Landesliga

VSV Wenden: Andre Schilamow trifft drei Mal gegen SpVg Olpe

Der erste Streich von André Schilamow (2. von links)

Der erste Streich von André Schilamow (2. von links)

Foto: Lothar Linke

Schönau.  André Schilamow erzielt alle Tore des VSV Wenden zum 3:2-Sieg über die Spvg Olpe.

Alles was das VSV-Wappen trug, rannte durch den Regen zur Spielfeldmitte. Hinein in die große Jubeltraube. Soeben hatte Schiedsrichter Sebastian Strube das Derby der Fußball-Landesliga nach einer für die Wendener gefühlt unendlichen Nachspielzeit beendet.

Die Szenen gaben Zeugnis von der Riesen-Erleichterung, die auf Seiten des VSV Wenden nach dem 3:2 (1:1)-Sieg über die SpVg OLpe herrschte. Aber sie ließ auch erhahnen, welche Dramatik dem Schlusspfiff vorausgegangen war.

Beide wollen den Dreier

Denn der Reiz dieses Spiels bestand auch darin, dass sich keine der beiden Mannschaften mit dem 2:2 zufrieden gab. Sowohl die Wendener als auch die Olper waren auf die volle Ausbeute aus, was die Zuschauer erfreute. Und tatsächlich wurde der Dreier noch einer der beiden Kreisrivalen zuteil. Dank Andre Schilamow. Der schwang sich, als er eine langgezogene Hereingabe von Christian Runkel in der 88. Minute über die Linie drückte, endgültig zum Mann des Spiels auf. Er hatte alle drei Tore erzielt. „Hauptsache drei Punkte,“ stellte der überglückliche Schilamow, der vom 1. FC Kaan-Marienborn zum VSV gekommen war, seine persönliche Sternstunde in den Hintergrund und hoffte, dass „wir in der Rückrunde da anknüpfen können.“

Anknüpfen konnten die Wendener auf jeden Fall an die Leistung vom 2:0-Sieg in Menden. „Ich glaube auch, dass der Sieg voll verdient war,“ blickte VSV-Trainer Jörg Rokitte auf die 90 Minuten zurück.

Seine Mannschaft startet sehr stark, presste die Olper in den ersten 30 Minuten enorm. Dennoch gelang es ihr nicht, den 1:0-Vorsprung lange zu halten. Genau genommen nur drei Minütchen. Denn Schilamows Kopfballtor zum 1:0 in der 30. Minute glichen die Olper nahezu postwendend aus. Louis Zmitko zirkelte einen Freistoß, der eher eine Hereingabe war, ins Tor - ein wenig begünstigt dadurch, das zwei Wendener Abwehrspieler den Kopf einzogen und Keeper Julian Kucharske die heranfliegende Kugel spät sah.

In Halbzeit zwei schien das Pendel zu Gunsten der Gäste zu schwingen. Nur gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff trafen die Olper nicht nur durch Talha Varli nach einer Klasse-Flanke von Nicolas Buchen zum 2:1, sondern hätten da auch den Sack zu machen können. Denn erst rutschte Kapitän Thomas Rath fünf Meter vor dm Tor an eine scharfen Hereingabe von Kevin Krumm vorbei, und nur zwei Minuten später brachte Louis Zmitko die Kugel nicht unter Kontrolle - ebenfalls kurz vor dem Tor, ebenfalls flach hereingegeben - diesmal von Emre Ucak. „Da waren wir etwas angeknockt,“ so Rokitte, lobte aber seine Elf, die mit dem Rückstand „sehr unaufgeregt“ und ohne die Brechstange umgegangen sei. „Das war, glaub’ ich, der Unterschied zu manchem Spiel in der Hinrunde.“

Hatte Dominic Kruse noch Pech mit einem Ball, der immer länger und gefährlicher wurde, ehe er an den Innenpfosen klatschte, schlug Schilamow 13 Minuten vor Schluss zum zweiten Mal zu. Und als die Punkteteilung amtlich schien, wurde er endgültig zum Schrecken der Olper.

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