Westfalenliga

SpVg Olpe gelingt in Wickede zweiter 3:0-Sieg in Folge

Jona Stöcker

Foto: Lothar Linke

Jona Stöcker

Dortmund/Olpe.   Björn Schneider ging gestern ein wenig unrund auf dem Sportgelände von Westfalia Wickede umher.

Grund: Der Sportliche Leiter der SpVg Olpe war beim Altliga-Hallenfußballmasters am Samstag von seinem Gegenspieler rustikal abgeräumt worden. „Übelst,“ ergänzte Scheider.

Knapp zwei Stunden später dürfte es Björn Schneider deutlich besser gegangen sein. Mit 3:0 (0:0) gewann die SpVg Olpe ihr Spiel in der Fußball-Westfalenliga bei Westfalia Wickede. Gibt es eine bessere Schmerzsalbe für den Sportleiter vom Kreuzberg?

Fakt ist: Den Olpern ist ein Top-Start ins neue Fußballjahr gelungen. Zwei Mal in Folge hieß es 3:0 für die Elf von Marek Lesniak. Konnte man das 3:0 gegen Resse noch mit dem Etikett „schwacher Gegner“ versehen, galt dies in Wickede nicht. Denn die Dortmunder hatten zuvor zwei Mal gewonnen und schienen gut in Schuss zu sein.

Waren sie aber nicht. „Ich weiß nicht, wann ich schon mal eine so leblose Mannschaft gesehen habe,“ geißelte Westfalia-Trainer Alexander Gocke die Seinen. Die Olper machten zunächst nichts aus der Schwäche des Gegners, in den ersten 45 ausgeglichenen Minuten ergaben sich auf beiden Seiten keine nennenswerten Torchancen. Christoph Sauermann im SpVg-Tor blieb ohne Beschäftigung.

Um es vorweg zu nehmen: Dies blieb auch in der zweiten Halbzeit so. Die Kreuzberg-Elf schaffte es hervorragend, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten. Indem sie die Verteidigung schon in den vorderen Reihen begannen. „Sie haben sehr, sehr viel Meter gemacht,“ lobte Marek Lesniak seine Mannschaft.

Kopfball und Nach-Kopfball

An Sicherheit gewannen die Olper dank ihres Führungtores. Schuss und Nachschuss sind ja im Fußball gängige Szenen. Aber Kopfball und Nach-Kopfball sind da schon seltener. In der 52. Minute führten zwei SpVg-Akteure genau dies auf: Jona Stöcker köpfte die Kugel, an die Latte, Jannik Buchen regierte blitzschnell und erzielte per Kopf das umjubelte 1:0. Und das hoch verdiente, denn schon zuvor hatte die SpVg gute Möglichkeiten gehabt und ausgelassen.

Nicht nur Buchen hatte in der Folge Chancen, das Ergebnis aufzustocken. Zwar bestand kaum Gefahr, dass die Partie noch kippen konnte, dennoch war das Tor zum 2:0 in der 64. Minute so etwas wie eine Erlösung.

Scheppes tolle Vorbereitung

Glänzend war hier die Vorbereitung durch Julian Scheppe, der den Ball nicht nur mit großen Einsatz vor der Torauslinie erwischte, sondern ihn in die Mitte gab, wo Michel Alfes keine Mühe hatte, aus Kurzdistanz zu verwandeln.

Den Schlusspunkt setzte Joker Fabian Schulte. Der junge Stürmer hatte schon nach seiner Einwechslung in der 65. Minute einige Akzente im vorderen Bereich gesetzt und belohnte sich neun Minuten vor Schluss dann mit dem dritten Treffer, nachdem er den Wickeder Marcel Großkreutz im Strafraum ausgetanzt hatte. Lesniak freute sich nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über das Ende einer schwarzen Serie gegen seinen Kollegen Alexander Gocke: „Heute bin ich doppelt stolz, denn ich habe erstmals seit drei Jahren wieder gegen meinen Freund Alex gewonnen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik