Handball

TG Voerde rettet in letzter Sekunde einen Punkt beim TV Olpe

Noah Kromer vom TV Olpe hat gegen die Voerder Abwehr einen schweren Stand.

Noah Kromer vom TV Olpe hat gegen die Voerder Abwehr einen schweren Stand.

Foto: meinolf Wagner

Olpe/Attendorn.  Nach einer dramatischen Schlussphase trennten sich die Handball-Landesligisten TV Olpe und TG Voere beim 31:31 (15:19).

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Ob das nun ein gewonnener oder verlorener Punkt war, lässt sich bei dieser verrückten Handball-Landesliga nicht abschließend sagen. Der TV Olpe hat den berühmten Ritt auf der Rasierklinge nur bedingt unbeschadet überstanden.

Es war ein Spektakel vor 200 Fans ohne Happyend. Ungewöhnlich hart ging Johannes Krause, zurzeit Interimstrainer mit Steffen Schmidt, mit seiner Mannschaft ins Gericht und nahm nach Spielschluss kein Blatt vor den Mund: „Es war eine völlig inakzeptable Leistung im ersten Durchgang. Kopflos, ohne Einstellung und zu vielen einfache Ballverluste“, bilanzierte der frühere Eiserfelder. Im weiteren Verlauf aber gab er sich versöhnlich: „Mit der Umstellung auf eine 5:1-Variante kamen wir besser ins Spiel, für ihre kämpferische Leistung muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Dennoch gibt es viel nach Luft noch oben und es wird auch in der kommenden Woche Gesprächsbedarf geben“.

Voerde nutzt Olper Fehler gnadenlos

m ersten Durchgang boten die Kreisstädter eine blutleere Vorstellung. Die einfachsten Dinge klappten nicht. Voerde hatte den deutlich besseren Start erzielte einfache Tore und nutzte technische Fehler der Kreisstädter mit einer guten Abwehr gnadenlos aus. Per Tempogegenstoß führten die von TG-Coach Kalla Paukstadt taktisch glänzend eingestellte Gästemannschaft durch Lasse Stratmann (5.) mit 4:2 und David Doessler (6.) mit 6:2.

Die TVO-Sieben hatte in keiner Weise Zugriff auf das Tempospiel der Gäste. Die TG Voerde zog durch Fabian Riebling aus Olper Sicht auf 7:12 und Dennis Riebeling, sowie Fabian Riebling auf 8:13 davon. Dennis Riebling und der Olper Daniel Strack erhielten wegen gesundheitsschädigendem Foulspiel die rote Karte.

Zunächst änderte sich im zweiten Durchgang nichts an der Olper Spielweise. Henrik Ohm, Alex Dröge und Oussama Lajnef scheiterten freistehend am Tim Fabiunke. Zeitweise betrug der Olper Rückstand sechs Tore, sprich 20:27 durch Lasse Stratmann (42.). Der TVO holte Tor um Tor auf, hatte in der letzten Minute durch Tom Fuhrmann das Momentum für sich und führte mit 31:30, doch ein in letzter Sekunde verwandelter Siebenmeter durch Fabian Riebeling zum 31:31 sicherte den Gästen wenigsten noch einen verdienten Zähler. „In Olpe ist es immer schwer zu gewinnen, das mussten schon andere Mannschaften erleben, mit dem Punkt bin ich nicht unzufrieden“, bilanzierte der Voerder Trainer Kalla Paukstadt.

SGA hält Konkurrenz auf Distanz

Die SG Attendorn/Ennest hatte die 20:25-Niederlage aus dem Spitzenspiel gegen Silschede II gut verdaut und hat eine starke Reaktion gezeigt. Gegen den TV Arnsberg setzten sich die Schützlinge von SGA -Coach Christopf Heimes deutlich mit 29:20 (16:9) durch. Sie distanzierten damit die Mitbewerber um Platz zwei deutlich.

Die Hansestädter legten schnell einen 6:2-Start durch Lars Müller hin. Überragender Spieler der Gastgeber war Torhüter Jan Berkenhagen der über die gesamte Spielzeit zwischen den Pfosten stand mit über fünfzig Prozent der gehaltenen Bälle. „Er hat viele freie Bälle und Tempogegenstöße pariert, als der TV Arnsberg etwas besser ins Spiel kam“, lobte SGA-Coach Christof Heimes seinen Spieler mit der Nummer „er war ein ganz entscheidender Faktor“.

Im zweiten Durchgang spielten die Hansestädter ihren deutlichen Vorsprung routiniert herunter. Kurz vor Schluss kassierte Christopher Schmidt wegen Foulspieles noch die rote Karte. „ Es war ein glanzloser, aber hochverdienter Sieg“, bilanzierte der Attendorner Trainer Christof Heimes.

TV Olpe: Ben Fuhrmann, Rumpff; Kromer (1), Dröge (1), Tom Fuhrmann (5), Krause (6), Heinrich (3), Strack (1), Bölsing, Hassine (2), Ohm(2), Lajnef (10/4), Stahl.

SG Attendorn/Ennest: Jan Berkenhagen, Selter; Schmidt (7/2), Lars Müller (6/2), Vogt (4), Jan-Frederik Heimes (3/1), Köster (3), Lohölter-Hesse (2), Benninghaus (2), Jonas Springob (1), Hennecke (1), Schneider, Kopperberg.

Kreisliga A: Eine unglückliche 27:29 (16:16)-Niederlage kassierte die zweite Mannschaft des TV Olpe gegen den Titelaspiranten VFV Freier Grund auf unverständlicher Schiedsrichterentscheidungen. „Im ersten Durchgang lief es bei uns nicht richtig rund in der Abwehr“, bilanzierte Steffen Schmidt der sportliche Leiter des TV Olpe.

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