Hünsborn gegen Olpe

Völlig unterschiedliche Voraussetzungen

Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt freut sich, dass Mittelfeldspieler Steffen Hatzfeld (links) rechtzeitig vor dem Spiel gegen die SpVg Olpe fit geworden ist.

Foto: Michael Meckel

Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt freut sich, dass Mittelfeldspieler Steffen Hatzfeld (links) rechtzeitig vor dem Spiel gegen die SpVg Olpe fit geworden ist.

Hünsborn/Olpe.   Am 10. Mai 2015 machte die SpVg Olpe mit einem 2:0-Sieg bei Rot-Weiß Hünsborn einen ganz wichtigen Schritt Richtung Aufstieg in die Westfalenliga.

Der war dann auch eine Woche später mit einem 4:1-Sieg über den VfL Bad Berleburg besiegelt. RW Hünsborn kam als Neunter ins Ziel. Wie die Zeit vergeht!

Am morgigen Sonntag (15 Uhr) stehen sich die beiden Mannschaften an gleichem Ort zum Auftaktspiel der Landesliga-Saison 2018/19 wieder gegenüber.

Und das diesmal mit veränderten Vorzeichen. Grund dafür ist, dass nach dem Abstieg 14 Spieler die SpVg Olpe verlassen haben und das neue Trainerduo Thomas Hütte/ Mounir Saida einen Neuaufbau bewerkstelligen muss.

Hütte: Stimmung positiv

Das sieht auch Olpes neuer Cheftrainer Thomas Hütte so, der nach seinem halbjährigen Aufenthalt in China erstmals seit langer Zeit wieder bei einem Meisterschaftsspiel in Deutschland an der Seitenlinie steht. „Für Sonntag sind die Karten klar: Hünsborn ist der Favorit. Die haben ganz andere Möglichkeiten als wir,“ sagt Thomas Hütte, „die haben sich auch aus dem Olper Kader bedient und den besten Mann geholt. Dazu haben die Hünsborner noch eine starke A-Jugend in der Bezirksliga. Wir müssen uns bei Verletzungen Spieler aus der Kreisliga C holen“.

Er schaut trotz des großen Aderlasses positiv in die Zukunft. „Jeder kennt unserer Probleme. Aber ich möchte nicht mehr über die Vergangenheit sprechen. Wir wollen nach vorne schauen. Insgesamt ist die Stimmung positiv. Die, die da sind, ziehen voll mit und haben Spaß am Fußball.“

Waffenschmidt warnt

Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt warnt seine Mannschaft, die SpVg Olpe zu unterschätzen. „Man liest immer nur von den Abgängen. Aber die ersten zwölf oder 13 Spieler sind schon gute Leute. Das haben die Olper beim Germanen-Cup in Salchendorf bewiesen, wo wir verdient mit 0:1 verloren haben.“

Während Thomas Hütte mit dem Wechsel des langjährigen Olper Mittelfeld-/und Abwehrspielers Jan Prothmann hadert, freut sich Andreas Waffenschmidt naturgemäß über dessen Wechsel vom Kreuzberg zum Löffelberg. „Jan ist genau der Spieler, den ich mir gewünscht habe, Er ist vielseitig einsetzbar. Auch Steffen Freitag macht in der Innenverteidigung was her. Die beiden sind schon eine Bereicherung. Das macht schon was.“

Beide Trainer hoffen, mit einem Erfolgserlebnis in die Saison starten zu können, was auch mit Blick auf die kommenden Aufgaben wichtig wäre. Für Hünsborn steht nächste Woche Freitag schon das nächste Derby beim FSV Gerlingen auf dem Spielplan. Die SpVg Olpe muss am zweiten Spieltag gegen die „Wundertüte“ Erndtebrück II ran.

Und dann ist schon wieder spielfrei für den Westfalenliga-Absteiger. „Bei allen überwiegt die Freude, dass es endlich los geht“, betont Andreas Waffenschmidt. Und auch Thomas Hütte freut sich, „das endlich der normale Rhythmus einkehrt.“

Unterschiedliche Voraussetzungen

Schon im Auftaktspiel am Sonntag treten die unterschiedlichen Voraussetzungen beider Teams zu Tage. So muss Thomas Hütte nicht nur auf die verletzten Neuzugänge Louis Zmitko und Christian Klur, sondern auch auf Marcel Kühr (Urlaub) verzichten. Darüber hinaus steht hinter dem Einsatz von Felix Gebauer (Leistenprobleme) ein großes Fragezeichen.

Dagegen kann Andreas Waffenschmidt fast aus dem Vollen schöpfen. „Ich freue mich, dass Steffen Hatzfeld und Daniel Jung rechtzeitig wieder fit geworden sind,“ sagt der Trainer vom Löffelberg, „der einzige, der noch fehlt, ist Marius Uebach. Das müssen wir einfach abwarten, wie es weiter geht.“

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