Westfalenliga

Stefan Büdenbender: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Stefan Büdenbender, Sportlicher Leiter des FSV Gerlingen.

Stefan Büdenbender, Sportlicher Leiter des FSV Gerlingen.

Foto: Michael Meckel

Gerlingen.  Drei Spiele, drei Niederlagen. Der Start in die Fußball-Westfalenliga verlief für den FSV Gerlingen bisher nicht nach Wunsch.

Knapp drei Monate ist es jetzt her. Da feierte der FSV Gerlingen den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte: Den Aufstieg in die Fußball-Westfalenliga.

Jetzt hat der raue „Westfalenliga-Alltag“ den Bieberg erreicht. Die Bilanz nach drei Spielen: null Punkte, 2:10 Tore. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den bis dahin punktgleichen SC Neheim steht die Mannschaft von Trainer Dirk Hennecke damit zusammen mit YEG Hassel auf dem letzten Platz.

Sprung ist vergleichsweise groß

Stefan Büdenbender, Sportlicher Leiter des FSV, gibt sich kämpferisch „Auch wenn ich das nicht als Entschuldigung bringen möchte: Die ersten drei Spiele haben klar gezeigt, wie groß der Unterschied zwischen Landes- und Westfalenliga ist. Der Sprung ist viel größer, als zum Beispiel zwischen Bezirks- und Landesliga. Das haben auch andere Mannschaften wie Finnentrop/Bamenohl und FC Lennestadt in den letzten Jahren erfahren müssen.“

In der Westfalenliga würden, so Stefan Büdenbender weiter, einfach alle Fehler sofort brutal bestraft. Und auf der anderen Seite kämen weniger Chancen zustande. Büdenbender: „Weder Wiemelhausen noch Neheim hatten ein Chancenplus. Aber die nutzen ihre wenigen Chancen. Außerdem machen wir hinten zu viele Fehler. Die müssen wir abstellen, wenn wir die Klasse halten wollen.“ Und dass das gelingt, davon ist Büdenbender überzeugt. „Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir haben erst drei von 32 Spielen hinter uns. Da werden wir nicht jetzt schon die Flinte ins Korn schmeißen“.

Bleibt die Frage, ob man vor der Saison personell nicht hätte gegensteuern können, zumal auch die letzten Spiele der vergangenen Landesliga-Saison nicht alle vom Erfolg gekrönt waren. Von den letzten sieben Saisonspielen gingen fünf verloren. Stefan Büdenbender winkt ab: „Klar meinen einige, dass wir zu naiv an die Sache heran gegangen sind. Wir wussten auch, wie schwer es in der Westfalenliga werden würde. Aber wir vertrauen unseren Jungs, die den Aufstieg geschafft haben und werden diesen Weg weiter gehen. Große Namen zu holen, das kommt nicht in Frage und das können wir auch nicht. Außerdem sind wir erst sehr spät durch den Sieg im Relegationsspiel aufgestiegen. So kurz vor Toresschluss ist der Transfermarkt sehr überschaubar.“

Er sei sicher, so Stefan Büdenbender, dass der aktuelle Kader das Vertrauen zurückzahlen werde. Und Schuldzuweisungen für den Tabellenstand gebe es schon gar nicht. Büdenbender: „Ich werde den Teufel tun, jemanden öffentlich zu kritisieren. Bei uns haut niemand drauf, auch nicht im Umfeld. Und wenn jemand von unseren Fans etwas vorzubringen hat, kann er jederzeit zu mir oder Dirk Hennecke kommen.“

Jetzt gelte es, die hohe Hürde Sinsen zu überstehen. Büdenbender ist optimistisch: „Eine harte Nuss. Die Favoritenrolle liegt klar bei Sinsen. Aber wir rechnen uns schon was aus. Die müssen nach der Niederlage gegen Finnentrop/Bamenohl punkten, um oben dran zu bleiben.“

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