Fußball-Landesliga

VSV-Trainer Fernholz feiert Einstand an alter Wirkungsstätte

Wendens Sascha Rokitte (links) im Kopfballduell mit Oliver Weuste vom SC Drolshagen

Wendens Sascha Rokitte (links) im Kopfballduell mit Oliver Weuste vom SC Drolshagen

Foto: Michael Meckel

Drolshagen.  Aufsteiger SC Drolshagen und der VSV Wenden eröffnen am Donnerstag am Buscheid die Landesliga-Saison 2019/20.

Manuel Fernholz kommt immer wieder gerne an den Buscheid zurück. Schließlich hat der 38-Jährige hier mehr als vier Jahre für den SC Drolshagen gespielt, ehe ihn ein Mittelfußbruch zum Karriereende zwang. Am Freitagabend ist Fernholz aber in einer neuen Rolle bei seinem ehemaligen Verein zu Gast: als Trainer des VSV Wenden.

Auf beiden Seiten ist die Vorfreude groß. „Ich freue mich tierisch drauf“, sagt Manuel Fernholz. „Nach dem Spiel werden wir ein Bier zusammen trinken. Aber in den 90 Minuten Spielzeit zuvor ist Manuel der Trainer unseres Gegners“, beschreibt Drolshagens Sportlicher Leiter Tobias Stahlhacke die Rollenverteilung vor dem ersten Landesligaspiel (Anstoß um 19.30 Uhr).

Die Voraussetzungen für den Landesligaauftakt des Aufsteigers sind eigentlich perfekt. Mit der Vorverlegung auf Freitagabend ist Drolshagen der starken Konkurrenz am ersten Spieltag aus dem Weg gegangen. Die weiteren Zutaten für einen fußballerischen Leckerbissen sind das Wiedersehen mit dem Ex-Trainer und das Gastspiel gegen ein Team aus der Nachbarschaft, das sich erheblich verstärkt hat. Rechtzeitig zum Nachbarschaftsduell ist auch der gastronomische Anbau am Buscheid fertig geworden.

VSV Wenden ein „dickes Brett“

„Wenden ist für mich der eindeutige Favorit“, macht sich Tobias Stahlhacke nichts vor. Vor allem die Offensive mit den Neuzugängen Redouane El Alami vom Landesligisten FSV Werdohl und Andre Schilamow aus dem Regionalligakader des 1. FC Kaan-Marienborn nötigt Stahlhacke großen Respekt ab. Von der Angriffsreihe mit Schilamow, Christian Runkel und dem Ex-Meinerzhagener Alexander Horst schwärmt Stahlhacke regelrecht. „Da kommt ein dickes Brett auf uns zu.“

Auch in der Defensive hat sich beim Gast einiges getan. Für die in der letzten Saison mitunter fehlende Stabilität sollen auch Jan Kemper und Fabian Bublitz vom TuS Erndtebrück II sorgen. „Wenden ist Favorit, aber wir können auch solchen Mannschaften weh tun“, erinnert sich Tobias Stahlhacke gerne an die Aufstiegssaison, als das Team vom Buscheid alle Favoriten hinter sich lassen konnte.

Die Favoritenrolle nimmt VSV-Trainer Manuel Fernholz an, stellt sich aber auf ein „schweres Spiel“ beim Ex-Klub ein. „Das enge Spielfeld, dazu eine Heimmannschaft, die sehr stabil steht. Drolshagen ist verdient aufgestiegen und verfügt über ein Riesenkollektiv“, spricht auch Fernholz mit großem Respekt über den Gegner. Natürlich weiß Manuel Fernholz, dass sein Team in der Offensive stark besetzt ist. Schilamow und Horst sind variabel einsetzbar, können ganz vorne, auf den Außenpositionen oder hinter der Spitze spielen. Weil sich in der letzten Woche einige Spieler grippekrank abgemeldet hatten, setzte der neue VSV-Coach das geplante letzte Testspiel vorsichtshalber ab.

Inzwischen hat sich die personelle Lage entspannt. Bis auf die Langzeitverletzten steht der komplette Kader zur Verfügung. Das gilt auch für Aufsteiger SC Drolshagen.

Gutes Spiel gegen Wiemelhausen

Und noch etwas haben beide Teams gemeinsam. Während Manuel Fernholz von einer „durchschnittlichen Vorbereitung“ spricht, blickt Tobias Stahlhacke auf eine „etwas holprige Vorbereitung“ zurück. Bei der Generalprobe am vergangenen Sonntag war Fernholz am Buscheid und sah das 0:2 im Westfalenpokal gegen Westfalenligist Wiemelhausen.

„Wir haben ein gutes Spiel gegen einen klassenhöheren Gegner gezeigt. Die Zuschauer haben die Mannschaft trotz der Niederlage mit Riesenapplaus verabschiedet“, freut sich Stahlhacke und hofft gegen Wenden wieder auf eine große Kulisse. „Die Euphorie vom Aufstieg ist auf jeden Fall noch da“, ist sich der Sportliche Leiter ganz sicher.

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