Handball-Verbandsliga

TuS 09 Drolshagen gelingt Sensationssieg über Witten

Sarah Klonek erzielte 12 Tore für Drolshagen

Foto: Meinolf Wagner

Sarah Klonek erzielte 12 Tore für Drolshagen Foto: Meinolf Wagner

Drolshagen.   Die Verbandsliga-Handballerinnen des TuS 09 Drolshagen meldeten sich mit einem wichtigen Lebenszeichen zurück.

Nach einem schwachen Remis beim Schlusslicht Westfalia Hörde entpuppte sich die Sporthalle Wünne wieder als „Heimfestung“. Mit einem verdienten 31:29 (18:14) Sieg stoppte die Schäfer-Sieben den Spitzenreiter ETSV Witten und schaffte die Sensation des Spieltages in einer hart umkämpften Schlussphase. Das sind zwei Punkte, die für die restliche Spielzeit Hoffnung aufkommen lassen. Eine harte Nuss wurde geknackt. Das Offensiv-Kollektiv ebnete den Weg zum Sieg. In der Tat konnte der Tabellenvorletzte TuS 09 Drolshagen in diesem Spiel ohne Druck und befreit aufspielen.

Sichere Torhüterin

„Ich bin froh, dass wir zum Schluss die Nerven behalten haben und uns verdient belohnt haben. Drei Spiele ohne Niederlage sind schon was und auch gut für die Handballseele“, freute sich Drolshagens Trainer Richard Schäfer nach dem Abpfiff.

Von Beginn an ging die TuS -Sieben couragiert zu Werke und setzte den Spitzenreiter mit einer sehr beweglichen 5:1-Abwehr mächtig unter Druck. So konnte der Spitzenreiter sein schnelles Spiel nicht nach vorne aufziehen und der Wittener Rückraum um Jessica Denda (5) und Bianca Richter (5) kamen mit dieser taktischen Variante nicht zurecht. Darüber hinaus war Torhüterin Nadine Harnischmacher ein sicherer Rückhalt. Im Abwehrblock wurde gut verschoben und aggressiv zugepackt.

Auch die Maßnahme, Spielführerin Juliana Kakuschki von Außen auf die Halbposition zu stellen und als zweite Kreisläuferin zu wirken, erwies sich als kluge Entscheidung. Die Spielerinnen von Drolshagens Trainer Richard Schäfer wechselten mit schnellem Spiel nach vorne sowie Positionsspiel ab. Frühzeitig gingen die Gastgeber durch Sarah Klonek (12.) mit 7:4 in Führung und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf 18:14 aus.

Faden kurz verloren

Nach der Halbzeit verlor der TuS 09 Drolshagen den Faden. Kein Selbstvertrauen, unmotivierte und überhastete Würfe, wenig Inspiration sowie technische Fehler waren im zweiten Durchgang an der Tagesordnung. Die Verantwortung wurde von den erfahrenen Akteuren wie Sissy Alissa oder Sarah Klonek nicht übernommen. So konnten die Gastgeber von Glück sprechen, dass die Gäste aus dem Ruhrgebiet im Abschluss schwach waren und nicht trafen. So wurde es in den letzten Minuten wieder richtig spannend, als Spielführerin Juliane Kakuschki beim Stande von 30:29 vom Punkt aus nicht traf (59. Minute). Spielmacherin Sarah Klonek, mit zwölf Toren beste Werferin, machte mit dem 31:29 (60.) endgültig den Deckel drauf.

„Durch wildes Wechseln wurde der Wittener Spielfluss massiv gehindert“, resümierte der Drolshagener Trainer Richard Schäfer. „Spielentscheidend waren Kampfgeist und Emotionen, denn wir haben uns durch negative Aktionen nicht aus der Bahn werfen lassen“. Weiter erklärte Richard Schäfer dem die Anspannung nach der Schluss- Sirene anzumerken war.

Durch den Überraschungssieg gegen Witten rückte der TuS 09 Drolshagen rückte dem Drittletzten Teutonia Riemke bis auf einen Punkt auf die Pelle.

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