Oberliga Westfalen

SG Finnentrop/Bamenohl: Nicolas Herrmann vor langer Pause

Nicolas Herrmann hat sich einen Kreuzbandriss zugegzogen.

Nicolas Herrmann hat sich einen Kreuzbandriss zugegzogen.

Foto: Michael Meckel

Bamenohl.  Die Reihe der schlechten Nachrichten reißt für den Aufsteiger nicht ab, Aber es gibt auch einen Lichtblick.

Die schlechte Nachricht erreichte Ralf Behle, den Trainer des Fußball-Oberligisten SG Finnentrop/Bamenohl am Donnerstag. Vor dem Spiel gegen Preußen Münster II am Sonntag muss der Kirchhundemer die nächste schwere Verletzung kompensieren. Dieses Mal hat es Nicolas Herrmann getroffen. Er zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Für Nicolas Herrmann ist es die zweite Verletzung in kurzer Zeit. Im Testspiel gegen Salchendorf (7:2) musste er zwei Minuten vor Schluss mit Verdacht auf einen Bänderriss im Knöchel den Platz verlassen. Doch damals bewahrheiteten sich die schlimmen Befürchtungen zum Glück nicht.

Knie klappt nach Grätsche weg

„Beim ersten Mal war es ja doch nicht so dramatisch. Diesmal ist es leider anders. Das war eine unglückliche Aktion. Die kann man leider nicht mehr rückgängig machen Ich wurde von hinten um gegrätscht. Ich wollte weiterlaufen. Dabei ist mir leider das Knie weggeklappt“, erzählt Nicolas Herrmann, wie das Missgeschick am vergangenen Sonntag gegen Herne passierte.

Am Donnerstag erhielt Nicolas Herrmann nach der MRT in Hellersen die bittere Diagnose. Doch es gibt Hoffnungszeichen. Nicolas Herrmann „Die Schmerzen sind nicht mehr so schlimm wie am Anfang der Woche. Ich kann auch schon ohne Krücken gehen. Ich soll auch gehen, damit die Schwellung aus dem Knie geht und es möglichst zügig operiert werden kann.“

Herrmann: „Wird eine harte Zeit“

Nicolas Herrmann nimmt die Herausforderung an. „Das wird jetzt eine harte Zeit. Ich hatte noch nie etwas am Knie. Acht bis neun Monate werde ich wohl pausieren müssen. Ich bin sicher, dass ich Anfang nächster Saison wieder auf dem Platz stehen werde, vielleicht klappt es schon mit einem Einsatz am Saisonende. Ich bin nicht gewillt, mir von der Verletzung die Lust am Fußball nehmen zu lassen. Außerdem habe ich mit Benedikt Feldmann einen Super-Physiotherapeuten. Da bin ich in besten Händen.

Und natürlich fiebert Nicolas Herrmann mit seinem Mannschaftskameraden. „Zum Glück haben wir einen breiten Kader und können so die Verletzungen kompensieren. Einige sind ja auch schon wieder auf dem Weg der Besserung, Ich bin an Sonntag gegen Münster als Zuschauer dabei und drücke die Daumen. Ein Sieg wäre gerade vor den folgenden Englischen Wochen sehr wichtig“, sagt Nicolas Herrmann.

Theoretisch 1000 Zuschauer erlaubt, praktisch 500

Freude herrscht in Bamenohl hingegen darüber, dass am Mittwoch die 300er-Zuschauer-Grenze gekippt wurde. Theoretisch sind nun 1000 Zuschauer erlaubt. Aber das ist im Moment nur Theorie.„Der Kreis Olpe lässt erstmal 500 Zuschauer für die nächsten zwei Spiele zu. Danach muss man gucken, wie es abgelaufen ist. Die beim Kreis wollen sich nach und nach ran testen“, teilte Julian Gabriel, Geschäftsführer der SG Finnentrop/Bamenohl mit.

Dabei müssen sich die Zuschauer des morgigen Spiels auf eine weitere wichtige Änderung einstellen, die die SG umsetzen muss. „Die Zuschauer dürfen nicht mehr stehen, wo sie möchten. Sie werden gewissen Blöcken zugewiesen. Nur auf dem Platz, auf dem man zugewiesen wird, darf der Mund- und Nasenschutz abgenommen werden“, betont Julian Gabriel.

Behle freut sich auf Unterstützung

Aber immerhin sind 500 Zuschauer besser, als die bisher 300 Zuschauer. Die Lockerung freut auch SG-Trainer Ralf Behle: „Das ist schön. Wir brauchen die Unterstützung unserer Fans.“ Doch dessen Freude auf das Spiel ist durch eine andere Tatsache getrübt: Die Verletztenmisere.

Im Gegensatz zur H&R-Arena ist die Bank mit den Verletzten fast voll besetzt. Dazu kommen noch weitere wichtige Spieler, die gegen Münster aus anderen Gründen nicht dabei sind. Jetzt gab es eine weitere bittere Pille zu schlucken.

Sieben Spieler fallen aus

Nicolas Herrmann ist nicht der einzige wichtige Spieler, auf den Ralf Behle am Sonntag verzichten muss. So fallen definitiv auch Christopher Hennes, Alexander Santana (Lebensmittelvergiftung), Tobias Kleppel (privat verhindert), Marcel Schmidt (Bänderriss), und Heiko Entrup (Patellasehnen-Probleme) definitiv.

Am Freitag kam dann die nächste Hiobsbotschaft: „Robin Entrup wird vermutlich auch ausfallen. Nach einem Zusammenprall im Training am Donnerstag ist sein Rücken komplett dicht“, meldete SG-Trainer Ralf Behle am Freitagmittag.

Ein dickes Fragzeichen stehen hinter Julian Scheppe (Schambeinentzündung). „Julian hat wieder mit leichtem Training angefangen. Wir müssen sehen. Alles Jammern hilft eh nicht“, weiß Behle.

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