Landesliga

Von Platz eins bis drei ist für Gerlingen noch alles drin

David Ohm

David Ohm

Foto: Michael Meckel

Gerlingen.   Mit dem Thema „Aufstiegsrelegation“ hatte sich Dirk Hennecke vor dem Gipfeltreffen in Hohenlimburg noch nicht beschäftigt.

Das hat sich nach der bitteren 0:1-Niederlage des FSV Gerlingen beim neuen Tabellenführer geändert. „Stand jetzt“, sagt Gerlingens Trainer, „steigen von den vier Landesligazweiten zwei in die Westfalenliga auf“. Ein mögliches Relegationsspiel ist für Christi Himmelfahrt (30. Mai) terminiert. Der Vizemeister der Landesliga 2 müsste gegen den Vizemeister der Landesliga 4 spielen. Nach aktuellem Stand wäre das Westfalia Kinderhaus.

Für Gerlingen ist in den beiden letzten Spielen noch alles möglich: von Platz eins bis drei. „Platz eins haben wir nicht mehr in eigener Hand“, macht sich FSV-Trainer Hennecke nichts vor. Um Hohenlimburg noch abzufangen, müsste das Team vom Bieberg wohl alle sechs Punkte holen, dürften die „Zehner“ dank der klar besseren Tordifferenz kein Spiel mehr gewinnen. Im Rückspiegel von Gerlingen lauert auch noch RW Erlinghausen.

„Die liegen uns dicht auf der Pelle“, geht Dirk Hennecke davon aus, dass die Hochsauerländer ihren „unglaublichen Lauf“ mit zwei abschließenden Siegen fortsetzen und den Tabellenzweiten weiter unter Druck setzen werden. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und mindestens vier Punkte holen.“ Dann können Hennecke und Co. den Aufstieg in die Westfalenliga über den Umweg Relegation schaffen. Ob Aufstieg oder auch nicht. Für Hennecke hat der FSV Gerlingen schon jetzt eine „super Saison“ gespielt. „Man muss immer daran denken, wo wir hergekommen sind“, erinnert Hennecke daran, dass Gerlingen in den letzten beiden Jahren zwei Mal bis kurz vor Schluss gegen den Landesliga-Abstieg gespielt hat.

Wetter nicht unterschätzen

Die dramatische Niederlage in Hohenlimburg hat ihre Spuren hinterlassen. „Das hat man beim Dienstagstraining gesehen. Die Jungs waren sehr niedergeschlagen“, verrät Hennecke kein Geheimnis.

„Wir haben viel gesprochen. Nach dem Training waren die Köpfe wieder oben“, hat sich die Stimmung unter der Woche langsam wieder gedreht. Denn die Gerlinger sind ja immer noch mitten drin im Aufstiegsrennen. Mit dem FC Wetter ist eine Mannschaft am Bieberg zu Gast, die noch eine klitzekleine Chance auf den Abstiegs-Relegationsplatz 13 hat. „Es wäre der größte Fehler, den wir machen könnten, Wetter zu unterschätzen“, warnt Dirk Hennecke. Dabei hat er das Hinspiel in guter Erinnerung, dass erst durch einen Sonntagsschuss von Philipp Bredebach entschieden wurde. Personell gibt es gegenüber dem Hohenlimburg-Spiel keine Veränderungen.

„Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Wir können die tolle Saison noch immer krönen“, geht Gerlingens Coach mit Optimismus in das Saisonfinale. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe, das kleine Fehler entschieden haben“, blickt Dirk Hennecke noch kurz auf das 0:1 bei einer spielerisch bärenstarken Hohenlimburger Elf zurück. Jetzt hofft Hennecke, dass sich seine Mannschaft gegen Wetter mit einem Sieg im letztern Heimspiel verabschieden kann.

„Mit einem Auge“ blicken die Verantwortlichen vom Bieberg am Sonntag aber auch nach Werdohl und Menden, wo Tabellenführer Hohenlimburg und Verfolger Erlinghausen zu Gast sind. „Ich hoffe, dass Werdohl alles geben wird“, ist Hennecke gespannt, wie sich Murat Kaya und Marco Polo verhalten, die im Sommer vom Riesei an den Kirchenberg wechseln.

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