wiemelhausen, und das auf beiden Seiten. Schiedsrichter Felix Weller gewährt den Spielern Trinkpausen, die sie - wie man sieht - gern annehmen.

Der Durst spielt mit beim Westfalenpokalspiel zwischen Drolshagen und Wiemelhausen, und das auf beiden Seiten. Schiedsrichter Felix Weller gewährt den Spielern Trinkpausen, die sie - wie man sieht - gern annehmen.

Foto: Lothar Linke

Drolshagen.  Platt waren sie mehr oder weniger alle. Aber so wirklich unzufrieden verließen die Landesliga-Fußballer des SC Drolshagen den Rasen keinesfalls.

Denn nicht nur der Applaus des Publikums bestätigte ihnen, was sie zu dem Zeitpunkt schon selbst wussten: Sie hatten sich bei der 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den Westfalenligisten SC Concordia Wiemelhausen prima verkauft.

Davon konnten sich nicht nur die eigenen Fans überzeugen, sondern auch die zahlreichen Zuschauer aus den umliegenden Vereinen. So waren viele Gerlinger da, die haben es ja am zweiten Spieltag mit der Concordia zu tun. Auch die Wiemelhauser selbst waren mit einer stattlichen Abordnung am Buscheid. Nicht mitgekommen aus Bochum war allerdings ihr Top-Stürmer: Xhino Kadiou. Der 28-Tore-Mann der Vorsaison. Der weilte noch im Urlaub.

Sinan Kesens Fackel

Letztlich mussten die Kleeblätter der größeren individuellen Klasse des Gastes, der in der Vorsaison Platz 7 belegt hatte, Tribut zollen. In einigen Situationen waren die Bochumer den Tick schneller oder den berühmten Schuss cleverer.

Dennoch: „Ich denke, es war ein ordentliches Spiel, was wir gemacht haben,“ sagte SCD-Kapitän Oliver Weuste. „Die Mannschaft hat sich gut präsentiert, auch taktisch,“ lobte Trainer Holger Burgmann, räumte aber auch ein: „Wiemelhausen machte das Spiel nach vorne schon präziser und genauer. Im Gegensatz zu uns, sonst wären wir vielleicht das eine oder andere Mal besser durchgekommen. Chancenlos waren wir jedenfalls nicht.“

Für keinen Torwart zu halten

Damit spielte Holger Burgmann unter anderem auf die 20. Minute an. Da raunte der Buscheid, nämlich als Sinan Kesen nach einer kurz gespielten Ecke aus spitzem Winkel mit Urgewalt abzog und das Leder nur knapp am langen Pfosten vorbei zischte. Einem Tor ganz nahe waren die Gastgeber in der 49. Minute, da zog Eike Pfeiffer das Leder am herausstürzenden Concordia-Keeper Oliver Roll haarscharf vorbei.

Da aber stand es bereits 0:1 aus SCD-Sicht. Nachdem Cedrick Hupka schon einmal den Ball aus Abseitsposition ins Netz geschoben hatte, war sein zweiter Versuch, als er in der 23. Minute den Ball von Nikolas Friedberg zugeschoben bekam, regelkonform. Gegen seinen Schuss an die Latten-Unterkante hatte Keeper Tom Gummersbach nicht die Spur einer Chance.

Zwei Wiemelhauser waren es, die den SC Drolshagen fast durchgehend in Atem hielten: Neben Torschütze Hupka auch David Aduei Yeboah auf links. Sieht man vom Foul aus der 54. Minute ab, das ihm auch Gelb einbrachte, hatte es Eike Stute-Sönnecken „gut geregelt gekriegt,“ wie Burgmann befand. „Man muss auch mal sehen, dass mit Tobias Brüser und Stute-Sönnecken zwei Spieler aus der Kreisliga B kommen. Sie haben es gut gelöst und müssen Erfahrung sammeln.“

Nun blickt alles beim SC Drolshagen auf Wenden, auf den kommenden Gegner. An einigen Dingen müsse man noch arbeiten, aber zunächst lautete Burgmanns Fazit: „Ich denke, wir können mit einem ganz gutem Gefühl in das Spiel am Freitag gegen den VSV gehen.“

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