Volleyball

SFG Olpe triumphiert im Spitzenspiel der Oberliga

„Hier – regiert – das SFG“ jubeln die Volleyballerinnen des Tabellenführers. Die Olperinnen stehen in der Oberliga ganz oben.

„Hier – regiert – das SFG“ jubeln die Volleyballerinnen des Tabellenführers. Die Olperinnen stehen in der Oberliga ganz oben.

Foto: volkher pullmann

Olpe.  Zweieinhalb Stunden lang schenkten sich die Oberliga-Volleyballerinnen vom VC SFG Olpe und MTV Köln in einer rassigen Partie nichts.

Es ergaben sich begeisternde Ballwechsel. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Im Tie-Break führte Olpe 14:13. Dann der erlösende letzte Punkt. „Hier – regiert – das SFG“ jubelten und tanzten schon die SFG-Damen. Doch dann Proteste der Kölnerinnen. Intervention des 2. Schiedsrichters beim ersten Schiri. Mit Erfolg. Uneinigkeit beim Schiedsgericht. Die Entscheidung wurde zurückgenommen. Wiederholung des letzten Ballwechsels. Und dann doch: 15:13. Zweite Auflage des Jubeltanzes.

Spitzenreiter SFG setzte sich nach fünf teilweise dramatischen Sätzen gegen den Zweiten mit 3:2 (25:16, 22:25, 28:26, 23:25, 15:13) durch und verteidigt die knappe Tabellenführung der Oberliga. „Ich blicke auf das Spiel mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück“, resümierte SFG-Trainer Michael Jürgens und war froh, „dass wir trotz der engen Sätze die Nerven behalten haben“.

Erster Pass zu ungenau

War der Coach natürlich zufrieden über den glücklichen Ausgang, so wollte er nicht alles unter den Teppich kehren. „Wir konnten unser geplantes schnelles Spiel nicht wie gewünscht umsetzen“, analysierte Jürgens, „dazu war der erste Pass oft zu ungenau.“

Ganz anders der Gegner, der starke Außenangreiferinnen hatte und den SFG-Block vor große Probleme stellte. „Köln hat ganz einfach unsere Schwächen ausgenutzt“, so Jürgens weiter, „und MTV hatte dazu eine bärenstarke Libera, die immer genau richtig stand. Köln verdiente sich den Punkt redlich und ein umgekehrtes Ergebnis wäre durchaus gerechtfertigt gewesen.“

Deutliches 25:16 im ersten Satz

Michael Jürgens wollte seinen aufopferungsvoll kämpfenden Damen keinen Vorwurf machen, aber es war ein Rückfall in alte Muster. Im ersten Satz war es Daria Knorn, die mit einer starken Aufschlagsserie fast im Alleingang für das deutliche 25:16 im ersten Satz sorgte. Eine Wiederholung war aber nicht möglich. MTV hatte sich besser eingestellt. Und vor den Augen einer coronabedingt nur geringen Zuschauerzahl entwickelte sich ein Kampfspiel, das mit der heiß diskutierten Schiedsrichterentscheidung endete.

SFG bleibt in einer dicht gedrängten ersten Tabellenhälfte ganz oben. „Das würde ich gerne am letzten Spieltag so sehen“, bekannte Michael Jürgens, „aber es ist viel zu früh, jetzt schon Gedankenspielen freien Lauf zu lassen.

SFG: Kristin Bürger, Maria Burghaus, Katharina Fink, Daria Knorn, Lea Kühr, Claudia Radeke, Nina Schmitz, Helen Schneider, Annika Seidel, Clara Strunk, Lea Uebach, Jana Hermes.

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