Landesliga 2

VSV Wenden und SpVg Olpe wollen Klassenerhalt sichern

Sergen Gülbeyaz (rechts, im Zweikampf mit Wendens Julius Arens) fehlt der SpVg Olpe im wichtigen Kellerduell in Wetter wegen seiner fünften Gelben Karte.

Sergen Gülbeyaz (rechts, im Zweikampf mit Wendens Julius Arens) fehlt der SpVg Olpe im wichtigen Kellerduell in Wetter wegen seiner fünften Gelben Karte.

Foto: Michael Meckel

Wenden/Olpe.   Für die SpVg Olpe und den VSV Wenden steht ein entscheidender Spieltag an. Vom Klassenerhalt bis Relegationsplatz ist alles möglich.

Nicht nur an der Tabellenspitze der Fußball-Landesliga geht es unglaublich spannend zu, sondern auch am Tabellenende. Und – leider – stecken mit Westfalenliga-Absteiger SpVg Olpe und Aufsteiger VSV Wenden zwei Mannschaften aus dem Kreis Olpe tief im Abstiegssumpf.

Ein Punkt Vorsprung haben die beiden OE-Teams auf den TuS Erndtebrück II auf Relegationsplatz 13. Ein „Endspiel“ zwischen dem VSV Wenden und der seit sieben Spielen sieglosen SpVg Olpe um den direkten Klassenerhalt am letzten Spieltag ist keine Utopie mehr. Allerdings haben beide ein Spiel weniger auf dem Konto, haben also noch eine Chance mehr zu punkten als Erndtebrück II.

Mit ganz viel Pech droht beiden OE-Teams aber auch noch der direkte Abstieg. Nämlich dann, wenn Wenden am Sonntag gegen Dröschede und die SpVg Olpe das wichtige Kellerduell beim Vorletzten FC Wetter verlieren. Dann kommt Wetter bis auf vier Punkte auf Wenden und Olpe heran.

Dieses Szenario kann die SpVg Olpe aus eigener Kraft mit einem Sieg – zumindest aber mit einem Unentschieden - beim FC Wetter verhindern. Dieses Spiel zwischen dem Viert- und dem Vorletzten ist quasi das Kontrastprogramm zum Gipfeltreffen SV Hohenlimburg gegen FSV Gerlingen. Was alle Mannschaften eint: Verlieren ist verboten.

Leistung über 90 Minuten abrufen

Das sieht auch Olpes Co-Trainer Mounir Saida so: „Wir haben in den letzten Wochen genug Geschenke verteilt. Aber jetzt sind Weihnachten und Ostern vorbei. Wir müssen in Wetter einfach unseren Job machen und gewinnen.“

Dazu sei aber wichtig, dass die Mannschaft über 90 Minuten voll konzentriert zur Sache gehe. Saida: „Beim 1:3 gegen Hohenlimburg sind wir in der zweiten Halbzeit leider aus unerklärlichen Gründen eingebrochen und waren oft zu blauäugig. Diese Aussetzer müssen wir gegen Wetter ablegen. Die Wetteraner werden alles geben, denn für die ist es die letzte Chance, doch noch einmal heranzukommen.“

Insgesamt sei er für den Abstiegskampf optimistisch. Saida: „Sicher werden die Aufgaben nicht einfacher und vieles spielt sich im Kopf ab. Aber wir haben alles selbst in der Hand. Die Mannschaft hat genug Qualität. Aber die müssen wir auch mal wieder auf den Platz bringen. Unsere Spieler müssen wissen: Im Abstiegskampf gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen, da muss Fußball gekämpft werden. Gut ist natürlich, dass Erndtebrück II schon ein Spiel mehr auf dem Konto hat.“

Fehlen werden bei Olpe Henning Dörr wegen seiner Ampelkarte beim Handelfmeter zum 1:1 gegen Hohenlimburg und Sergen Gülbeyaz, der gegen den Spitzenreiter die fünfte Gelbe Karte sah.

Noch etwas prekärer sieht es - wegen der um 15 Treffer schlechteren Tordifferenz - gegen Borussia Dröschede beim Aufsteiger VSV Wenden vor dem zweitletzten Heimspiel aus.

Sieg gegen Dröschede ist Pflicht

„Wir brauchen nicht viel erzählen. Wir haben uns leider durch die Niederlagen gegen Brilon und in Hünsborn selbst aus der Bahn gebracht. Dafür müssen wir nun den Kopf hinhalten. Wohl wissend, dass Dröschede eine sehr starke Offensive hat, müssen am Sonntag in Dröschede unbedingt gewinnen, um in der Landesliga zu bleiben. Das ist das A und O“, fordert Jörg Rokitte vor seinem drittletzten Spiel als Trainer des VSV Wenden von seinen Spielern.

Wie auch Mounir Saida fordert Jörg Rokitte volle Konzentration von seinen Spielern. „Das Spiel gegen Dröschede ist eine absolute Einstellungs- und Mentalitätsfrage. Wir haben mehr drauf, als wir in den letzten drei Spielen gezeigt haben. Und das müssen wir gegen Dröschede auf den Platz bringen.“

PS: Ob einem der beiden OE-Mannschaften der Relegationsplatz droht, steht schon vor ihren Spielen fest. Der TuS Erndtebrück II spielt bereits um 13 Uhr gegen den SV Brilon. „Das müssen wir aber alles ausblenden und uns davon nicht beeinflussen lassen. Wir dürfen nicht nach links und rechts sehen, sondern unsere Aufgaben selbst erledigen“, so Jörg Rokitte.

Personell sieht es beim VSV Wenden nicht sehr rosig aus. Einige Spieler sind angeschlagen oder konnten aus beruflichen Gründen zuletzt kaum trainieren. „Wir hatten schon bessere Zeiten“, atmet Jörg Rokitte tief durch. Fragezeichen stehen u.a. hinter Alexander Horst, Dominic Kruse, Julian Eckhardt, Sascha Rokitte und Dominik Franz.

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