Tischtennis

Tischtennis: Rüdiger Heidersdorf appelliert: Hallen öffnen

Rüdiger Heidersdorf in Aktion.

Rüdiger Heidersdorf in Aktion.

Foto: Florian Runte / WP

Olpe/Siegen.  Noch keine Absage gibt es für die Tischtennis-Meisterschaften des Kreises Siegen-Wittgenstein/Olpe im September in Siegen.

„Ich war am Wochenende dabei, die Ausschreibung zu erstellen“, sagte Rüdiger Heidersdorf aus Altenhundem, Sportwart im Tischtenniskreis Siegen/Wittgenstein/Olpe.

In diese Ausschreibung ist die Option eingebaut, die Veranstaltung zu streichen, falls es die Situation erfordert. Doch aktuell herrsche im Kreisvorstand der Tenor „wir sollten’s doch versuchen“, gibt Heidersdorf zu verstehen. Auch Tobias Ponz, der Abteilungsleiter des ausrichtenden Vereins in Siegen, habe laut Heidersdorf signalisiert: „Kein Problem. In Siegen trainiere man seit vier Wochen, sagte er und meinte, es sei verfrüht, die Meisterschaften jetzt abzusagen.“ Heidersdorf schließt sich dem an. „Es sind ja noch ungefähr zehn Wochen bis dahin“.

„Druck machen“

Dennoch schließt der Altenhundemer nichts aus. Am morgigen Mittwoch wird er ein Rundschreiben an die Vereine schicken. Darin geht es um die Pokalauslosung, aber auch um die Kreismeisterschaften. „Da steht natürlich der Passus drin, dass sie kurzfristig abgesagt werden könnten“.

Mit Blick über die Kreisgrenze überkommt Rüdiger Heidersdorf, der dem TTV Lennestadt angehört, eine Spur von Verärgerung. „Wenn ich höre, dass sie im Siegerland seit vier Wochen wieder trainieren. In Neunkirchen, Salchendorf, Siegen. Im Kreis Olpe nicht. Auch bei uns in Lennestadt nicht. Ich versuche, unseren Vorstand spitz zu machen, dass er Druck macht und Briefe schreibt“, lässt er seinem Frust freien Lauf, „wenn ich den Brief schreiben würde, würde er zu boshaft, weil ich mich ärgere“.

Stand jetzt wolle „der Vorstand so Ende Juli an die Stadt herantreten“. Nur sei Tischtennis eine Sportart, die auf die Halle angewiesen sei“, weiß er und fügt hinzu: „Wir können schließlich nicht auf die Steinplatten auf dem Schulhof gehen“.

Dabei geht es Heidersdorf nicht um die große Halle Aufm Ohl, sondern um die Grundschulturnhalle in Altenhundem. „Da sind wir die einzigen, die wettkampfmäßig Sport betreiben. Und in den Ferien fällt der Schulsport weg“. Einwände habe Heidersdorf dergestalt vernommen, dass man ja „nach jedem Training die Halle wieder desinfizieren“ müsse. Im Siegerland scheint das zu klappen. „Die haben ein Hygienekonzept“.

Zurück zu den Tischtennis-Kreismeisterschaften. Was die Sache knifflig macht: So langsam müssen die Vorarbeiten gestartet werden. „Entweder wir sagen die Meisterschaften jetzt ab oder wir machen die Vorarbeiten und blasen es kurzfristig ab“, verdeutlicht Heidersdorf das Dilemma. Ein Zeitplan muss erstellt werden. Wann spielen die Jugendlichen, wann die Erwachsenen. Dazu muss ein Oberschiedsrichter bestellt werden. Das alles sei mittlerweile erfolgt. Was in diesem Jahr wegfällt, sind die Klassen Senioren 50 und älter. Aus zweierlei Gründen. Zum einen sei die Teilnehmerzahl ohnehin nicht allzu hoch gewesen, und „es sind einige Ältere da, die möglicherweise Bedenken haben“, ergänzt Rüdiger Heidersdorf.

Nachlassende Beteiligung

Nicht nur in diesen Altersklassen hat die Resonanz nachgelassen. „Wir hatten vor 15 bis 20 Jahren um die 500 Teilnehmer, das ließ in den letzten Jahren immer mehr nach“, erinnert sich Heidersdorf. Dabei komme es allerdings auch auf den Austragungsort an, wie weit er von „OE“ entfernt ist. „Wenn die Meisterschaften zum Beispiel in Burbach sind, sind die Olper schon schwächer vertreten“.

Gleichwohl hinterlassen die Spieler auch dem Kreis Olpe ihre Spuren. So ist Martin Voss vom TTC Wenden zwei Mal Kreismeister, Heidersdorf erinnert sich auch anderen B-Klassensieger Bent Starke, ebenfalls Wendener. „Die Seniorenklassen waren ganz gut durch uns vertreten“.

Und was ist mit dem Ligabetrieb? Spielpläne existieren bereits und sind auch veröffentlicht. Sowohl auf Verbands-, Bezirks- als auch auf Kreisebene. Offizieller Beginn soll am 24. August sein. Nach den Sommerferien demnach.

„Aber es steht alles unter Vorbehalt“, sagt Rüdiger Heidersdorf, „im Moment weiß man noch so recht gar nichts“. Dennoch sieht er einen Vorteil in den bereits erstellten Spielplänen: „Vielleicht kann man die Entscheider dadurch dazu bewegen zu überlegen, die Hallen endlich wieder zu öffnen“.

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