Landesliga

Ein Spieltag wie gemalt für die SG Finnentrop/Bamenohl

Kompliziert: Tim Schrage (Finnentrop/Bamenohl, vorn) und der Altenhofer Tobias Stevens haben sich verhakt. Der Ball ist nah, scheint für beide in dieser ungünstigen Lage unerreichbar.

Foto: Lothar Linke

Kompliziert: Tim Schrage (Finnentrop/Bamenohl, vorn) und der Altenhofer Tobias Stevens haben sich verhakt. Der Ball ist nah, scheint für beide in dieser ungünstigen Lage unerreichbar. Foto: Lothar Linke

Finnentrop/Bamenohl.   Jetzt ist es da, das absolute Spitzenspiel in der Fußball-Landesliga: Der Zweite gegen den Ersten.

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Am kommenden Sonntag steigt es am Riesei. Dort wartet der FSV Werdohl darauf, den Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl zu prüfen.

Möglich machten diese Konstellation vornehmlich drei Mannschaften aus dem Kreis Olpe mit vereinten Kräften. Hünsborn besiegte den Zweiten Dröschede, Gerlingen den Vierten Hüsten, Werdohl selbst gewann 5:0 in Meschede - die SG Finnentrop/Bamenohl leistete seinen Betrag mit dem 3:0 (1:0) über Altenhof dazu und vergrößerte damit ihren Vorsprung von zwei auf vier Punkte.

Der Erfolg war verdient. Weil die Finnentrop/Bamenohler eine deutliche Steigerung gegenüber ihrem 1:1 in Gerlingen zeigten. Gestern präsentierten sie sich engagiert und leidenschaftlich, pressten 90 Minuten konsequent.

SG-Trainer Ralf Behle hatte durchgemischt und vier Spieler aus der Anfangsformation von Gerlingen zunächst draußen gelassen. „Wir wollten das Pressing vauf mehrere Schultern verteilen,“ sagte der Gastgeber-Trainer, „auch die anderen haben eine Chance verdient.“ Die Rechnung ging auf.

Der SG-Stil war genau der, den die Altenhofer sich vorgenommen hatten. „Eigentlich wollten wir heute die galligere Mannschaft sein,“ bemängelte Marco Grisse, Trainer des FCA. Der musste mit ansehen, wie seine Elf nach acht Minuten hinten lag. Marco Entrup hatte einen verunglückten Altenhofer Pass gerochen und sofort abgezogen. Das Tor spielte Finnentrop/Bamenohl voll in die Karten.

Doch die Altenhofer bekamen das Spiel schnell wieder in den Griff, ohne allerdings vor der Pause Gefahr auszustrahlen. Das gelang den Gastgebern zwar, nur ließen sie ihre Chancen zu einer 2:0-Führung zur Pause liegen.

Die kam zwölf Minuten nach dem Wiederanpfiff. Ein überragend durchgesteckter Pass von Tobias Kleppel setzte Mike Schrage in Szene, der vollstreckte zum 2:0. „Dem Tor ging ein Foul voraus,“ bemerkte Marco Grisse.

Derby heizt sich auf

Schiedsrichter Ramazan Sahin bekam, derweil das Derby sich aufheizte, Arbeit; „er hatte die Partie beiderseitig nicht unter Kontrolle,“ bemängelte Grisse unter dem Beifall der Zuhörer. Grisse musste ab der 70. Minute hinter die Bande und übte nachher Selbstkritik: „Vorab möchte ich mich bei den Zuschauern für den Ausraster entschuldigen. Ich bin zwar emotional. Aber das war einen Tick zuviel, da sind mir die Pferdchen durchgegangen.“ Von draußen sah Grisse das 3:0 in der Nachspielzeit, einen 20-Meter-Strahl von Phillip Hennes in den Winkel.

Zum Schluss gab’s nette Worte. Wie von Behle: „Kompliment an den FC Altenhof, er hat sich nie aufgegeben. Wir haben hier schon Teams gesehen, die schlechter waren. Ich wünsche euch, dass ihr in der Liga bleibt.“

Marco Grisse hatte zuvor der SG „alles Gute, und dass ihr den Aufstieg schafft“ gewünscht.

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