Westfalenliga 2

SG-Kapitän Phillip Hennes: Aufstieg ist das große Ziel

Phillip Hennes (Mitte) ist mit 18 Treffern der erfolgreichste Bamenohler Torschütze.

Phillip Hennes (Mitte) ist mit 18 Treffern der erfolgreichste Bamenohler Torschütze.

Foto: Michael Meckel

Finnentrop/Bamenohl.  Vier Siege in Serie feierte die SG Finnentrop/Bamenohl in diesem Jahr. Doch Kapitän Phillip Hennes sieht noch viel Luft nach oben.

Trotz eines frühen 0:1-Rückstandes bereits in der ersten Minute fegte Fußball-Westfalenligist SG Finnentrop/Bamenohl den TuS 05-Sinsen mit sage und schreibe 7:4 vom Platz. Zur Halbzeit stand es schon 5:1. Wir sprachen mit dem zweifachen Torschützen und Kapitän Phillip Hennes über die Partie in Sinsen und das nächste Spiel beim FC Iserlohn.


Hand aufs Herz: Haben Sie so ein verrücktes Spiel wie in Sinsen schon einmal mitgemacht?
Klingt verrückter als es letztlich war. Wir haben das Spiel 70 Minuten lang dominiert und uns dann die letzten 20 Minuten lang darauf ausgeruht und uns drei Gegentore selbst eingeschenkt. Das darf uns so nicht passieren.


In den sechs Spielen gegen Sinsen seit Ihrem Aufstieg 2017 fielen insgesamt 39 Tore. Das sind über sechs Tore pro Spiel. Es gab je drei Siege für beide Mannschaften mit einem Torverhältnis von 23:16 für die SG Finnentrop/Bamenohl. Was ist in den Spielen gegen Sinsen los?
Ich weiß nicht, ob es wirklich nur gegen Sinsen so ist. Wenn wir spielen, ist immer was los. Ich glaube, insbesondere das Spiel Mittwoch und unser 7:1 zu Hause vor zwei Jahren schrauben die Torquote so nach oben.


Nach der kleinen Durststrecke vom 15. bis 17. Spieltag, als Sie in drei Spielen nur zwei Zähler holen konnten und Wanne-Eickel bis auf einen Punkt herankam, ist die SG wieder in Topform. In der Rückrunde gab es vier Siege mit 16:5-Toren. Wie haben Sie den Hebel wieder umgelegt bekommen?
Naja, Topform passt nicht so wirklich. Bis auf die 70 sehr guten Minuten in Sinsen waren die Spiele nicht so gut. Gerade gegen Hassel haben wir katastrophal gespielt. Ich hoffe, wir knüpfen die kommenden Wochen an das Spiel in Sinsen an.


Bei Ihnen persönlich läuft es blendend. Nach Ihren beiden Toren in Sinsen liegen Sie nun mit 19 Toren hinter Florian Friedrichs vom FC Lennestadt (24) auf Platz zwei der Torjägerliste. Gibt es am letzten Spieltag das direkte Duell um die Torjägerkrone gegen Florian Friedrichs?
Wenn er so weiter macht, dann komme ich da irgendwann nicht mehr hinterher (lacht). Wir werden sehen.


Was würde es Ihnen bedeuten, Westfalenliga-Torschützenkönig zu werden?
Wäre natürlich überragend, aber wir haben ein größeres Ziel. Wer weiß, ob wir diese Chance so nochmal bekommen. Da liegt ganz klar der Fokus drauf.


Sie haben jetzt wieder sechs Punkte Vorsprung vor dem DSC Wanne-Eickel, der am Sonntag beim FC Lennestadt spielt. Wie sehen Sie die Lage im Titelkampf?
Die Ausgangslage ist sicher nicht die schlechteste. Aber die Saison ist noch lang, da kann noch sehr viel passieren.


Am Sonntag geht es zum FC Iserlohn. Der hat in den drei Spielen nach der Winterpause immerhin sieben Punkte geholt. Wie sehen Sie die Aufgabe?
Wir kennen Iserlohn noch sehr gut aus dem Hinspiel. Da haben wir zwar relativ deutlich 3:0 gewonnen, das Spiel hätte aber auch in die andere Richtung gehen können. Von daher denke ich, wissen wir sehr gut, was für ein hartes Spiel da auf uns zukommt. Das ist aber eigentlich jede Woche so.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben