U23-DM

Staffel schrammt an Bronze vorbei

Zentimeter fehlen Sophia Werthenbach (StG Olpe/Fretter, 2.v.l.) für Bronze

Foto: Pullmann

Zentimeter fehlen Sophia Werthenbach (StG Olpe/Fretter, 2.v.l.) für Bronze Foto: Pullmann

Leverkusen.   Pech und Glück liegen so oft dicht beisammen.

Gerade im Sport wird diese Binsenweisheit immer wieder erlebt. Man kann auch sagen: des einen Freud‘, des anderen Leid.

Das gilt vor allem, wenn Athleten an einer Medaille vorbeischrammen. Julian Gutstein (SC Fretter) hat es am ersten Wettkampftag in Hagen erlebt, als er um 1/100 Bronze verpasste.

Und um 7/100 Sekunden verfehlte das starke Quartett der Startgemeinschaft Olpe/Fretter bei der U23-DM in Leverkusen das Podium. Schließlich aber gab es noch zwei Pechvögel der ganz anderen Art: Carlotta Selbach von der LG Südsauerland und Fiona Stutte (SC Olpe). Aber der Reihe nach.

Fünf FLVW-Staffeln im Finale

Samstag: Vorläufe über 4x100 Meter. Die Startgemeinschaft Olpe/Fretter mit Johanna Heuel, Julia Springob, Marie Ries und Sophia Werthenbach läuft mit 46,76 Sekunden auf Platz 5 und damit in das Finale am Sonntag. Bemerkenswert: fünf der sechs Finalstaffeln gehören dem FLVW an.

Sonntag, 16.30 Uhr. Start der schnellsten U23-Teams bundesweit. LG Olympia Dortmund, gerade als Sechste noch in den Endlauf gerutscht, hat aufgerüstet. Die Weltklassesprinterin Gina Lückenkemper läuft für Dortmund am Schluss – unter anderem gegen Sophia Werthenbach.

Wechsel waren in Ordnung

„Die Wechsel der Mädels waren in Ordnung“, wird Trainer Dieter Rotter später zu Protokoll geben. Und: „Die anderen Staffeln haben mindestens eine, wenn nicht zwei Sprinterinnen dabei, die unter zwölf Sekunden laufen können.“

Marie Ries ist mit 12,27 Sekunden – am Samstag im Vorlauf erzielt – die Schnellste in ihrem Quartett. Sie geben ihr Bestes.

Auf der Zielgeraden ist Lückenkemper längst enteilt, aber dahinter entbrennt der Kampf um die Medaillen. Und da gehen die Olper Mädels leer aus. 46,55 Sekunden für die Rotter-Truppe, eine starke Leistung. Ganze 7/100 Sekunden fehlen zu Bronze.

Da macht sich im ersten Moment Enttäuschung breit. Aber es ist keine Enttäuschung. Platz 5 deutschlandweit ist eine weitere Bestätigung der Klasse, die Heuel, Springob, Ries und Werthenbach in den letzten Jahren regelmäßig vorweisen konnten. Und dahinter steckt das „Wechselgeheimnis“ von Dieter Rotter. Sein Team kann einmal mehr hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren.

Hat die Staffel auch Priorität, so darf die „Einzelkämpferin“ Marie Ries nicht vergessen werden. Sie befindet sich in einem richtigen Aufwärtstrend und knüpft an ihre besten Zeiten von 2014 an.

In Leverkusen hat sie den Zwischenlauf ganz knapp verfehlt, erzielte aber mit 12,27 ein mehr als respektable Zeit und hat die DM-Norm für die U20 in der Tasche.

Besonders erfreut war sie auch über ihre 200-Meter-Zeit. Ebenso wie über 100 Meter Platz 19 in 25,15 Sekunden. „Das ist meine beste Zeit seit drei Jahren“, verriet sie noch unter dem Stadiondach der Manfort-Arena. Ihr Kreisrekord liegt bei 25,12 Sekunden. Konkurrenz im Kreis erwächst ihr mittlerweile mit Carlotta Selbach von der LG Südsauerland, die allerdings windunterstützte 25,16 Sekunden am selben Tag in Hagen lief und damit nicht bestenlistentauglich ist.

Selbach überholt Maiworm

Zudem kommt auch Bewegung in die Ewige Kreis-Bestenliste über 100 Meter. Hinter Marie Ries (12,21 Sek.) und Julia Springob (12,28 Sek.) hat sich jetzt Carlotta Selbach mit 12,41 Sekunden vor Irmgard Maiworm vom TV Olpe geschoben, die 1978 in Lüdenscheid auf handgestoppte 12,2 Sekunden kam. Zum Vergleich mit den elektronisch-gestoppten Zeiten müssen 24/100 Sekunden hinzuaddiert werden

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