FC Lennestadt

Spiel gegen das Nonplusultra

Moritz Thöne (FC Lennestadt, rechts) ist gegen den souveränen Tabellenführer TuS Sinsen aus beruflichen Gründen mit großer Sicherheit nicht dabei.

Moritz Thöne (FC Lennestadt, rechts) ist gegen den souveränen Tabellenführer TuS Sinsen aus beruflichen Gründen mit großer Sicherheit nicht dabei.

Foto: Michael Meckel

Lennestadt.   Es war der Paukenschlag des sechsten Spieltags der Fußball-Westfalenliga.

Mit 1:0 konnte der bis dahin punktlose Aufsteiger FC Lennestadt beim Tabellenführer TuS 05 Sinsen gewinnen und damit Anschluss an die Nichtabstiegsplätze schaffen.

Doch ob es am Sonntag (15.30 Uhr, Henselstadion) im ersten Spiel nach der „Ära Knoche“ zu einem ähnlichen Coup kommen wird, da muss fast schon ein kleines „Fußball-Wunder“ her.

Wichtige Spieler fehlen

Zum einen ist die sportliche Schere der beiden Teams noch weiter auseinander gegangen. Und zum anderen muss der FC Lennestadt mit großer Wahrscheinlichkeit auf viele wichtige Spieler, vor allem auf Torjäger und Kapitän Florian Friedrichs verzichten.

„Ich plage ich mich schon vier bis fünf Wochen mit Knieproblemen rum. Jetzt ist es so schlimm, dass ich eine Pause brauche. Ich werde am Sonntag wahrscheinlich ausfallen“, berichtete Florian Friedrichs. Mahr als fraglich sind auch die Einsätze von Moritz Thöne und Steffen Hebbeker, die am Wochenende beruflich verhindert sind. „Bei Steffen habe ich noch ein Fünkchen Hoffnung, aber Moritz wird nicht spielen können. Bei Florian wird wohl auch nicht gehen. Da muss man auch mal abwägen und ihm jetzt mal eine Pause gönnen, damit er bei den ganz wichtigen Spielen, in denen wir unbedingt punkten müssen, wieder fit ist“, so FCL-Trainer Jürgen Winkel.

Fraglich ist darüber hinaus auch Verteidiger Silas Haase, den eine Zerrung plagt. „Wenn die alle ausfallen, wird es natürlich ganz schwer. Sie sind alle schwer zu ersetzen. Etwas Hoffnung habe ich noch, dass Marco Holterhoff am Sonntag erstmals in diesem Jahr spielen kann“, so Jürgen Winkel. Darüber hinaus musste Torwart Kevin Schulte das Dienstagstraining wegen einer Grippe ausfallen lassen. Doch in dem Fall gab Jürgen Winkel Entwarnung.

Ausgerechnet jetzt, nach sechs Niederlagen und zehn Niederlagen im Gepäck, geht es für den Vorletzten FC Lennestadt also gegen den souveränen Tabellenführer TuS 05 Sinsen, der zuletzt sechs Mal gewinnen konnte und schon acht Punkte Vorsprung vor dem RSV Meinerzhagen hat. Sinsen ist in allen Belangen das Nonplusultra der Liga. Die Mannschaft von Trainer Toni Kotziampassis ist mit 24 Punkten die beste Heim- und mit 25 Zählern auch die beste Auswärtsmannschaft. Das bekam unter anderem auch die SG Finnentrop/Bamenohl zu spüren, die bei ihrem Heimspiel gegen Sinsen am 4. November 2018 in den letzten zehn Minuten trotz Überzahl noch drei Tore kassierte und so nicht unverdient mit 2:4 verlor. Darüber hinaus hat der TuS 05 Sinsen mit Marvin Piechottka (14) und Patrick Goecke (13) zwei der besten Angreifer in seinen Reihen.

Jürgen Winkel ist sich der Schwere der Aufgabe natürlich bewusst: „Die sind noch besser, als in der Hinrunde. Und die werden mit Sicherheit sehr motiviert sein, die Scharte vom Hinspiel auszuwetzen.“ Dennoch hisst Winkel nicht von Beginn an die weiße Fahne: „Wir dürfen jetzt die Köpfe nicht hängen lassen. Wir haben es im Hinspiel geschafft, den Hebel umzulegen. Ein Punkt wäre schon eine schöne Sache. In unserer Lage zählt jeder Punkt.“

Doch auch im Falle der siebten Niederlage in Folge sei in Sachen Klassenerhalt nicht alles verloren. Winkel: „Bis zum ersten Nichtabstiegsplatz sind es nur vier Punkte und ein Zähler zum Relegationsplatz. Den Abstand müssen wir halten. Und nach dem Spiel nächste Woche in Wiemelhausen kommen fast alle Konkurrenten noch zu uns. Da müssen wir dann natürlich eine Serie starten. Niederlagen wie in der Hinrunde in Marl-Hüls und Schüren wären dann tödlich.“

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