Westfalenliga-Derby

Viel hat sich getan seit dem Hinspiel

Einen Zweikampf zwischen FCL-Kapitän Moritz Thöne (2. von rechts) und dem Olper Thomas Ziegler (rechts) wird es am Kreuzberg nicht geben, denn Thomas Ziegler hütet krank das Bett..

Foto: Michael Meckel

Einen Zweikampf zwischen FCL-Kapitän Moritz Thöne (2. von rechts) und dem Olper Thomas Ziegler (rechts) wird es am Kreuzberg nicht geben, denn Thomas Ziegler hütet krank das Bett.. Foto: Michael Meckel

Olpe/Lennestadt.  „Das war Werbung für den Fußball im Kreis Olpe“. So war die fast einhellige Meinung zum Westfalenligaderby FC Lennestadt gegen SpVg Olpe am 15. Oktober 2016.

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In der Tat war es ein echter Krimi mit vielen Wendungen und unzähligen Chancen auf beiden Seiten. Mit 4:2 behielt die SpVg Olpe schließlich die Oberhand. Es hätten an dem Tag aber auch doppelt so viele Tore im Henselstadion fallen können.

Fast auf den Tag genau ein halbes Jahr später stehen sich die beiden Mannschaften am heutigen Samstag (15.30 Uhr) am Olper Kreuzberg im Rückspiel gegenüber. Die Vorzeichen sind aber völlig andere. Vor dem Hinspiel hatte der FCL drei Punkte mehr als Olpe und die große Chance, den Lokalrivalen mit einem Sieg zu enteilen.

Doch es kam anders. Das 2:4 war für Aufsteiger FC Lennestadt der Auftakt zur Negativserie von elf Niederlagen in Folge. Der sofortige Abstieg in die Landesliga dürfte bei elf Punkten Rückstand sechs Spiele vor Saisonende besiegelt sein. Olpe dagegen hat inzwischen 18 Zähler mehr auf dem Konto als der FCL. Die zweitbeste Mannschaft 2017 steht damit auf Platz acht.

„Wenn wir das gleiche Ergebnis wie im Hinspiel erzielen, unterschreibe ich das sofort. Für die Zuschauer war das Hinspiel ein toll, weniger für uns Trainer“, erinnert sich Olpes Trainer Marek Lesniak.

Sein Kollege Jürgen Winkel blickt nicht so gern zurück: „Das Spiel war der Knackpunkt. Chancen waren genug da. Wir sind mehrmals allein auf den Torwart zugelaufen. Nach dem Hinspiel haben wir den Faden verloren.“

Zuletzt hat sich der FCL besonders auswärts stabilisiert. Winkel hofft, den Trend in Olpe fortsetzen zu können: „Das ist ein Prestigeduell, auf das sich alle freuen. Alle sind motiviert. Aber machen wir uns nichts vor: Olpe ist in sehr guter Verfassung und steht jetzt so da, wie ich es schon vor der Saison erwartet habe. Aber wir werden uns nicht ergeben.“

Marek Lesniak warnt seine Spieler davor, die Gäste ob ihres Tabellenplatzes zu unterschätzen. „Wir müssen uns auf einen harten Kampf einstellen. Lennestadt steht zwar unten, kann aber trotzdem jede Mannschaft schlagen. Die werden uns nichts schenken.“

Trotz aller Vorsicht: Das Ziel von Marek Lesniak ist es, am Samstag den vierten Heimsieg und den sechsten Sieg im Jahr 2017 einzufahren. Er lässt sich auch nicht von der 2:8-Niederlage im Test gegen Finnentrop/Bamenohl am Karsamstag täuschen. „Meine Jungs werden Gas geben. Das ist ein Meisterschafts- und kein Freundschaftsspiel. Wir wollen den guten Trend fortsetzen.“

Lesniak muss am Samstag allerdings auf einige wichtige Spieler verzichten. Die Brüder Thomas und Oliver Ziegler hüten krank das Bett und Thomas Rath ist beruflich verhindert. Dagegen wird Stürmer Jannik Buchen vermutlich erstmals seit fünf Monaten wieder in der Startformation stehen. Auch Alexander Santana kehrt in den Kader zurück.

Beim FC Lennestadt hat sich die Personalnot in der Osterpause abgeschwächt. „Die Pause hat gut getan“, freut sich Trainer Jürgen Winkel, der dennoch Adnan Spago (Grippe), Marius Friedrichs (Muskelfaserriss) und Dennis Krause (Fuß-Probleme) ersetzen muss. Wieder dabei ist Philipp Thöne, der beim 1:1 gegen Kirchhörde wegen Gelb-Rot-gesperrt war.

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