Landesliga

SG Finnentrop/Bamenohl schreitet zur Krönung

Zuletzt stürmte die SG Finnentrop/Bamenohl (r. Mike Schrage) regelrecht Richtung Westfalenliga. Nach sechs teils hohen Siegen mit insgesamt 30:5-Toren soll nun der Westfalenliga-Aufstieg eingefahren werden.

Foto: Michael Meckel

Zuletzt stürmte die SG Finnentrop/Bamenohl (r. Mike Schrage) regelrecht Richtung Westfalenliga. Nach sechs teils hohen Siegen mit insgesamt 30:5-Toren soll nun der Westfalenliga-Aufstieg eingefahren werden. Foto: Michael Meckel

Finnentrop/Serkenrode.   Der erste Matchball. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem bitteren Abstieg kann die SG Finnentrop/Bamenohl die direkte Rückkehr in die Westfalenliga feiern.

Ein Punkt reicht der Mannschaft von Trainer Ralf Behle gegen den akut abstiegsbedrohten Tabellen-Vierzehnten SpVg Hagen 11, um den Landesliga-Meistertitel und damit den größten Erfolg in der 106-jährigen Vereinsgeschichte feiern zu können. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren stieg die SG „nur“ als Vize hinter der SpVg Olpe auf.

Nach menschlichem Ermessen ist die SG Finnentrop/Bamenohl eigentlich durch. Denn nach der 1:2-Heimniederlage von Verfolger FSV Werdohl gegen RW Erlinghausen am Mittwoch beträgt der Vorsprung der Behle-Elf auf Werdohl drei Punkte und 17 Tore. Und Werdohl hat nur noch ein Spiel.

Da kann man doch eigentlich schon gratulieren, oder Herr Behle? „Nein, wir sind noch nicht durch“, wehrt der SG-Trainer ab. Aber, so gibt Behle dann doch zu: „Wenn jetzt noch jemand gegen uns wetten würde, hätte er bei den Buchmachern gute Karten auf einen hohen Gewinn.“

Verpflichtung auch gegenüber Gerlingen und Altenhof

Behle verlangt gegen Hagen den siebten Sieg in Folge. „Ich will die Meisterschaft mit einem Sieg schaffen, dann fällt auch das Feiern einfacher. Wichtiger ist, dass wir gegenüber Mannschaften wie Altenhof und Gerlingen, die gegen den Abstieg kämpfen, in der Pflicht sind, um jeden Schein von Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden“, betont Ralf Behle.

Behle ist von den Auftritten seiner Mannschaft in den letzten Wochen, in den letzten sechs Spielen gab es sechs Siege mit 30:5 Toren, begeistert: „Wir sind nicht gut aus der Winterpause gekommen. Aber gerade am in den letzten Wochen hat sich die Mannschaft enorm entwickelt. Das hat sie vor allem beim 2:0 gegen Dröschede gezeigt, wo wir nichts zugelassen haben. Und beim 8:1 gegen Attendorn und beim 4:1 in Hünsborn letzte Woche kam dann noch die Effektivität vor dem Tor hinzu. Vier Tore muss man in Hünsborn erstmal schießen“.

Moritz Stanges Treffer zum 4:1 am Hünsborner Löffelberg war das das 100. Saisontor des Tabellenführers. Behle: „100 Tore in der Landesliga zu erzielen, ist schon eine Hausnummer. Das hat durchaus eine Aussagekraft. Eine Stärke von uns ist auch, dass die Tore auf viele Spieler verteilt und so sind wie schwer auszurechnen.“

Für Ralf Behle wäre es der zweite Aufstieg in seiner Trainerkarriere. 2011 führte er den TV Oberhundem zusammen mit Rouven Ottmann in die Kreisliga A. Im vergangenen Jahr scheiterte er mit dem FC Langenei/Kickenbach im Relegationsspiel in Rahrbach gegen die SG Kleusheim/Elben (0:1) am Aufstieg in die Bezirksliga. Das war drei Tage nach dem Abstieg der SG Finnentrop/Bamenohl. „Da hatten wir alle unser Negativerlebnis“, erinnert sich Ralf Behle

Und jetzt steht Behle gleich im ersten Jahr als Trainer im überkreislichen Fußball vor der „Krönung“. „Ja, das stimmt. Aber ich muss sagen, dass es mir auch in der Kreisliga viel Spaß gemacht hat. Jede Klasse hat ihren Reiz. Sicher ist das Tempo in der Landesliga eine ganz andere Hausnummer. Die Quantität der Kader ist höher und das spiegelt sich irgendwann in der Qualität wider. Für mich ist es wichtig, die Mannschaft und das Talent der einzelnen Spieler positiv zu entwickeln. Ich glaube, das ist uns insgesamt gut gelungen.“

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