Stadtpokal

SC LWL holt Titel trotz vieler Ausfälle

Der SC LWL 05 freut sich über die Titelverteidigung beim Stadtpokal. Es gratulieren (von links) der stellvertretende Bürgermeister Horst Peter Jagusch, Rüdiger König vom Stadtsportverband, Ingo Hartmann (RSV Listertal) und ganz rechts Ralf Warias vom Sponsor Volksbank Bigge Lenne.

Der SC LWL 05 freut sich über die Titelverteidigung beim Stadtpokal. Es gratulieren (von links) der stellvertretende Bürgermeister Horst Peter Jagusch, Rüdiger König vom Stadtsportverband, Ingo Hartmann (RSV Listertal) und ganz rechts Ralf Warias vom Sponsor Volksbank Bigge Lenne.

Foto: martin droste / Martin Droste

Hunswinkel.  Fußball-Bezirksligist SC LWL 05 hat seinen Titel beim Turnier um den Stadtpokal Attendorn verteidigt.

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Im Finale setzte sich das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Frank Keseberg klar mit 3:0 gegen den ambitionierten A-Kreisligisten SV Türk Attendorn durch. Für den Mitfavoriten SV 04 Attendorn, der bei der Endrunde ebenfalls auf einige Leistungsträger verzichten musste, reichte es nur zum dritten Platz - nach einem 4:1 im Elfmeterschießen gegen die Sportfreunde Dünschede.

Marlon Klein trifft in letzter Minute

In buchstäblich letzter Minute verhinderte LWL-Angreifer Marlon Klein den Einzug des SV 04 ins Finale. Im vorletzten Spiel der Zwischenrunde hätte den Hansestädtern gegen den Bezirksligarivalen wegen des besseren Torverhältnisses ein Unentschieden gereicht, um im Endspiel gegen den SV Türk um den Turniersieg zu spielen. Aber anstatt das 0:0 zu verteidigen, rückte der SV 04 zum großen Ärger seines Trainers Bayram Celik in der Schlussphase viel zu weit auf und ermöglichte dem Sportclub den entscheidenden Konter. Zuvor hatte Vedat Vural mehrfach das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte unter anderem aber an LWL-Schlussmann Steffen Sondermann.

So kam es, wie es kommen musste. Auf einmal stand Lars Glöckner alleine zwei Angreifern gegenüber. Im zweiten Versuch brachte Marlon Klein den Ball an SV 04-Keeper Stergios Kalpakis vorbei über die Linie. Sekunden nach dem 1:0 pfiff Schiedsrichter Rene Schrottke vom TuS Rhode die Begegnung ab. Während der Sportclub jubelte, schlichen die SV 04-Spieler mit hängenden Köpfen vom Kunstrasenplatz in Hunswinkel. Trainer Celik war stocksauer und schimpfte: „Alle wollten stürmen und lassen Lars hinten alleine. Vorne haben wir fünf Hundertprozentige vergeben.“

Zu diesem Zeitpunkt stand der SV Türk Attendorn mit einer blütenweißen Weste bereits als Finalgegner fest. Die Geschichte des Endspiels ist schnell erzählt: Nach einer Ecke des neuen LWL-Kapitäns Bastian Klein brachte Sebastian Arens den Bezirksligisten per Kopfball mit 1:0 in Führung. Mit einem Eigentor nach einem missglückten Rettungsversuch erhöhte Türk-Abwehrspieler Erol Kazan auf 2:0. Für die Entscheidung sorgte Marlon Klein mit dem 3:0.

Kleinigkeiten entscheiden

„Glückwunsch an LWL zum verdienten Sieg. Kleinigkeiten haben heute das Spiel entschieden, daran müssen wir arbeiten“, hatte Türk-Spielertrainer Yasin Colak am Samstag bereits das Kreispokalspiel am Dienstag gegen Dünschede und den Kreisliga-Auftakt am kommenden Sonntag gegen den SV Heggen im Blick.

Sein LWL-Trainerkollege Frank Keseberg freute sich über die „starke Leistung“ seines jungen Teams. Der Kader des Sportclubs war am Samstag auf nur noch 13 Spieler geschrumpft. „Ich weiß gar nicht, mit welcher Mannschaft ich am Sonntag bei der Saisoneröffnung des SV Ottfingen antreten soll“, machte sich der 50-Jährige schon Gedanken über das Gastspiel einen Tag später am Siepen. Erst einmal genossen Keseberg und seine Spieler den erneuten Triumph beim Stadtpokal. „Ich bin zufrieden“, lächelte der Trainer-Rückkehrer.

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